ECB Youth Dialogue

Wir wissen, dass die Entscheidungen, die wir treffen, Auswirkungen auf dein Leben haben können. Deshalb wollen wir dafür sorgen, dass du nicht nur von uns und unserer Arbeit hörst, sondern auch die Gelegenheit bekommst, direkt mit uns zu sprechen.

Der ECB Youth Dialogue bietet das optimale Forum hierfür. Bei Veranstaltungen in ganz Europa – und auch online – kannst du direkt mit den Entscheidungsträgern der EZB in Kontakt treten, Fragen stellen und deine Meinung teilen.

Youth Dialogue zu Bankenaufsichtsthemen

Gewinnerinnen und Gewinner des Generation €uro Schülerwettbewerbs stellen Präsident Draghi ihre Fragen

Mehr als 5 000 Schülerinnen und Schüler aus zehn Ländern des Euroraums nahmen an der achten Ausgabe des Generation €uro Schülerwettbewerbs teil, bei dem Schülerteams aus Schulen im Euroraum dazu aufgefordert sind, Lösungsvorschläge für geldpolitische Fragen in Europa zu erarbeiten. Die EZB lud erfolgreiche Teams am 8. Mai 2019 nach Frankfurt am Main ein, wo sie mehr über die Arbeit einer Zentralbank erfahren und Präsident Draghi zu einer Frage-Antwort-Runde treffen konnten.

Hier einige Antworten von Mario Draghi auf Fragen der Schülerinnen und Schüler!

Zur Frage ...

... wie junge Menschen die Zukunft Europas gestalten können

Europa funktioniert, wenn wir zusammenarbeiten, und dafür brauchen wir euch. Wir wollen hören, was ihr zu sagen habt. Es ist uns wichtig, dass ihr euch in Debatten einbringt und für eure Überzeugungen eintretet, beispielsweise indem ihr an der Europawahl teilnehmt. Eure Stimme kann die Zukunft Europas mitgestalten.

... der Kommunikation der Zentralbanken mit der Öffentlichkeit

Zentralbanken bemühen sich heute unablässig um Transparenz und darum, der Öffentlichkeit ihre Arbeit zu erklären. Mit unseren Pressekonferenzen, Pressemitteilungen, Reden und den Youth Dialogues sorgen wir für einen kontinuierlichen Informationsfluss.

... der Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion

Unsere Währungsunion hat noch keinen optimalen Zustand erreicht, und sie ist nicht abgeschlossen. Die gemeinsame Währung macht eine tiefere Integration der Europäischen Union erforderlich.

... der Kryptowährungen

Kryptowährungen sind keine Währungen, sondern äußerst riskante Vermögenswerte. Ein Euro ist auch morgen noch einen Euro wert. Hinter dem Euro steht die EZB, doch wer steht hinter Kryptowährungen?

... der Unterstützung für den Euro

75 % der Bürgerinnen und Bürger des Euroraums unterstützen den Euro, das ist ein historischer Höchststand. Forschungsergebnissen der Banque de France zufolge sind die Menschen jedoch der Auffassung, dass andere Länder mehr vom Euro profitiert haben als das eigene. Dies ist vermutlich auf die beispiellose Krise zurückzuführen, die wir erlebt haben. Wir hoffen, dass mit dem Verblassen der Erinnerung an die Krise auch dieses Unbehagen nachlassen wird.

... was ihm aus seiner Amtszeit als EZB-Präsident am stärksten in Erinnerung bleiben wird

Im Jahr 2012 waren viele Menschen der Meinung, dass der Euro am Ende sei. Dann folgte eine Sitzung des Europäischen Rates, auf der die Bankenunion ins Leben gerufen wurde. Die Märkte waren damals so entmutigt, dass sie die Bedeutung verkannten. Diese Entwicklung war ein wichtiger Schritt und führte zu entscheidenden Ergebnissen. Außerdem stellte die Ratssitzung das politische Bekenntnis unserer Staats- und Regierungschefs zum Euro unter Beweis.

Unter folgendem Link findet ihr das Video zur Frage-Antwort-Runde mit Präsident Draghi und den erfolgreichen Teams des Generation €uro Schülerwettbewerbs.

Video zur Frage-Antwort-Runde mit Präsident Draghi

Fotos von der Veranstaltung

Falls du Interesse an zukünftigen Initiativen der EZB im Bereich Bildung und für junge Menschen hast, melde dich für unsere Mailingliste an.

Frühere Veranstaltungen

Youth Dialogue mit Benoît Cœuré, Mailand, Italien, März 2019

Der sechste ECB Youth Dialogue fand in Zusammenarbeit mit der Università Bocconi und Debating Europe statt – einer Onlineplattform, auf der sich junge Menschen mit den führenden Köpfen Europas über aktuelle Themen austauschen können. Benoît Cœuré, Mitglied im Direktorium der EZB, sprach am 13. März 2019 mit Studierenden über die Herausforderungen, mit denen junge Europäerinnen und Europäer heute konfrontiert sind. Im Vorfeld der Veranstaltung haben wir euch gebeten, über Twitter oder mit der Kommentarfunktion auf der Debating-Europe-Plattform Fragen an Benoît Cœuré einzureichen. Eine Auswahl dieser Fragen floss in die Live-Debatte ein.

Hier einige Auszüge aus der Diskussion:

... zum Thema Bedeutung der Bildung

Wir müssen in Europa mehr öffentliche Gelder in die Bildung investieren. Junge Studierende verdienen eine Ausbildung, die ihnen ein erfolgreiches Bestehen im Wettbewerb auf dem globalen digitalen Arbeitsmarkt ermöglicht.

... zum Thema Innovation und Digitalisierung

Wir müssen die Innovationsfähigkeit Europas stärken. Die Digitalisierung führender Branchen sollte durch öffentliche und private Investitionen unterstützt werden. Die Kapitalmarktunion kann eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, dass Kapital dort ankommt, wo es am dringendsten benötigt wird.

... zum Thema Rolle der Jugend in Europa

Ihr entscheidet, wie es in Europa künftig weitergehen soll.

... zum Thema Wirtschaft Italiens

Die Wirtschaftslage in Italien ist keine Bedrohung für den Euroraum. Die größte Herausforderung für Italien besteht darin, auf längere Sicht die Produktivität zu steigern.

... zum Thema Gleichstellung der Geschlechter

Die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern setzt dem Wachstum Grenzen. Wenn mehr Frauen arbeiten und den gleichen Lohn erhalten, dann würde das zu einem höheren Lebensstandard in Europa führen.

... zum Thema Bargeld im digitalen Zeitalter

Bargeld ist für das Vertrauen in eine Währung von wesentlicher Bedeutung. Zahlungsmittel müssen sich am gesellschaftlichen Bedarf ausrichten. Wir beschäftigen uns mit digitalen Währungen, im Euroraum gibt es aber nach wie vor eine starke Nachfrage nach Bargeld.

Sieh dir den Dialog zwischen Benoît Cœuré und Studierenden der Università Bocconi zu diesen und anderen Themen an.

Youth Dialogue mit Mario Draghi: #AskDraghi, Januar 2018

Der dritte ECB Youth Dialogue fand in Zusammenarbeit mit Debating Europe statt – einer Onlineplattform, auf der sich junge Menschen mit führenden europäischen Fachleuten und Politikerinnen und Politikern über aktuelle Themen austauschen können.

Zwischen dem 17. und dem 23. Januar 2018 konntet ihr uns über Twitter und Facebook eure Fragen an Präsident Draghi übermitteln. Die Fragen drehten sich um folgende Themen:

  • Die wirtschaftliche Erholung in Europa und Jugendarbeitslosigkeit
  • Kryptowährungen und Blockchain
  • Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Weltwirtschaftskrise

Seht euch Mario Draghis Antworten auf einige eurer Fragen an und werft einen Blick auf den Verlauf der Diskussion in den sozialen Medien.

