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ECB Youth Dialogue

Wir wissen, dass unsere Entscheidungen Auswirkungen auf euer Leben haben können. Deshalb wollen wir sichergehen, dass ihr nicht nur von uns und unserer Arbeit hört, sondern auch die Gelegenheit bekommt, direkt mit uns zu sprechen.

Der ECB Youth Dialogue ist das optimale Forum hierfür. Bei Veranstaltungen in ganz Europa – und auch online – könnt ihr direkt mit den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern der EZB in Kontakt treten, Fragen stellen und eure Meinung teilen.

Youth Dialogue über Themen zur Bankenaufsicht

Fragen an Christine Lagarde beim Europäischen Jugend-Event, Mai 2020

Bei dieser Onlineveranstaltung wollten junge Europäerinnen und Europäer von Präsidentin Christine Lagarde wissen, wie die EZB auf die Coronavirus-Pandemie reagiert. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Europäischen Parlament als Teil des Europäischen Jugend-Events 2020 organisiert und fand am 27. Mai 2020 statt.

Die Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer drehten sich um ihre Sorgen über ihre berufliche Zukunft, um die Zukunft Europas, die Digitalisierung und den Klimawandel.
Die Höhepunkte des Gedankenaustauschs:

Die Meinung von Präsidentin Christine Lagarde...

...zu den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie

Viren kennen keine Landesgrenzen, deshalb sind wir alle davon betroffen. Die Folgen werden allerdings unterschiedlich ausfallen, je nach der Ausgangslage eines Landes vor der Pandemie, der Art seiner Wirtschaft und weiteren Faktoren. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass wir alle möglichst unbeschadet aus der Krise hervorgehen.

...dazu, dass sich Länder weiter verschulden

Entscheidend ist, in was investiert wird. Wir sollten unsere Volkswirtschaften umgestalten, damit diese effizienter und produktiver werden und besser auf die Bedürfnisse der Menschen reagieren können. Außerdem sollten wir anregen, dass die Schulden für Investitionen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel und zur Förderung eines nachhaltigen Wachstums verwendet werden.

...zur Zusammenarbeit der europäischen Institutionen

Die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger der EU stehen in dieser Krisensituation in ständigem Kontakt, um bewährte Verfahren zu vergleichen und geschlossen auf die Pandemie zu reagieren. Jetzt ist ein gemeinsames Handeln gefragt. Mit den richtigen Maßnahmen kann es uns gelingen, die Situation gemeinsam zu bewältigen?

...zum Klimawandel

Im Kampf gegen den Klimawandel müssen wir gemeinsam vorgehen. Im Alleingang können wir hier wenig bewirken. Die EZB arbeitet im Rahmen des „Network for Greening the Financial System“ (NGFS) mit fast 50 nationalen Zentralbanken und Aufsichtsbehörden zusammen, um mögliche Antworten auf die gewaltige Herausforderung des Klimawandels zu finden.

...zur Zukunft junger Menschen

Junge Europäerinnen und Europäer müssen sich auf Veränderungen einstellen. Wir alle bilden uns im Laufe der Zeit fort, wir erwerben neue Kompetenzen und lernen den Umgang mit neuen Instrumenten. Wir arbeiten an uns und wappnen uns für Neues.

Video der Veranstaltung

Fotos

Frühere Veranstaltungen

Gewinnerinnen und Gewinner des Generation €uro Schülerwettbewerbs zu Gast beim damaligen EZB-Präsidenten, Mario Draghi, Mai 2019, Frankfurt am Main

Mehr als 5 000 Schülerinnen und Schüler aus zehn Ländern des Euroraums nahmen am achten Generation €uro Schülerwettbewerb teil. Bei diesem Wettbewerb geht es darum, dass Teams aus Schulen im Euroraum Lösungsvorschläge für geldpolitische Fragen in Europa ausarbeiten. Die EZB lud die erfolgreichen Teams am 8. Mai 2019 nach Frankfurt am Main ein, wo sie mehr über die Arbeit einer Zentralbank erfahren und sich bei einer Frage-Antwort-Runde mit dem damaligen Präsidenten Mario Draghi austauschen konnten.

Hier einige Antworten von Mario Draghi auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler

Zur Frage...

...wie junge Menschen die Zukunft Europas gestalten können

Europa funktioniert, wenn wir zusammenarbeiten, und dafür brauchen wir euch. Wir wollen hören, was ihr zu sagen habt. Es ist uns wichtig, dass ihr euch in Diskussionen einbringt und für eure Überzeugungen eintretet, beispielsweise indem ihr zur Europawahl geht. Eure Stimme kann die Zukunft Europas mitgestalten.

...wie Zentralbanken mit der Öffentlichkeit kommunizieren

Zentralbanken bemühen sich heutzutage unablässig um Transparenz und darum, der Öffentlichkeit ihre Arbeit zu erklären. Mit unseren Pressekonferenzen, Pressemitteilungen, Reden und Veranstaltungen für junge Menschen sorgen wir für einen kontinuierlichen Informationsfluss.

