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ECB Youth Dialogue

Wir wissen, dass die Entscheidungen, die wir treffen, Auswirkungen auf euer Leben haben können. Deshalb wollen wir sichergehen, dass ihr nicht nur von uns und unserer Arbeit hört, sondern auch Gelegenheit habt, direkt mit uns zu sprechen.

Der ECB Youth Dialogue bietet ein Forum für einen solchen Austausch. Bei Präsenz- oder Onlineveranstaltungen in ganz Europa könnt ihr direkt mit den Direktoriumsmitgliedern der EZB in Kontakt treten, Fragen stellen und eure Meinung mit ihnen teilen.

Youth Dialogue zur Bankenaufsicht

Online-Youth Dialogue mit Luis de Guindos, 16. Dezember 2020

Rund 200 Studierende der Universität zu Köln nahmen an der Veranstaltung mit Vizepräsident de Guindos teil. Themen waren die Antwort der EZB auf die Corona-Krise, die Wirtschaftsaussichten des Euroraums, der Klimawandel und die Arbeit der Zentralbanken. Das Online-Event wurde gemeinsam mit der Universität zu Köln veranstaltet.

Video der Veranstaltung

Hier einige Ausschnitte der Diskussion mit Fragen ...

... zur Zeit nach der Corona-Pandemie

Eine Krise wie die aktuelle Pandemie gab es noch nie, ihre Ursache ist ebenfalls beispiellos. Neu ist für uns auch, wie schnell das BIP weltweit zurückgegangen ist. Unsere Maßnahmen haben dazu beigetragen, die Auswirkungen der Krise abzumildern. Es dürfte etwa zwei Jahre dauern, bis sich die BIP-Werte wieder vollständig erholt haben.

... zu den während der Pandemie ergriffenen Wirtschaftsmaßnahmen

Wir müssen unsere Maßnahmen gut austarieren, damit wir nicht Zombiefirmen künstlich am Leben erhalten, sondern Firmen unterstützen, die an sich solide sind, aber unter der Pandemie leiden.

... zu Klimawandel und der EZB

Der Klimawandel gehört zu den Aufgaben aller Zentralbanken, weil er die Finanzstabilität, die wirtschaftlichen Aussichten, die Inflation und das Wachstum beeinflusst.

... zur Strategieüberprüfung der EZB

Bei Geldpolitik geht es um Evolution, nicht Revolution. Die Definition der EZB von Preisstabilität kann geändert werden. Weitaus wichtiger sind meiner Ansicht nach aber die Instrumente, die wir einsetzen, um für stabile Preise zu sorgen.

... zur Vervollständigung der Bankenunion

Meiner Meinung nach könnte die Bankenunion entscheidend sein, um bestimmte europäische Themen anzugehen, wie zum Beispiel die geringe Rentabilität unserer Banken.

Frühere Veranstaltungen

Fragerunde mit Christine Lagarde beim Europäischen Jugend-Event, 27. Mai 2020

Bei dieser Onlineveranstaltung wollten junge Menschen in Europa von Präsidentin Lagarde wissen, wie die EZB auf die Corona-Pandemie reagiert. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Europäischen Parlament als Teil des Europäischen Jugend-Events 2020 organisiert.

Die Fragen der Teilnehmenden drehten sich um ihre Sorgen über ihre berufliche Zukunft, um die Zukunft Europas, die Digitalisierung und den Klimawandel. Wir haben die Höhepunkte der Diskussion für euch zusammengefasst.

Die Überlegungen von Präsidentin Lagarde ...

... zu den Folgen der Corona-Pandemie für die Wirtschaft

Viren scheren sich nicht um Landesgrenzen, wir sind also alle betroffen. Die Pandemie wird sich jedoch in jedem Land anders auswirken. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle, beispielsweise die Situation des Landes vor der Pandemie und wie seine Wirtschaft aufgestellt ist. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass wir alle möglichst unbeschadet aus der Krise hervorgehen.

