Beschädigte Banknoten

Eine Voraussetzung für das Vertrauen der Menschen in die Euro-Banknoten ist, dass diese echt sind und eine fühl- und sichtbare hohe Qualität aufweisen. Daher prüfen die nationalen Zentralbanken (NZBen) alle Banknoten auf Echtheit, Beschädigungen und Verschmutzungen, bevor sie die Geldscheine wieder ausgeben.

Die NZBen verfügen über vollautomatische Banknotenbearbeitungsgeräte, mit denen sie die bei ihnen eingegangenen Banknoten überprüfen und sortieren können, um einen hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten. Im Jahr 2019 befanden die NZBen 5,1 Milliarden Banknoten als nicht mehr umlauffähig und ersetzten sie daher durch neue Geldscheine. Verschmutzte oder beschädigte Banknoten werden vernichtet.

Stark beschädigte Euro-Banknoten (z. B. teilweise verbrannt, zerschnitten oder zersetzt) werden unter bestimmten Umständen von den nationalen Zentralbanken des Euro-Währungsgebiets ersetzt. Beispielsweise ersetzen NZBen beschädigte Euro-Banknoten, wenn mehr als die Hälfte der Banknote vorliegt oder nachgewiesen werden kann, dass der fehlende (größere) Teil des Geldscheins vernichtet wurde. Absichtlich stark beschädigte Euro-Banknoten werden nicht ersetzt.

Grundsätzlich ist der Umtausch gebührenfrei. Bei Euro-Banknoten, die versehentlich durch Diebstahlschutzvorrichtungen beschädigt wurden, fällt jedoch eine Gebühr an.

Nähere Informationen finden Sie hier:

  1. Beschluss der Europäischen Zentralbank vom 19. April 2013 über die Stückelung, Merkmale und Reproduktion sowie den Umtausch und Einzug von Euro-Banknoten (EZB/2013/10) (ABl. L 118 vom 30.4.2013, S. 37)
  2. Beschluss (EU) 2019/669 der Europäischen Zentralbank vom 4. April 2019 zur Änderung des Beschlusses EZB/2013/10 über die Stückelung, Merkmale und Reproduktion sowie den Umtausch und Einzug von Euro-Banknoten (EZB/2019/9) (ABl. L 113 vom 29.4.2019, S. 6)
    1. Beschluss EZB/2013/10 in der vom Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union erstellten inoffiziellen konsolidierten Fassung vom 19.5.2019
  3. Leitlinie der Europäischen Zentralbank vom 19. April 2013 zur Änderung der Leitlinie EZB/2003/5 über die Anwendung von Maßnahmen gegen unerlaubte Reproduktionen von Euro-Banknoten sowie über den Umtausch und Einzug von Euro-Banknoten (EZB/2013/11) (ABl. L 118 vom 30.4.2013, S. 43)

Die Postanschrift Ihrer nationalen Zentralbank finden Sie auf der jeweiligen Website.