European Central Bank - eurosystem
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Wir möchten transparent und offen sein. Außerdem wollen wir, dass alle unsere Botschaften verstehen.

Wir sind die Zentralbank des Euroraums und arbeiten für mehr als 340 Millionen Menschen in Europa. Wir sorgen für stabile Preise und tragen zu einem sicheren Bankensystem bei – heute und in Zukunft.

Möchten Sie mehr über uns und unsere Arbeit erfahren und wissen, inwiefern diese Sie konkret betrifft? Dann klicken Sie einfach eines der nachstehenden Themen an. Dort erhalten Sie Antworten auf die gängigsten Fragen an uns. Oder scrollen Sie zum Seitenende, um uns Ihre Frage zu stellen.

Informationen über die EZB

Was ist die EZB?

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Zentralbank des Euroraums. Sie ist für die Steuerung der umlaufenden Geldmenge zuständig. Unser Hauptziel ist die Gewährleistung stabiler Preise, und dieses Ziel erreichen wir vor allem durch die Festlegung angemessener Zinssätze.

Auch die Bankenaufsicht im Rahmen des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism – SSM) zählt zu unserem Aufgabenportfolio.

Wissenswertes: Was ist eine Zentralbank? Die EZB und das Eurosystem in drei Minuten Der SSM in drei Minuten

Unser Handeln orientiert sich an den Grundsätzen Transparenz, Unabhängigkeit und Rechenschaftspflicht.

Wissenswertes: Warum ist die EZB unabhängig? Die EZB erklärt Rechenschaftspflicht
Vergibt die EZB Kredite direkt an Privatpersonen oder Unternehmen?

Die EZB ist keine Geschäftsbank, d. h. sie bietet keine Bankdienstleistungen für Privatpersonen und Unternehmen an. Wir kontaktieren niemanden, um Kredite oder Sparkonten anzubieten, und betreiben auch keine Website für Onlinebanking-Dienste.

Ebenso gilt: Die EZB

  • führt keine Überweisungen durch
  • erhebt keine Gebühren für grenzüberschreitende Überweisungen
  • akzeptiert keine Einlagen Dritter
  • blockiert keine Mittel und stellt keine Bescheinigungen für die Freigabe von Mitteln aus
Welche Sprache wird bei der EZB gesprochen?

Derzeit gibt es 24 Amtssprachen in der EU. Sie können mit uns in jeder dieser Sprachen kommunizieren. Welche Sprachen wir für die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern nutzen, hängt von der Zielgruppe und den jeweiligen Umständen ab. Die EZB veröffentlicht Rechtsakte in allen Amtssprachen der EU. Unsere Arbeitssprache ist Englisch.

Wem gehört die EZB?

Die EZB gehört allen Zentralbanken der EU-Mitgliedstaaten zusammen. Der Anteil jedes Landes am Kapital der EZB richtet sich nach seiner Bevölkerungszahl und seinem Bruttoinlandsprodukt (BIP). Diese beiden Faktoren sind jeweils gleich gewichtet. Die Euro-Länder steuern mehr Kapital bei als die Mitgliedstaaten, die nicht Teil des Euroraums sind. Diese Faktoren bilden zusammen den sogenannten Kapitalschlüssel. Er entscheidet über den Betrag, den die nationalen Zentralbanken jeweils einzuzahlen haben.

Wissenswertes: Wem gehört die EZB?
Macht die EZB Gewinne? Oder entstehen ihr Verluste?

Genau wie andere Institute macht auch die EZB Gewinne und Verluste. Ihre Nettogewinne und -verluste werden auf die nationalen Zentralbanken des Euroraums aufgeteilt. Laut ESZB-Satzung können bis zu 20 % aller Gewinne als Reserven gehalten werden. Die verbleibenden Gewinne müssen an die Anteilseigner der EZB entsprechend ihren eingezahlten Anteilen ausgeschüttet werden. Etwaige Verluste können mit dem allgemeinen Reservefonds, den Einkünften des betreffenden Jahres oder den Beträgen verrechnet werden, die den einzelnen nationalen Zentralbanken zugewiesen werden.