... dazu, dass Länder sich weiter verschulden

Entscheidend ist, in was investiert wird. Wir sollten unsere Volkswirtschaften umgestalten, damit sie effizienter und produktiver werden und besser auf die Bedürfnisse der Menschen reagieren können. Außerdem sollten wir anregen, dass die aufgenommenen Mittel investiert werden, um den Klimawandel zu bekämpfen und nachhaltiges Wachstum zu fördern.

... zur Zusammenarbeit der europäischen Institutionen

In der EU stehen wir in dieser Krisensituation in ständigem Kontakt, um bewährte Verfahren zu vergleichen und geschlossen auf die Pandemie zu reagieren. Gemeinsames Handeln ist gefragt. Mit den richtigen Maßnahmen kann es uns gelingen, die Krise gemeinsam zu bewältigen.

... zum Klimawandel

Im Kampf gegen den Klimawandel müssen wir gemeinsam vorgehen. Im Alleingang können wir wenig bewirken. Im Network for Greening the Financial System (NGFS) arbeitet die EZB mit fast 50 nationalen Zentralbanken und Aufsichtsbehörden zusammen. Ziel des NGFS ist, nach Möglichkeiten zu suchen, wie man der gewaltigen Herausforderung des Klimawandels begegnen kann.

... zur Zukunft junger Menschen

Die jungen Menschen in Europa müssen sich auf Veränderungen einstellen. Wir alle bilden uns im Laufe der Zeit fort, erwerben neue Fähigkeiten und lernen den Umgang mit neuen Tools. Wir entwickeln uns weiter und wappnen uns für Neues.

Video der Veranstaltung

Fotos

Gewinnerinnen und Gewinner des Generation €uro Schülerwettbewerbs zu Gast bei EZB-Präsident Draghi, Mai 2019, Frankfurt am Main

Mehr als 5 000 Schülerinnen und Schüler aus zehn Ländern des Euroraums nahmen am achten Generation €uro Schülerwettbewerb teil. Bei diesem Wettbewerb geht es darum, dass Teams aus Schulen im Euroraum Lösungsvorschläge für geldpolitische Fragen in Europa ausarbeiten. Am 8. Mai 2019 lud die EZB die erfolgreichen Teams zu sich nach Frankfurt am Main ein. Vor Ort konnten sie mehr über die Arbeit einer Zentralbank erfahren und sich bei einer Fragerunde mit Präsident Draghi austauschen.

Hier einige Antworten von Mario Draghi auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Zur Frage ...

... wie junge Menschen die Zukunft Europas mitgestalten können

Europa funktioniert, wenn wir zusammenarbeiten, und dafür brauchen wir euch. Wir wollen hören, was ihr zu sagen habt. Es ist uns wichtig, dass ihr euch in Diskussionen einbringt und für eure Überzeugungen eintretet, beispielsweise indem ihr zur Europawahl geht. Mit eurer Stimme könnt ihr Europas Zukunft mitgestalten.

... wie Zentralbanken mit der Öffentlichkeit kommunizieren

Heutzutage bemühen sich Zentralbanken unablässig um Transparenz und darum, der Bevölkerung ihre Arbeit zu erklären. Mit Pressekonferenzen, Pressemitteilungen, Reden und unseren Diskussionsveranstaltungen für junge Menschen versorgen wir Interessierte kontinuierlich mit Informationen.

... der Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion

Unsere Währungsunion ist noch nicht abgeschlossen, und sie kann weiter verbessert werden. Eine gemeinsame Währung macht eine tiefere Integration der Europäischen Union erforderlich.

... der Kryptowährungen

Kryptowährungen sind keine Währungen, sondern äußerst risikoreiche Vermögenswerte. Ein Euro ist auch morgen noch einen Euro wert. Hinter dem Euro steht die EZB, doch wer steht hinter Kryptowährungen?

... der Unterstützung für den Euro

75 % der Menschen im Euroraum – und somit so viele wie nie zuvor – unterstützen den Euro. Forschungsergebnissen der Banque de France zufolge sind die Menschen jedoch der Auffassung, dass andere Länder mehr vom Euro profitiert haben als ihr eigenes Land. Grund dafür ist vermutlich die beispiellose Krise, die wir erlebt haben. Wir hoffen, dass mit dem Verblassen der Erinnerung an die Krise auch dieses ungute Gefühl nachlässt.

