Standort

Grundstückssuche

Lageplan

Lageplan

© Europäische Zentralbank

1998 begann die Europäische Zentralbank (EZB) mit der Suche nach einem geeigneten Grundstück für die Errichtung ihres neuen Verwaltungsgebäudes in Frankfurt am Main. Insgesamt wurden 35 Areale auf ihre Eignung hin geprüft, darunter auch das Gelände der Großmarkthalle im Ostend.

Machbarkeitsstudie

Eine Machbarkeitsstudie, die 1999 zusammen mit dem Frankfurter Architekturbüro Jourdan & Müller durchgeführt wurde, kam zu dem Ergebnis, dass das Areal der Großmarkthalle für den Neubau der EZB gut geeignet sei und die Halle selbst sinnvoll eingebunden und genutzt werden könne. Im Frühjahr 2002 unterzeichneten daraufhin die Stadt Frankfurt am Main und die EZB den Kaufvertrag.

Die „Gemieskirch“

Großmarkthalle, 2002

Großmarkthalle, 2002

© EZB/KingAir Luftfoto

In der Großmarkthalle – der „Gemieskirch“ (Gemüsekirche) – kauften bis Juni 2004 gewerbliche Wiederverkäufer und Großverbraucher Obst und Gemüse ein. Mit den Waren des Großmarkts wurde der Großraum Frankfurt in einem Umkreis von 200 Kilometern versorgt. Heute befindet sich der Großmarkt im Frischezentrum, einem Neubau im Stadtteil Kalbach.

Postindustrieller Charme

Das Areal zwischen dem Osthafen und der Innenstadt war aufgrund der funktionalen Anforderungen des Großmarktes infrastrukturell gut angebunden. Durch die vielen zugehörigen Anlieferungs- und Lagerhallen, die Kaianlagen und die Gleisstränge war der Standort industriell geprägt, befindet sich aber seit der Verlagerung des Großmarktes im Wandel von Industrie zu Dienstleistung. Dies gilt seit den 1990er Jahren auch für den umliegenden Stadtteil. So wurde der westlich der Großmarkthalle liegende Straßenzug (Oskar-von-Miller-Straße) mit Wohn- und Bürogebäuden vollständig neu entwickelt. Der Umzug der EZB auf das Großmarkthallengelände stellt eines der wichtigen Module der Stadtentwicklung im Ostend dar.