Wissenswertes: Macht die EZB Gewinne?
Welche Maßnahmen hat die EZB im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine ergriffen?

Der EZB-Rat hat seine uneingeschränkte Unterstützung für das ukrainische Volk bekundet.

Wir haben die von der Europäischen Union und den Regierungen in Europa verhängten Sanktionen umgesetzt und sind bereit, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um Preis- und Finanzstabilität im Euroraum zu gewährleisten.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung vom 25. Februar 2022 Mehr über die russische Invasion in der Ukraine Häufig gestellte Fragen zur Invasion in der Ukraine und zur EZB-Bankenaufsicht

Geldpolitik

Was ist unter der Geldpolitik der EZB zu verstehen?

Die Geldpolitik der EZB umfasst alle Entscheidungen, mit denen wir die Kosten von und den Zugang zu Geld beeinflussen, um unser Preisstabilitätsziel zu erreichen. Unsere Leitzinsen sind unser wichtigstes geldpolitisches Instrument. Jede Änderung dieser Zinssätze wirkt sich einige Monate später auf die Zinssätze in der gesamten Wirtschaft aus. Dies gilt vor allem für die Zinsen, zu denen Geschäftsbanken Geld an Privatpersonen und Unternehmen verleihen. Um unser Hauptziel – stabile Preise – zu erreichen, können wir gegebenenfalls auch andere Instrumente einsetzen.

Aktuelle geldpolitische Beschlüsse Unser Preisstabilitätsziel und die Strategieüberprüfung Christine Lagarde: Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland
Warum ist Preisstabilität so wichtig?

Preisstabilität zu gewährleisten ist das vorrangige Ziel der EZB (siehe Artikel 127 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union). Nach Auffassung des EZB-Rates kann Preisstabilität am besten gewährleistet werden, wenn mittelfristig ein Inflationsziel von 2 % – gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) – angestrebt wird.

Herrschen stabile Preise, so können Privatpersonen ihre Ausgaben leichter planen und Unternehmen werden zu Investitionen ermuntert. Außerdem trägt Preisstabilität dazu bei, das Vertrauen in den Euro zu stärken. Bei stabilen Preisen kann man sich nämlich mit einem bestimmten Geldbetrag in etwa die gleiche Menge an Waren und Dienstleistungen kaufen.

Wissenswertes: Warum sind stabile Preise wichtig? Warum liegt unser Inflationsziel bei 2 %?
Woran wird Preisstabilität gemessen?

Wir betrachten den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) als die geeignete Messgröße, um die Erreichung des Preisstabilitätsziels zu beurteilen.

Der HVPI ist ein Maß zur Ermittlung der Verbraucherpreisinflation. Er bildet ab, wie sich die Preise von Konsumgütern und Dienstleistungen verändern, die von privaten Haushalten des Euroraums erworben werden.

„Harmonisiert“ bedeutet im Kontext des HVPI, dass alle EU-Mitgliedstaaten dieselbe Methode anwenden. So ist sichergestellt, dass die Daten der verschiedenen Länder miteinander vergleichbar sind.

Eurostat und die nationalen Statistikämter erstellen den HVPI nach harmonisierten statistischen Methoden.

Warum ist die Inflation im Moment hoch?

Ursächlich für die derzeit hohe Inflation sind vor allem drei Faktoren: Erstens heizen die gestiegenen Energiepreise die Inflation an, da Öl, Gas und Strom teurer geworden sind. Zweitens erhöhen sich die Preise auch, weil die Nachfrage schneller steigt als das Angebot. Zugleich fällt es den Unternehmen schwer, mit der Nachfrage Schritt zu halten, da sie von der Pandemie betroffene Lieferketten wieder aufbauen müssen. Drittens waren die Preise auf dem Höhepunkt der Pandemie außergewöhnlich niedrig. Vergleicht man die aktuell höheren Preise mit diesen sehr niedrigen Preisen, so erscheint der Unterschied groß.

Wissenswertes: Warum ist die Inflation im Moment so hoch? Christine Lagarde: Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland Isabel Schnabel: Interview mit Jung & Naiv
Warum sind die Zinsen niedrig?

Wird davon ausgegangen, dass die Inflation auf mittlere Sicht unter dem gesteckten 2 %-Ziel liegt, versucht die EZB mithilfe ihrer Leitzinsen und anderer geldpolitischer Instrumente der Wirtschaft Impulse zu geben. Die Festlegung eines niedrigen Zinssatzes hilft den Banken, Geld kostengünstig zu verleihen, was wiederum Investitionen und Konsumausgaben in der Wirtschaft ankurbelt. Niedrige Zinsen führen zu Wertsteigerungen bei Vermögenswerten wie Pensionen und Wohnimmobilien, was ebenfalls Ausgabenanreize setzt. All dies sorgt für mehr Wirtschaftsaktivität und Wachstum, wodurch wiederum die Inflation einen Schub erhält.

Wissenswertes: Warum sind die Zinsen niedrig?
Wozu dienen die Ankäufe von Vermögenswerten?

Die Zentralbank kauft Vermögenswerte wie Staats- oder Unternehmensanleihen mit dem Ziel, die längerfristigen Zinssätze zu senken, wenn die Gefahr besteht, dass die Inflation lange auf einem niedrigen Stand verharrt. Davon profitiert die Wirtschaft, weil Konsumausgaben und Investitionen ankurbelt werden, was letztendlich dazu beiträgt, dass sich Preisdruck aufbaut und die Inflation ihren Zielwert von 2 % erreicht.

Wissenswertes: Wie Ankäufe von Vermögenswerten funktionieren
Was ist die neue geldpolitische Strategie der EZB?

Am 8. Juli 2021 haben wir unsere neue geldpolitische Strategie bekannt gegeben. Seit unseren letzten Strategieüberprüfung im Jahr 2003 haben sich die Wirtschaft des Euroraums und die Weltwirtschaft grundlegend verändert. Die Auswirkungen einer verminderten Produktivität und veränderter demografischer Gegebenheiten sowie die Nachwirkungen der Finanzkrise haben unseren Spielraum verringert, unsere Ziele allein durch Anpassung der Leitzinsen zu erreichen. Darüber hinaus erschweren die Globalisierung, die Digitalisierung, die Bedrohung der ökologischen Nachhaltigkeit sowie Veränderungen im Finanzsystem allesamt die Durchführung der Geldpolitik.

Die Verträge geben zwar unser Mandat vor, doch ist es an uns, unsere geldpolitische Strategie zu konzipieren. Sie beschreibt, wie wir unser Hauptziel der Preisstabilität im Euroraum mit einem geeigneten geldpolitischen Instrumentarium erreichen wollen. Die neue Strategie sieht vor, dass die EZB ein symmetrisches Inflationsziel von 2 % verfolgt. Das bedeutet, dass eine unter diesem Ziel liegende Inflation ebenso unerwünscht ist wie eine zu hohe.

Mehr zur Überprüfung der geldpolitischen Strategie
Haben Sie weitere Fragen zu unserer Geldpolitik?

Möchten Sie mehr über unsere geldpolitischen Instrumente, Maßnahmen und Entscheidungen erfahren?

Mehr zur Geldpolitik

Sie möchten mehr über die wichtigsten Erkenntnisse der Strategieüberprüfung erfahren?

Fragen und Antworten zur Strategieüberprüfung

Bankenaufsicht

Was ist Bankenaufsicht?

Die europäische Bankenaufsicht soll die Sicherheit und Solidität des europäischen Bankensystems sicherstellen, die Integration und Stabilität der Finanzmärkte stärken und eine einheitliche Aufsicht gewährleisten.

Die EZB erklärt die europäische Bankenaufsicht
Was ist der SSM?

Der Einheitliche Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism – SSM) ist das System der Bankenaufsicht in Europa. Der SSM setzt sich aus der EZB-Bankenaufsicht und den nationalen Aufsichtsbehörden der am SSM teilnehmenden Länder zusammen.