... was ihm aus seiner Amtszeit als EZB-Präsident am stärksten in Erinnerung bleiben wird

Im Jahr 2012 dachten viele, die Stunden des Euro seien gezählt. Dann fand ein Treffen des Europäischen Rates statt, bei dem die Bankenunion ins Leben gerufen wurde. Die Märkte waren damals so entmutigt, dass sie die Bedeutung dieses Treffens unterschätzten. Die Entscheidung für die Bankenunion stellte eine große Veränderung dar und führte zu wichtigen Ergebnissen. Außerdem stellte sie das politische Bekenntnis unserer Staats- und Regierungschefs zum Euro unter Beweis.

Unter folgendem Link findet ihr das Video zur Fragerunde mit EZB-Präsident Draghi und den erfolgreichen Teams des Generation €uro Schülerwettbewerbs.

Video der Preisverleihung des Generation €uro Schülerwettbewerbs

Fotos der Veranstaltung

Youth Dialogue mit Benoît Cœuré, März 2019, Mailand

Der sechste ECB Youth Dialogue fand in Zusammenarbeit mit der Università Bocconi und Debating Europe statt. Debating Europe ist eine Onlineplattform, auf der sich junge Menschen mit führenden Köpfen Europas über aktuelle Themen austauschen können. EZB-Direktoriumsmitglied Benoît Cœuré sprach am 13. März 2019 mit Studierenden über die heutigen Herausforderungen junger Menschen in Europa. Im Vorfeld der Veranstaltung hatten wir euch gebeten, uns eure Fragen an Benoît Cœuré über Twitter oder über die Kommentarfunktion von Debating Europe zu übermitteln. Einige dieser Fragen wurden bei der Live-Debatte aufgegriffen.

Unter anderem wurden folgende Themen diskutiert:

Der Stellenwert von Bildung

In Europa müssen mehr öffentliche Gelder in Bildung investiert werden. Junge Menschen sollten eine Ausbildung erhalten, die es ihnen ermöglicht, im Wettbewerb auf dem globalen digitalen Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein.

Innovation und Digitalisierung

Wir müssen die Innovationsfähigkeit Europas stärken. Die Digitalisierung führender Branchen sollte durch öffentliche und private Investitionen unterstützt werden. Die Kapitalmarktunion kann eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, dass Kapital dort ankommt, wo es am dringendsten benötigt wird.

Die Rolle der Jugend in Europa

Ihr werdet den Kurs bestimmen, der darüber entscheidet, wie es mit Europa weitergeht.

Die italienische Wirtschaft

Die Wirtschaftslage Italiens stellt keine Bedrohung für den Euroraum dar. Die größte Herausforderung für Italien besteht darin, seine Produktivität längerfristig zu steigern.

Die Gleichstellung der Geschlechter

Die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern begrenzt die Wachstumsmöglichkeiten. Wenn mehr Frauen arbeiten und den gleichen Lohn wie Männer erhalten, würde das den Lebensstandard in Europa steigern.

Bargeld im digitalen Zeitalter

Bargeld ist für das Vertrauen in eine Währung besonders wichtig, und Zahlungsmittel müssen sich am gesellschaftlichen Bedarf ausrichten. Wir beschäftigen uns mit digitalen Währungen, im Euroraum gibt es aber nach wie vor eine starke Nachfrage nach Bargeld.

Video zum Meinungsaustausch zwischen Benoît Cœuré und Studierenden der Università Bocconi zu diesen und anderen Themen.

Youth Dialogue mit Mario Draghi: #AskDraghi, Januar 2018

Der dritte ECB Youth Dialogue fand in Zusammenarbeit mit Debating Europe statt. Debating Europe ist eine Onlineplattform, auf der sich junge Menschen mit führenden Köpfen Europas über aktuelle Themen austauschen können.