Die wirtschaftliche Erholung in Europa und Jugendarbeitslosigkeit

Die europäische Wirtschaft befindet sich seit einigen Jahren im Aufschwung und die Beschäftigtenzahlen haben einen Rekordstand erreicht. Doch es bedarf noch weiterer Verbesserungen, damit auch wirklich alle von dieser Entwicklung profitieren.

Wann wird sich Europa vollständig von der Rezession erholt haben?

Angenommen, aufgrund von künstlicher Intelligenz und Robotern kommt es zu einer enormen (Jugend-)Arbeitslosigkeit. Was wird die EZB dann tun?

Blockchain und Kryptowährungen

Bei Blockchain handelt es sich um eine innovative Technologie, die Effizienzsteigerungen ermöglichen dürfte. Wir prüfen derzeit, ob wir sie im Zentralbankbereich künftig einsetzen könnten. Im Hinblick auf die Vertrauenswürdigkeit von Bitcoin rät Mario Draghi zur Vorsicht, da hinter Bitcoin weder eine Zentralbank noch ein Staat stehen. Außerdem merkt er an, dass es nicht Aufgabe der EZB ist, Bitcoin zu regulieren.

Wie können wir die Blockchain-Technologie nutzen, um die Wirtschaft zu fördern?

Wenn Sie, wie ich, Student wären: Würden Sie in Bitcoins investieren und diese als finanzielle Absicherung halten?

Weltwirtschaftskrise

Die letzte Krise war äußerst schwer, doch das Schlimmste liegt hinter uns. Bei Ausbruch der Krise hatten europäische Länder mit einigen großen Schwachstellen zu kämpfen und konnten daher nicht angemessen reagieren. Seitdem wurden in vielen Bereichen deutliche Fortschritte erzielt, sodass wir für die Zukunft besser gerüstet sind.

Sind die EU und die EZB Ihrer Meinung nach in der Lage, ausreichende Reformen vorzunehmen, um künftig gegebenenfalls eine weitere große Wirtschaftskrise abwenden zu können?

Weitere Informationen

Du möchtest mehr über die Themen dieses ECB Youth Dialogue wissen? Dann sieh dir die folgenden Seiten an.

Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Weltwirtschaftskrise
Kryptowährungen und Blockchain
Die wirtschaftliche Erholung in Europa und Jugendarbeitslosigkeit
Youth Dialogue mit Mario Draghi, Dublin, Irland, September 2017
ECB Youth Dialogue, Dublin 2017

Am 22. September 2017 traf Präsident Mario Draghi Studierende aus ganz Europa zum Gespräch am Trinity College Dublin.

Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der irischen Zentralbank und dem Trinity College Dublin organisiert.

Wird Blockchain in Zukunft eine Rolle spielen? Bereitet die Möglichkeit einer Immobilienpreisblase dem EZB-Rat zunehmend Sorgen? Inwieweit werden Forward Guidance und eine klare Kommunikation als Schlüsselkomponenten für moderne Zentralbanken angesehen?

Sieh dir den Austausch zwischen Mario Draghi und Studierenden der Wirtschaftswissenschaften zu diesen und anderen Themen an.

Youth Dialogue mit Mario Draghi, Lissabon, Portugal, Juni 2017
Jugend, Innovation und Produktivität in Europa, Lissabon 2017

In Lissabon war Präsident Draghi Gastgeber des ersten ECB Youth Dialogue. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der portugiesischen Notenbank und der Lisbon School of Economics and Management (Instituto Superior de Economia e Gestão – ISEG) organisiert.

Sieh dir das Video der Veranstaltung an und finde heraus, welche Bedeutung Innovation und Produktivität für junge Menschen haben.