Der SSM in drei Minuten
Ist die Bankenaufsicht der EZB für Fragen des Verbraucherschutzes und die Bekämpfung von Geldwäsche zuständig?

Nein, die Themen Verbraucherschutz und Bekämpfung von Geldwäsche fallen nicht in den Zuständigkeitsbereich der EZB, sondern sind nach wie vor Aufgabe der nationalen Aufsichtsbehörden. Beschwerden über Ihre Hausbank richten Sie bitte direkt an die Bank oder an die zuständige nationale Behörde.

Nationale zuständige Behörden Informationen zur Bekämpfung von Geldwäsche
Was kann ich tun, wenn ich vermute, dass ein Verstoß gegen EU-Recht vorliegt?

Bitte melden Sie Verstöße gegen einschlägiges Unionsrecht über unsere Whistleblower-Plattform direkt an uns. Die EZB gewährleistet einen angemessenen Schutz für Whistleblower wie auch für Personen, denen ein Verstoß vorgeworfen wird. Auch alle involvierten personenbezogenen Daten werden angemessen geschützt.

Wie kann ich spezifische Informationen über beaufsichtigte Banken anfordern?

Wir bei der EZB halten es für unerlässlich, dass Informationen zugänglich sind. Wir möchten so transparent wie möglich sein. Zugleich wollen wir die Vertraulichkeit wahren, wenn es darum geht, wie wir unsere Aufgaben wahrnehmen.

Informationen zu spezifischen beaufsichtigten Banken sind durch eine Reihe von Anforderungen im Rahmen der beruflichen Geheimhaltungspflicht besonders geschützt. Diese Anforderungen sind im europäischen Recht (z. B. in der Eigenkapitalrichtlinie) festgelegt.

Der Zugang zu EZB-Dokumenten ist im Beschluss EZB/2004/3 vom 4. März 2004 (geänderte Fassung) geregelt. Im Einklang mit ihrer Verpflichtung zu Offenheit und Transparenz hat die EZB ein öffentlich zugängliches Dokumentenverzeichnis eingerichtet, um Recherchearbeiten zu ermöglichen und zu erleichtern.

Zum öffentlichen Dokumentenverzeichnis
Welche Banken werden von der EZB beaufsichtigt?

Direkt von der EZB beaufsichtigte Banken werden als „bedeutende Institute“ bezeichnet, während diejenigen, die die EZB indirekt beaufsichtigt, „weniger bedeutende Institute“ genannt werden.

Liste der von der EZB beaufsichtigten Unternehmen
Was ist der SREP?

Die Fachleute der Bankenaufsicht machen sich ein Bild von den Risiken der Banken. Außerdem prüfen sie, ob die Banken imstande sind, angemessen mit diesen Risiken umzugehen. Dieser Vorgang wird als „aufsichtlicher Überprüfungs- und Bewertungsprozess“ oder auch SREP (für „Supervisory Review and Evaluation Process“) bezeichnet. Der SREP ermöglicht eine einheitliche Überprüfung der Risikoprofile der Banken und dient der Aufsicht als Grundlage für ihre Entscheidung, ob Aufsichtsmaßnahmen erforderlich sind oder nicht.

Mehr über den SREP erfahren Sie auf unserer Website zur Bankenaufsicht.
Was versteht man unter einem Stresstest?

Aufsichtsbehörden setzen Stresstests ein, um zu beurteilen, wie gut Banken für wirtschaftliche und finanzielle Schocks gewappnet sind. Anhand der Stresstestergebnisse können Aufseherinnen und Aufseher die Schwachstellen der Banken identifizieren und ihnen im Rahmen des aufsichtlichen Dialogs frühzeitig entgegenwirken.

Mehr über Stresstests erfahren Sie auf unserer Website zur Bankenaufsicht.
Haben Sie weitere Fragen zur Bankenaufsicht?

Der Euro und die Zahlungssysteme

Wie profitieren wir als Europäer vom Euro?

Die Schaffung des Euro war eine beeindruckende Errungenschaft. Die gemeinsame Währung hat Menschen in Europa zusammengebracht, denn mit dem Euro ist es deutlich einfacher und sicherer, ins Ausland zu reisen, dort zu studieren oder zu arbeiten. Der Vertrag von Maastricht war einer der bedeutendsten Meilensteine des europäischen Integrationsprozesses. Unter anderem hat er den Weg für die Schaffung einer gemeinsamen Währung geebnet.

Wie haben die Europäer vom Euro profitiert?
Was ist unter einem digitalen Euro zu verstehen?

Derzeit beschäftigt sich die EZB mit der Möglichkeit, einen digitalen Euro einzuführen. Er würde als Geld in elektronischer Form vom Eurosystem ausgegeben. Ein digitaler Euro wäre Zentralbankgeld und somit ohne Risiko. Derzeit sind die Euro-Münzen und -Scheine das einzige Zentralbankgeld, das im Euroraum für Zahlungen im Einzelhandel verwendet wird. Ein digitaler Euro wäre eine zusätzliche Möglichkeit für Zahlungen in Euro. Er würde das Bargeld nicht ersetzen, sondern vielmehr ergänzen. Er wäre (im Verhältnis 1:1) in alle anderen Formen des Euro konvertierbar, z. B. in Banknoten.

Mehr zum digitalen Euro
Welche Vorteile hätte ein digitaler Euro?

Ein digitaler Euro würde die Effizienz eines digitalen Zahlungsmittels bieten und wäre gleichzeitig sicheres Zentralbankgeld. Er würde der EU Unabhängigkeit von Zahlungsmitteln bieten, die außerhalb des Euroraums ausgegeben und von dort kontrolliert werden. Er würde auch die Finanzstabilität und die Währungssouveränität sichern und dazu beitragen, das Vertrauen in Zahlungen im digitalen Zeitalter zu erhalten.

Warum würde ein digitaler Euro nicht zu den Krypto-Assets oder Stablecoins zählen?

Krypto-Assets unterscheiden sich grundlegend von Zentralbankgeld: Ihre Preise schwanken sehr stark, sodass sie nur schwer als Zahlungsmittel oder Rechnungseinheit verwendet werden können. Sie haben keine Wertbasis, und hinter ihnen steht keine vertrauenswürdige Institution. Ähnliche Bedenken bestehen bei Stablecoins: Ihre Zuverlässigkeit hängt letztlich von der ausgebenden Stelle und den zugrunde liegenden Vermögenswerten ab. Zudem sind sie davon abhängig, dass die ausgebende Stelle ihr Versprechen hält, den Wert der Münzen im Zeitverlauf stabil zu halten.

Ein digitaler Euro hingegen wäre Zentralbankgeld. Er würde von einer Zentralbank ausgegeben und wäre so gestaltet, dass er den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird: Ein digitaler Euro wäre also risikofrei und der Schutz der Privatsphäre ebenfalls gegeben.

Wie würde ein digitaler Euro wohl aussehen?

Fachleute des Eurosystems haben eine Reihe grundlegender Anforderungen für einen potenziellen digitalen Euro festgelegt. Dazu zählen leichte Zugänglichkeit, Robustheit, Sicherheit, Effizienz, Schutz der Privatsphäre und Einhaltung von Rechtsvorschriften. Bei der Entwicklung eines digitalen Euro würde darauf geachtet werden, dass er mit bereits bestehenden Zahlungsdiensten kompatibel ist. Dies würde die Bereitstellung von europaweiten Zahlungen und weiteren Dienstleistungen für Verbraucherinnen und Verbraucher erleichtern.

Warum plant die EZB eine Neugestaltung der Euro-Banknoten?

Die EZB und die nationalen Zentralbanken des Eurosystems sind dafür verantwortlich, die Integrität der Euro-Banknoten zu gewährleisten und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Banknoten zu wahren. Im Dezember 2021 hat die EZB mit der Prüfung eines neuen Themas und neuer Designs für die Euro-Geldscheine begonnen. Ziel ist es, dass sich die Menschen in Europa noch stärker mit den Banknoten identifizieren können. Außerdem soll sichergestellt werden, dass die Sicherheitsmerkmale der Banknoten auf dem neuesten technischen Stand sind.

