Die Euro-Banknoten der Europa-Serie

Die Banknoten der Europa-Serie werden schrittweise über mehrere Jahre eingeführt. Die ersten vier Stückelungen der neuen Serie – die 5‑€-, 10‑€-, 20‑€- und 50‑€-Banknoten – wurden in dieser Reihenfolge erstmals 2013, 2014, 2015 bzw. 2017 ausgegeben. Die 100‑€- und 200‑€-Banknoten wurden der Öffentlichkeit am 17. September 2018 vorgestellt und werden am 28. Mai 2019 in Umlauf gebracht. Dann ist die Europa-Serie vollständig.

Auf Beschluss der EZB umfasst die zweite Euro-Serie keinen 500-€-Schein mehr, die 500‑€-Banknoten der ersten Euro-Serie bleiben jedoch gesetzliches Zahlungsmittel.

Europa

Die zweite Serie wird auch „Europa-Serie“ genannt, weil zwei der Sicherheitsmerkmale der neuen Banknoten ein Porträt der Europa enthalten. Diese Gestalt aus der griechischen Mythologie wurde wegen ihrer offensichtlichen Verbindung zum europäischen Kontinent ausgewählt. Zudem verleiht sie den Geldscheinen eine menschliche Note. Das Abbild der Europa stammt von einer Vase, die im Pariser Louvre ausgestellt ist.

Warum neue Banknoten?

Die EZB und die nationalen Zentralbanken (NZBen) des Eurosystems sind für die Integrität der Euro-Banknoten verantwortlich. Deshalb haben sie eine zweite Serie von Euro-Banknoten mit verbesserten Sicherheits­merkmalen entwickelt. Dadurch wird die Sicherheit der Banknoten erhöht und das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Euro gestärkt.

Fälschern stets einen Schritt voraus

Die neuen Euro-Banknoten profitieren von den Fortschritten in der Banknoten-Technologie. Ihre neuen Sicherheitsmerkmale bieten einen besseren Schutz vor Fälschungen.

Die Strategie des Eurosystems im Bereich Forschung und Entwicklung, die auf den „Selbstschutz“ der Euro-Banknoten abzielt, erschwert Fälschern das Handwerk. Banken und Personen, die mit Bargeld arbeiten, sowie die Öffentlichkeit müssen in der Lage sein, gefälschte Geldscheine zu erkennen. Auf diese Weise unterstützen sie das Eurosystem bei der Falschgeldbekämpfung.

Robuste und langlebige Banknoten

Die neuen Euro-Banknoten sind länger haltbar als die Geldscheine der ersten Serie und müssen folglich seltener ersetzt werden. Dies senkt die Kosten und schont die Umwelt. Besonders bei den 5‑€- und 10‑€-Scheinen macht sich diese Verbesserung bemerkbar, da sie durch mehr Hände gehen als die anderen Stückelungen.

Parallelumlauf von alten und neuen Banknoten

Die Euro-Banknoten der ersten Serie werden noch so lange parallel zu den Geldscheinen der Europa-Serie ausgegeben, bis die Altbestände abgebaut sind. Dann werden sie nach und nach aus dem Verkehr gezogen. Es wird frühzeitig bekannt gegeben, ab welchem Zeitpunkt die Banknoten der ersten Serie ihre Funktion als gesetzliches Zahlungsmittel verlieren. Sie werden ihren Wert jedoch dauerhaft behalten und können unbefristet bei den nationalen Zentralbanken des Eurosystems umgetauscht werden.

Vorbereitung auf neue Banknoten

Die EZB stellt den relevanten Sektoren die neuen Banknoten lange vor deren Einführung zur Verfügung und arbeitet im Partnerprogramm des Eurosystems eng mit allen Akteuren zusammen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Letztlich obliegt es jedoch der Verantwortung der Eigentümer und Hersteller der Geräte zur Prüfung und Bearbeitung von Banknoten, ihre Maschinen an die neuen Geldscheine anzupassen.