...über die Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion

Unsere Währungsunion ist noch nicht abgeschlossen, und es bestehen noch Verbesserungsmöglichkeiten. Eine gemeinsame Währung macht eine tiefere Integration der Europäischen Union erforderlich.

...zum Thema Kryptowährung

Kryptowährungen sind keine Währungen, sondern äußerst risikoreiche Vermögenswerte. Ein Euro ist auch morgen noch einen Euro wert. Hinter dem Euro steht die EZB, doch wer steht hinter Kryptowährungen?

...über die Unterstützung des Euro

75 % der Bürgerinnen und Bürger des Euroraums  – und somit so viele Menschen wie nie zuvor – unterstützen den Euro. Forschungsergebnissen der französischen Zentralbank zufolge sind die Menschen jedoch der Auffassung, dass andere Länder mehr vom Euro profitiert haben als ihr eigenes Land. Grund für dieses Gefühl ist vermutlich die beispiellose Krise, die wir erlebt haben. Wir hoffen, dass mit dem Verblassen der Erinnerungen an diese Krise auch dieses Gefühl nachlässt.

...was ihm aus seiner Zeit als EZB-Präsident am stärksten in Erinnerung bleiben wird

Im Jahr 2012 waren viele Menschen der Meinung, dass der Euro vor dem Aus steht. Dann fand eine Tagung des Europäischen Rates statt, auf der die Bankenunion ins Leben gerufen wurde. Die Märkte waren damals so entmutigt, dass sie die Bedeutung dieser Ratssitzung unterschätzten. Doch diese Tagung war ein bedeutender Schritt und brachte wichtige Ergebnisse hervor. Außerdem stellte sie das politische Bekenntnis unserer Staats- und Regierungschefs zum Euro unter Beweis.

Unter folgendem Link findet ihr das Video zur Frage-Antwort-Runde mit Mario Draghi, dem damaligen EZB-Präsidenten und den erfolgreichen Teams des Generation €uro Schülerwettbewerbs.

Video von der Preisverleihung des Generation €uro Schülerwettbewerbs

Fotos von der Veranstaltung

Youth Dialogue mit Benoît Cœuré, März 2019, Mailand (Italien)

Der sechste ECB Youth Dialogue fand in Zusammenarbeit mit der Universität Bocconi und Debating Europe – einer Onlineplattform, auf der sich junge Menschen mit führenden Köpfen Europas über aktuelle Themen austauschen können – statt. Benoît Cœuré, Mitglied des Direktoriums der EZB, sprach am 13. März 2019 mit Studierenden über die Herausforderungen, mit denen junge Europäerinnen und Europäer heutzutage konfrontiert sind. Im Vorfeld der Veranstaltung haben wir euch gebeten, uns eure Fragen an Benoît Cœuré über Twitter oder über die Kommentarfunktion auf der Debating-Europe-Plattform zu übermitteln. Einige dieser Fragen wurden bei der Live-Debatte aufgegriffen.

Es wurden unter anderem folgende Themen diskutiert:

Der Stellenwert von Bildung

Wir müssen in Europa mehr öffentliche Gelder in die Bildung stecken. Junge Menschen sollten eine Ausbildung erhalten, die es ihnen ermöglicht im Wettbewerb auf dem globalen digitalen Arbeitsmarkt erfolgreich zu bestehen.

Innovation und Digitalisierung

Wir müssen die Innovationsfähigkeit Europas stärken. Die Digitalisierung führender Branchen sollte durch öffentliche und private Investitionen unterstützt werden. Die Kapitalmarktunion kann eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, dass Kapital dort ankommt, wo es am dringendsten benötigt wird.

Die Rolle der Jugend in Europa

Ihr bestimmt den Kurs, der darüber entscheidet, wie es mit Europa weitergeht.

Die italienische Wirtschaft

Die Wirtschaftslage in Italien stellt keine Bedrohung für den Euroraum dar. Die größte Herausforderung für Italien besteht darin, seine Produktivität längerfristig zu steigern.

Die Gleichstellung der Geschlechter

Die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern begrenzt die Wachstumsmöglichkeiten. Wenn mehr Frauen arbeiten und den gleichen Lohn erhalten, würde das den Lebensstandard in Europa steigern.

Bargeld im digitalen Zeitalter

Bargeld ist für das Vertrauen in eine Währung von wesentlicher Bedeutung. Zahlungsmittel müssen sich am gesellschaftlichen Bedarf ausrichten. Wir beschäftigen uns mit digitalen Währungen, im Euroraum gibt es aber nach wie vor eine starke Nachfrage nach Bargeld.