Zwischen dem 17. und 23. Januar 2018 konntet ihr uns Fragen an Präsident Draghi über Twitter oder Facebook übermitteln, und zwar zu folgenden Themen:

  • die wirtschaftliche Erholung und Jugendarbeitslosigkeit in Europa
  • Kryptowährungen und Blockchain
  • die Möglichkeit einer erneuten Weltwirtschaftskrise

Seht euch Präsident Draghis Antworten auf einige eurer Fragen an und verfolgt die Diskussion in den Social-Media-Kanälen der EZB!

Die wirtschaftliche Erholung und Jugendarbeitslosigkeit in Europa

Die europäische Wirtschaft befindet sich seit einigen Jahren im Aufschwung, und die Beschäftigtenzahlen haben einen Rekordstand erreicht. Doch es bedarf weiterer Verbesserungen, damit auch wirklich alle von dieser Entwicklung profitieren.

Wann wird sich Europa vollständig von der Rezession erholt haben?

Angenommen, aufgrund von künstlicher Intelligenz und Robotern kommt es zu einer enormen (Jugend-)Arbeitslosigkeit. Was wird die EZB dann tun?

Blockchain und Kryptowährungen

Bei Blockchain handelt es sich um eine innovative Technologie, die Effizienzsteigerungen ermöglichen könnte. Wir prüfen derzeit, ob wir sie künftig im Zentralbankbereich einsetzen könnten. Im Hinblick auf die Vertrauenswürdigkeit von Bitcoin rät Präsident Draghi zur Vorsicht, da hinter Bitcoin weder eine Zentralbank noch ein Staat steht. Außerdem fällt die Regulierung von Bitcoin nicht in den Aufgabenbereich der EZB.

Wie können wir die Blockchain-Technologie zur Förderung der Wirtschaft nutzen?

Würden Sie als junger Student in Bitcoin investieren, um sich finanziell abzusichern?

Weltwirtschaftskrise

Die letzte Krise war schwerwiegend, doch das Schlimmste liegt hinter uns. Bei Ausbruch der Krise hatten europäische Länder mit einigen großen Schwachstellen zu kämpfen und konnten daher nicht angemessen reagieren. Seitdem wurden in vielen Bereichen deutliche Fortschritte erzielt, sodass wir für die Zukunft besser gerüstet sind.

Sind die EU und die EZB Ihrer Meinung nach in der Lage, rechtzeitig ausreichende Reformen vorzunehmen, um für eine etwaige weitere große Wirtschaftskrise gewappnet zu sein?

Weitere Informationen

Ihr möchtet mehr über die Themen dieses ECB Youth Dialogue wissen? Dann seht euch die folgenden Seiten an.

Die Möglichkeit einer erneuten Weltwirtschaftskrise
Kryptowährungen und Blockchain
Die wirtschaftliche Erholung und Jugendarbeitslosigkeit in Europa
Youth Dialogue mit Mario Draghi, September 2017, Dublin
ECB Youth Dialogue 2017, Dublin

Am 22. September 2017 traf Präsident Draghi junge Europäerinnen und Europäer am Trinity College Dublin.

Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der irischen Zentralbank und dem Trinity College Dublin organisiert.

Wird Blockchain in der Zukunft eine Rolle spielen? Bereitet die Möglichkeit von Immobilienpreisblasen dem EZB-Rat zunehmend Sorgen? Inwieweit werden Forward Guidance und eine klare Kommunikation als Schlüsselkomponenten für moderne Zentralbanken angesehen?

Video zum Meinungsaustausch zwischen Mario Draghi und Studierenden der Wirtschaftswissenschaften des Trinity College Dublin zu diesen und anderen Themen:

Youth Dialogue mit Mario Draghi, Juni 2017, Lissabon (Portugal)
Jugend, Innovation und Produktivität in Europa, 2017, Lissabon

Präsident Mario Draghi war Gastgeber des ersten ECB Youth Dialogue in Lissabon. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Banco de Portugal und der Lisbon School of Economics and Management (Instituto Superior de Economia e Gestão – ISEG) ausgerichtet.

Video zur Diskussion über die Bedeutung von Innovation und Produktivität für junge Menschen: