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Wir möchten transparent und offen sein und dass unsere Botschaften für alle verständlich sind

Wir sind die Zentralbank des Euroraums und arbeiten für mehr als 340 Millionen Menschen in Europa. Wir sorgen für stabile Preise und leisten unseren Beitrag zu einem sicheren Bankensystem – heute und in Zukunft.

Möchten Sie wissen, welche Entscheidungen wir hier bei der EZB treffen und wie sich diese auf Ihren Alltag auswirken? Werfen Sie einen Blick auf die folgenden Informationen und stellen Sie uns Ihre Fragen! Im Jahr 2020 haben wir über 16 000 Anfragen aus aller Welt bearbeitet.

Informationen über die EZB

Was ist die EZB?

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Zentralbank des Eurogebiets. Sie ist für die Steuerung der in diesem Währungsraum umlaufenden Geldmenge zuständig. Unser Hauptziel ist die Gewährleistung stabiler Preise, und das wichtigste Instrument dafür ist die Festlegung angemessener Zinssätze.

Wissenswertes: Was ist eine Zentralbank? Die EZB und das Eurosystem in drei Minuten

Auch die Bankenaufsicht im Rahmen des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus zählt zu unseren Aufgaben.

Unser Handeln orientiert sich an den Grundsätzen Transparenz, Unabhängigkeit und Rechenschaftspflicht.

Wissenswertes: Warum ist die EZB unabhängig?
Vergibt die EZB Kredite? Kann ich ein Konto bei der EZB eröffnen?

Nein, die EZB ist keine Geschäftsbank und erbringt folglich auch keine gewerblichen Bankdienstleistungen für Privatpersonen oder Unternehmen. Wir nehmen mit niemandem Kontakt auf, um Bankdienstleistungen anzubieten, und wir betreiben auch keine Webseite für Onlinebanking-Dienste.

Ebenso gilt: Die EZB

  • führt keine Überweisungen durch
  • erhebt keine Gebühren für grenzüberschreitende Überweisungen
  • akzeptiert keine Einlagen Dritter
  • blockiert keine Mittel und stellt keine Bescheinigungen für die Freigabe von Mitteln aus
Welche Sprache wird bei der EZB gesprochen?

Derzeit gibt es in der EU 24 Amtssprachen. Sie können mit uns in jeder dieser Sprachen kommunizieren. Welche Sprachen wir für die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern nutzen, hängt von der Zielgruppe und der Situation ab.

Die EZB veröffentlicht Rechtsakte in allen Amtssprachen.

Unsere Arbeitssprache ist Englisch.

Wem gehört die EZB?

Die EZB gehört allen Zentralbanken der EU-Mitgliedstaaten zusammen. Der Anteil jedes Landes am Kapital der EZB richtet sich nach seiner Bevölkerung und seinem Bruttoinlandsprodukt (BIP). Diese beiden Faktoren sind jeweils gleich gewichtet. Die Euro-Länder steuern mehr Kapital bei als die EU-Länder, die den Euro nicht als Währung haben. Diese Faktoren bilden zusammen den sogenannten Kapitalschlüssel. Er entscheidet über den Betrag, den die nationalen Zentralbanken jeweils einzuzahlen haben.

Wissenswertes: Wem gehört die EZB?
Macht die EZB Gewinne? Oder entstehen ihr Verluste?

Wie jede andere Bank stellt die EZB eine Gewinn- und Verlustrechnung auf. Die Nettogewinne und/oder -verluste der EZB werden auf die nationalen Zentralbanken des Euroraums aufgeteilt. Laut ESZB-Satzung können bis zu 20 % der Gewinne als Reserven gehalten werden. Der verbleibende Gewinn wird entsprechend ihren eingezahlten Anteilen an die Anteilseigner der EZB ausgeschüttet. Etwaige Verluste können mit dem allgemeinen Reservefonds, den Einkünften des betreffenden Jahres oder den Beträgen verrechnet werden, die den einzelnen nationalen Zentralbanken zugewiesen werden.

Wissenswertes: Macht die EZB Gewinne?