Die endgültige Entscheidung darüber, ob neue Euro-Banknoten hergestellt und ausgegeben werden oder nicht, fällt erst nach Abschluss des Neugestaltungsprozesses im Jahr 2024.

Pressemitteilung zur Neugestaltung der Euro-Banknoten
Sind 500-€-Banknoten nach wie vor gültig?

Es werden keine 500-€-Banknoten mehr ausgegeben Sie sind jedoch nach wie vor gesetzliches Zahlungsmittel, können also weiterhin für Zahlungen und zur Wertaufbewahrung verwendet werden.

Mehr über die 500-€-Banknote
Kann ich Bilder von Euro-Banknoten verwenden?

Für nichtgewerbliche Zwecke können Bilder von Euro-Banknoten ohne vorherige Genehmigung der EZB verwendet werden. Voraussetzung ist, dass alle geltenden Regelungen eingehalten werden (insbesondere Artikel 2 des Beschlusses EZB/2013/10). Diese Regelungen sollen sicherstellen, dass bei den Reproduktionen keine Verwechslungsgefahr mit echten Euro-Banknoten besteht, denn dies würde das Vertrauen in unsere Währung schwächen.

Sie möchten hochauflösende Bilder von Euro-Banknoten für berufliche Zwecke verwenden? Dann müssen Sie uns vorab zwecks Prüfung Ihres spezifischen Anliegens unter Euro-Banknotes-Images@ecb.europa.eu kontaktieren. Gelangen wir zu dem Urteil, dass Ihr Verwendungszweck unbedenklich ist, so senden wir Ihnen die gewünschten Bilddateien elektronisch zu.

Was ist TARGET2?

TARGET2 ist das Zahlungssystem der EZB und der nationalen Zentralbanken und wird auch von diesen betrieben. Es ist jene Plattform, die Zentralbanken und Geschäftsbanken am häufigsten für Großbetragszahlungen nutzen. Die EZB und die nationalen Zentralbanken können keine Informationen über den Status einzelner Überweisungen innerhalb des Euroraums oder auf internationaler Ebene bereitstellen.

Weitere Informationen zu TARGET2
Was genau ist TIPS?

TIPS ist ein Marktinfrastrukturdienst, den die EZB und die nationalen Zentralbanken seit 2018 anbieten. Dank ihm können Dienstleister ihren Kunden rund um die Uhr Überweisungen in Echtzeit anbieten. Mit TIPS können Sofortzahlungen nun schnell und sicher ausgeführt werden.

Weitere Informationen zur Abwicklung von Sofortzahlungen
Haben Sie weitere Fragen zum Euro und zu unseren Zahlungssystemen?

Was ist unsere Bargeldstrategie? Warum ist Bargeld wichtig? Wie möchten die Menschen im Euroraum bezahlen?

Hier finden Sie die Antworten auf diese Fragen

Warum sind Zahlungssysteme so wichtig?

Besuchen Sie die Rubrik „Zahlungsverkehr und Märkte“ auf unserer Website

Klimawandel

Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf die Geldpolitik?

Häufiger auftretende und schwerere Naturkatastrophen schaden der Wirtschaft und dem Finanzsystem. Sie können das Wirtschaftswachstum, die Inflation und die Art und Weise beeinflussen, wie die Geldpolitik die Menschen und Unternehmen erreicht. Dies hat Auswirkungen auf die Preisstabilität, die vorrangige Aufgabe der EZB. Daher haben wir Klimaschutzaspekte in unseren geldpolitischen Rahmen aufgenommen.

Wie werden Fragen des Klimawandels bei geldpolitischen Entscheidungen berücksichtigt?
Was ist das Kompetenzzentrum Klimawandel der EZB?