Video zum Meinungsaustausch zwischen Benoît Cœuré und Studierenden der Universität Bocconi zu diesen und anderen Themen

Youth Dialogue mit Mario Draghi: #AskDraghi, Januar 2018

Der dritte ECB Youth Dialogue fand in Zusammenarbeit mit Debating Europe – einer Onlineplattform, auf der sich junge Menschen mit führenden Köpfen Europas über aktuelle Themen austauschen können – statt.

Zwischen dem 17. und dem 23. Januar 2018 konntet ihr uns eure Fragen an den damaligen Präsidenten Mario Draghi über Twitter oder Facebook übermitteln. Die Fragen drehten sich um folgende Themen:

  • die wirtschaftliche Erholung und Jugendarbeitslosigkeit in Europa
  • Kryptowährungen und Blockchain
  • die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Weltwirtschaftskrise

Seht euch Mario Draghis Antworten auf einige eurer Fragen an und verfolgt die Diskussion in den sozialen Medien?

Die wirtschaftliche Erholung und Jugendarbeitslosigkeit in Europa

Die europäische Wirtschaft befindet sich seit einigen Jahren im Aufschwung, und die Beschäftigtenzahlen haben einen Rekordstand erreicht. Doch es bedarf weiterer Verbesserungen, damit auch wirklich alle von dieser Entwicklung profitieren.

Wann wird sich Europa vollständig von der Rezession erholt haben?

Angenommen, aufgrund von künstlicher Intelligenz und Robotern kommt es zu einer enormen (Jugend-)Arbeitslosigkeit. Was wird die EZB dann tun?

Blockchain und Kryptowährungen

Bei Blockchain handelt es sich um eine innovative Technologie, die Effizienzsteigerungen ermöglichen könnte. Wir prüfen derzeit, ob wir sie künftig im Zentralbankbereich einsetzen könnten. Im Hinblick auf die Vertrauenswürdigkeit von Bitcoin rät Mario Draghi zur Vorsicht, da hinter Bitcoin weder eine Zentralbank noch ein Staat steht. Außerdem fällt die Regulierung von Bitcoins nicht in den Aufgabenbereich der EZB.

Wie können wir die Blockchain-Technologie zur Förderung der Wirtschaft nutzen?

Wenn Sie, wie ich, ein junger Student wären, würden Sie dann in Bitcoins investieren und diese als finanzielle Absicherung halten?

Weltwirtschaftskrise

Die letzte Krise war schwerwiegend, doch das Schlimmste liegt hinter uns. Bei Ausbruch der Krise hatten europäische Länder mit einigen großen Schwachstellen zu kämpfen und konnten daher nicht angemessen reagieren. Seitdem wurden in vielen Bereichen deutliche Fortschritte erzielt, sodass wir für die Zukunft besser gerüstet sind.

Sind die EU und die EZB Ihrer Meinung nach in der Lage, rechtzeitig ausreichende Reformen vorzunehmen, um für eine etwaige weitere große Wirtschaftskrise gewappnet zu sein?

Weitere Informationen

Möchtet ihr mehr über die Themen dieses ECB Youth Dialogue wissen? Dann seht euch die folgenden Seiten an.

Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Weltwirtschaftskrise
Kryptowährungen und Blockchain
Die wirtschaftliche Erholung und Jugendarbeitslosigkeit in Europa
  • Youth unemployment in the euro area (Rede von Mario Draghi, damaliger Präsident der EZB, im Rahmen der Henry Grattan Lecture Series am Trinity College Dublin, 22. September 2017, Dublin)
  • Accompanying the economic recovery (Rede von Mario Draghi, damaliger Präsident der EZB, anlässlich des ECB Forum on Central Banking, 27. Juni 2017, Sintra)
Youth Dialogue mit Mario Draghi, September 2017, Dublin (Irland)
ECB Youth Dialogue 2017, Dublin

Am 22. September 2017 traf der damalige Präsident Mario Draghi junge Europäerinnen und Europäer am Trinity College Dublin.

Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der irischen Zentralbank und dem Trinity College Dublin organisiert.

Wird Blockchain in der Zukunft eine Rolle spielen? Bereitet die Möglichkeit von Immobilienpreisblasen dem EZB-Rat zunehmend Sorgen? Inwieweit werden Forward Guidance und eine klare Kommunikation als Schlüsselkomponenten für moderne Zentralbanken angesehen?

Video zum Meinungsaustausch zwischen Mario Draghi und Studierenden der Wirtschaftswissenschaften des Trinity College Dublin zu diesen und anderen Themen

Youth Dialogue mit Mario Draghi, Juni 2017, Lissabon (Portugal)
Jugend, Innovation und Produktivität in Europa, 2017, Lissabon

Der damalige Präsident, Mario Draghi, war Gastgeber des ersten ECB Youth Dialogue in Lissabon. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der portugiesischen Zentralbank und der Lisbon School of Economics and Management (Instituto Superior de Economia e Gestão – ISEG) ausgerichtet.

Seht euch das Video der Diskussion an und findet heraus, welche Bedeutung Innovation und Produktivität für junge Menschen haben.