Geldpolitik

Was ist unter der Geldpolitik der EZB zu verstehen?

Mit der Geldpolitik der EZB sind alle Entscheidungen gemeint, mit denen wir die Kosten von und den Zugang zu Geld beeinflussen, um unser Preisstabilitätsziel zu erreichen. Unser wichtigstes geldpolitisches Instrument sind unsere Leitzinsen. Jede Änderung dieser Zinssätze hat Folgen für die Zinssätze in der gesamten Wirtschaft. Dies gilt vor allem für die Zinsen, zu denen Geschäftsbanken Geld an Privatpersonen und Unternehmen verleihen. Wenn nötig können wir darüber hinaus andere Instrumente nutzen, die uns dabei helfen, unser Hauptziel zu erreichen: Preisstabilität.

Aktuelle geldpolitische Beschlüsse
Warum ist Preisstabilität so wichtig?

Preisstabilität zu gewährleisten ist das vorrangige Ziel der EZB (siehe Artikel 127 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union). Nach Auffassung des EZB-Rates kann Preisstabilität am besten gewährleistet werden, wenn mittelfristig ein Inflationsziel von 2 % angestrebt wird. Gemessen wird die Inflation am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Sind die Preise stabil, können Privatpersonen ihre Ausgaben leichter planen und Unternehmen werden zu Investitionen ermuntert. Außerdem tragen stabile Preise dazu bei, das Vertrauen in den Euro zu stärken, da so die Menge an Gütern und Dienstleistungen, die mit einem bestimmten Geldbetrag gekauft werden kann, in etwa gleich bleibt.

Wissenswertes: Warum sind stabile Preise wichtig?
Warum sind die Zinsen niedrig?

Wird davon ausgegangen, dass die Inflation auf mittlere Sicht unter dem gesteckten 2 %-Ziel liegt, versucht die EZB mithilfe ihrer Leitzinsen und anderer geldpolitischer Instrumente der Wirtschaft Impulse zu geben. Die Festlegung eines niedrigen Zinssatzes hilft den Banken, Geld kostengünstig zu verleihen, was wiederum die Investitionen und den Konsum in der Wirtschaft ankurbelt. Niedrige Zinsen führen zu Wertsteigerungen bei Vermögenswerten wie Pensionen und Wohnimmobilien, was ebenfalls zu höheren Ausgaben führt. All dies sorgt für mehr Wirtschaftsaktivität und Wachstum, wodurch wiederum die Inflation einen Schub erhält.

Wissenswertes: Warum sind die Zinsen niedrig?
Wozu dienen die Ankäufe von Vermögenswerten? Und wie funktionieren sie?

Bei Ankäufen von Vermögenswerten kauft die Zentralbank Vermögenswerte wie Staats- oder Unternehmensanleihen mit dem Ziel, die längerfristigen Zinssätze zu senken. Davon profitiert die Wirtschaft, da dies den Konsum und die Investitionen ankurbelt und letztendlich dazu beiträgt, dass sich Preisdruck aufbaut und die Inflation ihren Zielwert von 2 % erreicht. Diese geldpolitische Maßnahme wird insbesondere dann eingesetzt, wenn die Leitzinsen sehr niedrig sind.

Wissenswertes: Wie Ankäufe von Vermögenswerten funktionieren
Was ist die neue geldpolitische Strategie der EZB?

Am 8. Juli 2021 gab die EZB ihre neue geldpolitische Strategie bekannt. Seit der letzten Strategieüberprüfung im Jahr 2003 haben sich die Wirtschaft des Euroraums und die Weltwirtschaft grundlegend verändert. Die Auswirkungen einer verminderten Produktivität, veränderte demografische Gegebenheiten und die Nachwirkungen der Finanzkrise haben unseren Spielraum eingeengt, unsere Ziele ausschließlich durch Änderungen der Leitzinsen zu erreichen. Darüber hinaus erschweren die Globalisierung, die Digitalisierung, die Bedrohung der ökologischen Nachhaltigkeit sowie Veränderungen im Finanzsystem die Durchführung der Geldpolitik.

Die Verträge geben zwar unser Mandat vor, doch ist es an uns, die geldpolitische Strategie zu konzipieren. Diese Strategie gibt vor, wie das Hauptziel der Preisstabilität im Euroraum mit einem geeigneten geldpolitischen Instrumentarium erreicht werden soll. Die neue Strategie sieht vor, dass die EZB ein symmetrisches Inflationsziel von 2 % verfolgt. Das bedeutet, dass eine unter diesem Ziel liegende Inflation ebenso unerwünscht ist, wie eine zu hohe.

Mehr zur Überprüfung der geldpolitischen Strategie
Haben Sie weitere Fragen zu unserer Geldpolitik?

Möchten Sie mehr über unsere geldpolitischen Instrumente, Maßnahmen und Entscheidungen erfahren?

Mehr zur Geldpolitik

Sie möchten mehr über die wichtigsten Erkenntnisse der Strategieüberprüfung erfahren?

Fragen und Antworten zur Strategieüberprüfung

Bankenaufsicht

Was ist Bankenaufsicht?

Die europäische Bankenaufsicht soll die Sicherheit und Solidität des europäischen Bankensystems sicherstellen, die Integration und Stabilität der Finanzmärkte stärken und eine einheitliche Aufsicht gewährleisten.

Die EZB erklärt: Europäische Bankenaufsicht.
Was ist der SSM?

Der Einheitliche Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism – SSM) ist das System der Bankenaufsicht in Europa. Er setzt sich aus der EZB und den nationalen zuständigen Behörden der am SSM teilnehmenden Länder zusammen.

Der SSM in drei Minuten
Ist die Bankenaufsicht der EZB für Fragen des Verbraucherschutzes und die Bekämpfung von Geldwäsche zuständig?

Nein, diese beiden Aufgaben fallen nicht in den Zuständigkeitsbereich der EZB, sondern obliegen weiterhin den nationalen Aufsichtsbehörden. Wenn Sie sich über Ihre Bank beschweren möchten, so wenden Sie sich bitte direkt an diese selbst oder richten Sie Ihre Beschwerde an die zuständige nationale Behörde.

Nationale zuständige Behörden Informationen zur Bekämpfung von Geldwäsche
Was kann ich tun, wenn ich vermute, dass ein Verstoß gegen EU-Recht vorliegt?

Wir fordern die Menschen auf, Verstöße gegen einschlägiges Unionsrecht über unsere Whistleblower-Plattform direkt an uns zu melden. Die EZB schützt personenbezogene Daten und stellt sowohl für Hinweisgeber als auch für beschuldigte Personen einen angemessenen Schutz sicher.

Wie kann ich spezifische Informationen über beaufsichtigte Banken anfordern?

Zugang zu Informationen zu gewähren, hat für uns bei der EZB einen sehr hohen Stellenwert. Wir möchten so transparent wie möglich sein. Zugleich wollen wir die Vertraulichkeit von Angelegenheiten wahren, die die Art und Weise betreffen, wie wir unsere Aufgaben wahrnehmen.

Informationen zu spezifischen beaufsichtigten Banken sind durch eine Reihe von Anforderungen im Rahmen der beruflichen Geheimhaltungspflicht besonders geschützt. Diese Anforderungen sind im europäischen Recht (z. B. in der Eigenkapitalrichtlinie) festgelegt.

Der Zugang zu EZB-Dokumenten ist im Beschluss EZB/2004/3 vom 4. März 2004 (geänderte Fassung) geregelt. Die EZB hat ein öffentlich zugängliches Dokumentenverzeichnis erstellt. So kommen wir unserer Verpflichtung zu Offenheit und Transparenz nach. Gleichzeitig ermöglichen und erleichtern wir dadurch Recherchearbeiten.

Zum öffentlichen Dokumentenverzeichnis
Welche Banken werden von der EZB beaufsichtigt?
Haben Sie weitere Fragen zur Bankenaufsicht?

Der Euro und die Zahlungssysteme

Wie profitieren wir als Europäer vom Euro?