Das Kompetenzzentrum Klimawandel baut auf interner Expertise auf. In enger Zusammenarbeit mit den verschiedenen Geschäftsbereichen der EZB gestaltet es unsere Klimaagenda. Seine Aufgaben erstrecken sich von der Geldpolitik bis hin zu Aufsichtsfunktionen. Außerdem haben wir beschlossen, einen Teil des Eigenmittelportfolios der EZB in den auf Euro lautenden Green-Bond-Fonds der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zu investieren.

Pressemitteilung zum Kompetenzzentrum Klimawandel
Wie will die EZB ihre Geldpolitik ökologisch ausrichten?

Im Zuge der Überprüfung unserer geldpolitischen Strategie hat der EZB-Rat einen ambitionierten Fahrplan beschlossen, um Klimaaspekte in unsere Arbeit einzubeziehen.

Pressemitteilung zum Maßnahmenplan zur Berücksichtigung von Klimaschutzaspekten in der geldpolitischen Strategie
Investiert die EZB in grüne Anleihen?

Derzeit hält die EZB rund ein Fünftel der notenbankfähigen grünen Unternehmensanleihen. Die Emission grüner Anleihen konzentriert sich in der Regel auf Sektoren wie Versorgung, Infrastruktur, Verkehr und das Baugewerbe. Unternehmen aus diesen Sektoren begeben grüne Anleihen, um die Einführung effizienterer Technologien zu finanzieren, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern und ihre Energieportfolios auf erneuerbare Quellen umzustellen.

Wenngleich Zentralbanken nicht der wichtigste Akteur bei der Bekämpfung des Klimawandels sind, ist dies eindeutig ein Thema, das unsere vorrangige Aufgabe – die Gewährleistung von Preisstabilität – berührt und sich auf die geldpolitische Strategie auswirkt.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie die EZB das Thema Klimawandel angeht?

Mehr zum Klimawandel und zur EZB
Warum sollten sich Banken um den Klimawandel kümmern?

Klima- und Umweltrisiken gewinnen für Banken zunehmend an Bedeutung. Erfahren Sie, wie sich extreme Wetterereignisse auf Banken auswirken können und was sie tun können, um ihre wichtige Rolle als Kreditgeber zu wahren und zum Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft beizutragen.

Video: Warum sollten sich Banken um den Klimawandel kümmern? Pressemitteilung: EZB-Bankenaufsicht startet diesjährigen Stresstest zu Klimarisiken

Unsere Reaktion auf die Coronakrise

Was hat die EZB als Reaktion auf den Ausbruch der Corona-Pandemie (Covid-19) unternommen?

In den Jahren 2020 und 2021 hat die EZB mehrere Maßnahmen im Bereich der Geldpolitik und der Bankenaufsicht ergriffen, um den Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft des Euroraums entgegenzuwirken und alle Bürgerinnen und Bürger in Europa zu unterstützen.

Unsere Antwort auf die Pandemie

Am 10. Februar 2022 haben wir das Ende der letzten befristeten Entlastungsmaßnahmen angekündigt, die den Banken noch zur Verfügung standen.

Diese FAQ enthalten Einzelheiten zu den Maßnahmen, die die EZB-Bankenaufsicht in den Jahren 2020 und 2021 im Zusammenhang mit der Pandemie ergriffen hat.

Was ist das PEPP?

Das Pandemie-Notfallankaufprogramm wurde im März 2020 aufgelegt. Meist wird das Programm kurz PEPP (für „Pandemic Emergency Purchase Programme“) genannt. Wie sein Name besagt, handelt es sich dabei um ein Programm zum Ankauf von Vermögenswerten. Das Programm soll dazu beitragen, den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. Das PEPP sollte Privatpersonen, Unternehmen und Regierungen dabei unterstützen, zu günstigen Konditionen Zugang zu benötigten Mitteln zu erhalten. Dies sollte der Wirtschaft helfen, die mit der Pandemie verbundenen Herausforderungen zu meistern.

Was ist das Pandemie-Notfallankaufprogramm? Pressemitteilung zum PEPP
Wie fördert die EZB den Zugang zu Krediten?