Die Schaffung des Euro war eine beeindruckende Errungenschaft, das sie die Menschen in Europa zusammenbrachte. Denn mit dem Euro ist es deutlich einfacher und sicherer, ins Ausland zu reisen oder dort zu studieren und zu arbeiten. Der Vertrag von Maastricht war einer der wichtigsten Meilensteine des europäischen Integrationsprozesses. Unter anderem ebnete er den Weg für die Schaffung einer gemeinsamen Währung.

Wie haben die Europäer vom Euro profitiert?
Was ist unter einem digitalen Euro zu verstehen?

Auch ein digitaler Euro wäre ein Euro – genau wie Banknoten, nur eben digital. Er würde als Geld in elektronischer Form vom Eurosystem (der EZB und den nationalen Zentralbanken des Euroraums) ausgegeben und könnte gleichermaßen von Privatpersonen und Unternehmen verwendet werden.

Mit einem digitalen Euro könnten alltägliche Zahlungen schnell, einfach und sicher erledigt werden. Er würde den Übergang der europäischen Wirtschaft in das digitale Zeitalter unterstützen und Innovationen im Massenzahlungsverkehr aktiv fördern. Wir untersuchen die Vorteile und Risiken, damit der Euro seine Funktion für die Menschen in Europa auch in Zukunft gut erfüllt.

Mehr zum digitalen Euro
Welche Vorteile hätte ein digitaler Euro?

Ein digitaler Euro würde die Effizienz eines digitalen Zahlungsmittels bieten. Zugleich würde seine Sicherheit durch eine Zentralbank garantiert. Er würde der EU Unabhängigkeit von Zahlungsmitteln bieten, die außerhalb des Euroraums ausgegeben und von dort kontrolliert werden. Er würde auch die Finanzstabilität und die Währungssouveränität sichern und dazu beitragen, das Vertrauen in Zahlungen im digitalen Zeitalter zu erhalten.

Wird die EZB künftig kein Bargeld mehr ausgeben?

Ein digitaler Euro würde das Bargeld nicht ersetzen, sondern vielmehr ergänzen. Die nationalen Zentralbanken werden gemeinsam mit der EZB auch künftig sicherstellen, dass die Menschen im gesamten Euroraum Zugang zu Euro-Bargeld haben. Mit einem digitalen Euro würde eine weitere Zahlungsart zur Auswahl stehen. Er würde das Bezahlen einfacher machen und so zur finanziellen Inklusion beitragen.

Wie würde ein digitaler Euro wohl aussehen?

Experten des Eurosystems haben eine Reihe grundlegender Anforderungen festgelegt. Dazu zählen leichte Zugänglichkeit, Robustheit, Sicherheit, Effizienz, Schutz der Privatsphäre und Einhaltung der Rechtsvorschriften. An diesen Eckpfeilern werden wir uns bei der Gestaltung des digitalen Euro orientieren. Bei der Entwicklung eines digitalen Euro würde darauf geachtet werden, dass er mit privaten Zahlungslösungen kompatibel ist. Dies würde die Bereitstellung von europaweiten Zahlungen und zusätzlichen Dienstleistungen für Verbraucherinnen und Verbraucher erleichtern.

Sind 500-€-Banknoten nach wie vor gültig?

500-€-Banknoten sind nach wie vor gesetzliches Zahlungsmittel. Sie können sie also weiterhin für Zahlungen und zur Wertaufbewahrung nutzen.

Mehr über die 500-€-Banknote
Kann ich Bilder von Euro-Banknoten verwenden?

Für nichtgewerbliche Zwecke können Bilder von Euro-Banknoten ohne unsere vorherige Genehmigung verwendet werden. Dies gilt, sofern Sie die bestehenden Regelungen einhalten (insbesondere Artikel 2 des Beschlusses EZB/2013/10). Diese Regelungen sollen sicherstellen, dass Reproduktionen nicht mit echten Banknoten verwechselt werden, da dies das Vertrauen in den Euro beeinträchtigen würde.

Wenn Sie hochauflösende Bilder von Euro-Banknoten für berufliche Zwecke verwenden möchten, müssen Sie uns unter Euro-Banknotes-Images@ecb.europa.eu kontaktieren, damit wir Ihren Fall prüfen können. Im Fall einer Genehmigung senden wir Ihnen die gewünschten Bilddateien zu.

Was ist TARGET2?

TARGET2 ist das Zahlungssystem der EZB und der nationalen Zentralbanken und wird auch von diesen betrieben. Es ist die von Zentralbanken und Geschäftsbanken am häufigsten für Großbetragszahlungen genutzte Plattform.

Weitere Informationen zu TARGET2
Was ist TIPS?

TIPS ist ein neuer Marktinfrastrukturdienst der EZB und der nationalen Zentralbanken. Er ermöglicht es Dienstleistern, ihren Kunden rund um die Uhr Überweisungen in Echtzeit anzubieten. Dank TIPS können Sofortzahlungen nun schnell und sicher erfolgen.

Weitere Informationen zur Abwicklung von Sofortzahlungen
Haben Sie weitere Fragen zum Euro und zu unseren Zahlungssystemen?

Was ist unsere Bargeldstrategie? Warum ist Bargeld wichtig? Wie bezahlen die Menschen im Euroraum am liebsten?

Hier finden Sie die Antworten auf diese Fragen

Warum sind Zahlungssysteme so wichtig?

Besuchen Sie unsere Rubrik „Zahlungsverkehr und Märkte“

Klimawandel

Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf die Geldpolitik?

Häufigere und schwerere Naturkatastrophen haben negative Auswirkungen auf die Wirtschaft und das Finanzsystem. Sie können das Wirtschaftswachstum, die Inflation und die Art und Weise beeinflussen, wie die Geldpolitik die Menschen und Unternehmen erreicht. Dies hat Auswirkungen auf die Preisstabilität, die vorrangige Aufgabe der EZB. Daher haben wir Klimaschutzaspekte in den geldpolitischen Rahmen aufgenommen.

Wie werden Fragen des Klimawandels bei geldpolitischen Entscheidungen berücksichtigt?
Was ist das Kompetenzzentrum Klimawandel?

Die EZB hat vor Kurzem das Kompetenzzentrum Klimawandel ins Leben gerufen. Dieses nutzt unser internes Fachwissen und gestaltet unsere Klimaagenda in enger Zusammenarbeit mit anderen Geschäftsbereichen. Die Aktivitäten des Kompetenzzentrums werden von der Geldpolitik bis hin zu den Aufsichtsfunktionen reichen. Außerdem haben wir beschlossen, einen Teil des Fondsportfolios der EZB in den auf Euro lautenden Green-Bond-Fonds der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zu investieren.

Pressemitteilung zum Kompetenzzentrum Klimawandel
Wie sieht unser Fahrplan für eine grünere Geldpolitik aus?

Im Zuge der Überprüfung unserer geldpolitischen Strategie hat der EZB-Rat einen ambitionierten Fahrplan für die Einbeziehung von Klimaaspekten in unsere Arbeit beschlossen.

Pressemitteilung zum Maßnahmenplan zur Berücksichtigung von Klimaschutzaspekten in der geldpolitischen Strategie
Investiert die EZB in grüne Anleihen?

Derzeit hält die EZB rund ein Fünftel der notenbankfähigen grünen Unternehmensanleihen. Die Emission grüner Anleihen konzentriert sich in der Regel auf Sektoren wie Versorgung, Infrastruktur, Transportwesen und das Baugewerbe. Unternehmen in diesen Sektoren begeben grüne Anleihen, um die Einführung effizienterer Technologien zu finanzieren, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren und ihre Energieportfolios auf erneuerbare Quellen umzustellen.

Auch wenn Zentralbanken nicht der wichtigste Akteur bei der Bekämpfung des Klimawandels sind, so ist dies eindeutig ein Thema, das unsere vorrangige Aufgabe – die Gewährleistung von Preisstabilität – berührt und sich auf die geldpolitische Strategie auswirkt. Möchten Sie mehr über den Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der EZB erfahren?

Mehr zum Klimawandel und zur EZB

Unsere Reaktion auf die Coronakrise

Was unternimmt die EZB während der Corona-Pandemie?