Wir haben den Banken langfristige Refinanzierungsmöglichkeiten angeboten, um die Kreditvergabe an private Haushalte und Unternehmen – darunter kleine und mittlere Firmen – zu fördern. Die auf diese Mittel erhobenen Zinsen wurden gesenkt, wodurch Banken einen Anreiz bekamen, ihre Kreditvergabe zu auszuweiten. Darüber hinaus erweiterten wir die Liste der Vermögenswerte, die Banken als Sicherheiten stellen konnten. Dieser Vorgang ist eine Art Versicherung, wenn Banken sich Geld bei uns leihen. Zusammen trugen diese Maßnahmen dazu bei, die Kreditvergabe der Banken an private Haushalte und Unternehmen aufrechtzuerhalten.

Hintergründe: Was sind Sicherheiten?
Wie überwacht die EZB die IT- und Cyberrisiken der Banken?

Die Zahl der der EZB gemeldeten Cybervorfälle ist während der Pandemie gestiegen. Im Jahr 2020 lag der Anstieg gegenüber 2019 bei 54 %. Der Schutz kritischer Dienste (wie etwa des Zugangs zum Finanzsystem) vor Angriffen und Ausfällen ist von entscheidender Bedeutung. Mithilfe ihres Meldesystems für IT-Sicherheitsvorfälle und der Auswertung der Antworten der Banken auf den jährlichen Fragebogen zu IT-Risiken durch die gemeinsamen Aufsichtsteams misst die EZB die Gefährdung der Banken durch IT-Risiken und beurteilt ihr Risikomanagement, um den Finanzsektor der EU zu stärken und digital widerstandsfähiger zu machen.

Lesen Sie unseren Artikel: IT and cyber risk: a constant challenge
Dürfen Banken Dividenden ausschütten?

Angesichts der erhöhten systemischen Unsicherheit und des wirtschaftlichen Stresses, die durch die Pandemie entstanden waren, empfahl die EZB am 27. März 2020 den Banken als Sondermaßnahme, alle Bardividenden und Aktienrückkäufe vorübergehend auszusetzen. Die Erhaltung des Kapitals war notwendig, um eine umsichtige Kapitalplanung zu gewährleisten und die Fähigkeit der Banken zur Unterstützung der Wirtschaft zu erhalten. 

Am 23. Juli 2021 beschloss die EZB, die Dividendenempfehlung nicht über September 2021 hinaus zu verlängern.

Wichtige Hinweise

Betrügerische Aktivitäten unter Verwendung des Namens oder Logos der EZB

Die EZB bietet keine gewerblichen Bankdienstleistungen an. Unsere Identität wird manchmal im Zusammenhang mit fingierten Finanztransaktionen und anderen betrügerischen Aktivitäten missbraucht. Zudem kann es vorkommen, dass Betrüger sich als EZB-Bedienstete ausgeben oder diese bei Betrugsversuchen erwähnen. Auch unser Name und unser Logo können in betrügerischer Absicht verwendet werden.

Erfahren Sie mehr über die Verwendung des Namens der EZB in betrügerischer Absicht und was Sie in solchen Fällen tun können

Verbraucherschutz und die Bekämpfung von Geldwäsche fallen nicht unter das Mandat der EZB

Aufgaben wie die Beziehungen zwischen Banken und ihren Kunden (Verbraucherschutz) sowie die Bekämpfung der Geldwäsche fallen nicht in unseren Zuständigkeitsbereich. Die Verantwortung dafür liegt weiterhin bei den nationalen Aufsichtsbehörden.

Informationen zur Bekämpfung von Geldwäsche

Wie Sie uns erreichen

Sie haben Fragen an uns oder möchten uns gerne Kommentare oder Anregungen im Zusammenhang mit unseren Aufgaben und Tätigkeiten übermitteln? Dann kontaktieren Sie uns bitte per Post oder E-Mail. Sie können uns in einer der
24 Amtssprachen der EU schreiben. Telefonisch erreichen Sie uns montags bis freitags von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr MEZ.

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