Die EZB hat mehrere Maßnahmen in den Bereichen Geldpolitik und Bankenaufsicht ergriffen, um den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft des Euroraums entgegenzuwirken und alle Menschen in Europa zu unterstützen.

Unsere Reaktion auf die Pandemie Mehr zu unseren Corona-Maßnahmen
Was ist das PEPP?

Das Pandemic Emergency Purchase Programme – oder Pandemie-Notfallankaufprogramm – ist ein im März 2020 aufgelegtes Programm zum Ankauf von Vermögenswerten. Es soll den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft des Euroraums entgegenwirken. Das Programm soll Privatpersonen, Unternehmen und Regierungen dabei unterstützen, zu günstigen Konditionen Zugang zu benötigten Mitteln zu bekommen. Dies soll der Wirtschaft helfen, die pandemiebedingten Herausforderungen zu meistern.

Pressemitteilung zum PEPP Mehr zum Pandemie-Notfallankaufprogramm der EZB
Wie fördert die EZB den Zugang zu Krediten?

Wir haben den Banken langfristige Refinanzierungsmöglichkeiten angeboten, um die Kreditvergabe an private Haushalte und Unternehmen, darunter kleine und mittlere Firmen, zu fördern. Die auf diese Mittel erhobenen Zinsen sind gesenkt worden, wodurch Banken einen Anreiz bekommen, Ihre Kreditvergabe zu erhöhen. Darüber hinaus haben wir die Liste der Vermögenswerte erweitert, die Banken als Sicherheiten stellen können. Dieser Vorgang ist eine Art Versicherung, wenn Banken sich Geld bei uns leihen. Zusammen haben diese Maßnahmen dazu beigetragen, die Kreditvergabe der Banken an private Haushalte und Unternehmen aufrechtzuerhalten.

Hintergründe: Was sind Sicherheiten?
Dürfen Banken Dividenden ausschütten?

Am 27. März 2020 empfahl die EZB den Banken, aufgrund der außergewöhnlichen und schwierigen Umstände alle Bardividenden und Aktienrückkäufe vorübergehend auszusetzen. Insbesondere sollte so dafür gesorgt werden, dass die Banken weiterhin Verluste abfedern können. Zudem sollten sie weiterhin in der Lage sein, Kredite zur Stützung der Wirtschaft zu vergeben.

Die oben erwähnte Empfehlung wurde überarbeitet, und im Dezember 2020 wurden die Banken stattdessen zu äußerster Zurückhaltung aufgefordert.

Am 23. Juli 2021 gaben wir unsere Entscheidung bekannt, unsere Empfehlung zu Dividendenausschüttungen nicht über September 2021 hinaus zu verlängern.

Wichtige Hinweise

Der Name und das Logo der EZB können missbräuchlich verwendet werden.

Die EZB erbringt keine gewerblichen Bankdienstleistungen. Unsere Identität wird manchmal im Zusammenhang mit fingierten Finanztransaktionen und anderen betrügerischen Aktivitäten missbraucht. Zudem kann es vorkommen, dass Betrüger sich als EZB-Bedienstete ausgeben oder diese bei Betrugsversuchen erwähnen. Auch unser Name und unser Logo können missbräuchlich verwendet werden.

Erfahren Sie mehr über die missbräuchliche Verwendung des Namens der EZB und was Sie in solchen Fällen tun können

Verbraucherschutz und die Bekämpfung von Geldwäsche fallen nicht unter das Mandat der EZB

Aufgaben wie die Beziehungen zwischen Banken und ihren Kunden (Verbraucherschutz) sowie die Bekämpfung der Geldwäsche fallen nicht in unseren Zuständigkeitsbereich. Die Verantwortung dafür liegt weiterhin bei den nationalen Aufsichtsbehörden.

Informationen zur Bekämpfung von Geldwäsche

Wie können Sie uns erreichen?

Sie können uns Ihre Fragen, Kommentare oder Anregungen im Zusammenhang mit unseren Aufgaben und Tätigkeiten in einer der 24 Amtssprachen der EU per E-Mail oder Post zusenden. Telefonisch erreichen Sie uns montags bis freitags von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr MEZ.

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