Die Euro-Banknoten der Europa-Serie

Die Euro-Banknoten der Europa-Serie werden seit mehreren Jahren schrittweise in aufsteigender Reihenfolge eingeführt. Die ersten vier Stückelungen der neuen Serie – die 5-€-, 10-€-, 20-€- und 50-€-Banknoten – wurden nacheinander erstmals 2013, 2014, 2015 und 2017 ausgegeben. Der neue 50-€-Schein wurde am 4. April 2017 in Umlauf gebracht.

Warum gibt es neue Banknoten?

Die EZB und die nationalen Zentralbanken (NZBen) des Eurosystems sind für die Integrität der Euro-Banknoten verantwortlich. Deshalb haben sie eine zweite Serie von Euro-Banknoten mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen entwickelt. Diese Merkmale tragen dazu bei, die Banknoten noch sicherer zu machen und das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Euro zu wahren.

Die neuen Banknoten werden „Europa-Serie“ genannt, da zwei ihrer Sicherheitsmerkmale ein Porträt der Europa – einer Gestalt aus der griechischen Mythologie und Namensgeberin unseres Kontinents – enthalten.

Banknotenfälschern stets einen Schritt voraus

Bei den neuen Euro-Banknoten wurden Fortschritte berücksichtigt, die im Bereich Banknoten-Technologie gemacht wurden. Die neuen Sicherheitsmerkmale bieten einen besseren Fälschungsschutz und machen die Banknoten noch sicherer.

Die Strategie des Eurosystems im Bereich Forschung und Entwicklung zielt auf den „Selbstschutz“ der Euro-Banknoten ab; dadurch soll den Fälschern die Arbeit erschwert werden. Kreditinstitute, Personen, die mit Bargeld arbeiten, und die Öffentlichkeit müssen in der Lage sein, gefälschte Geldscheine zu erkennen. Auf diese Weise unterstützen sie die Falschgeldbekämpfungsstrategie des Eurosystems.

Höhere Widerstandskraft und längere Haltbarkeit

Die neuen Euro-Geldscheine sind widerstandsfähiger als die der ersten Serie, weshalb sie länger im Umlauf bleiben können als ihre Vorgänger. Dies ist vor allem für die 5-€-Banknote wichtig, da diese Stückelung besonders starker Abnutzung ausgesetzt ist. Die erhöhte Lebensdauer der neuen Banknoten wird auch dazu führen, dass sich ihre Auswirkungen auf die Umwelt verringern.

Intensive Forschung und Entwicklung

Banknoten sind hochkomplexe Produkte, deren Produktion jahrelange Forschung und Entwicklung vorausgeht.

Stückelungen

Die EZB hat beschlossen, die Herstellung der 500-€-Banknote dauerhaft einzustellen und sie nicht mehr in die Europa-Serie aufzunehmen. Die übrigen Stückelungen bleiben unverändert: 5 €, 10 €, 20 €, 50 €, 100 € und 200 €.

Pressemitteilung

Weiterentwicklung des Designs

Bei der zweiten Euro-Banknotenserie handelt es sich um eine Weiterentwicklung der ersten Serie. Beibehalten wurden das Leitmotiv „Zeitalter und Stile“ sowie die Hauptfarben. Es waren jedoch geringfügige Abänderungen nötig, um die verbesserten Sicherheitsmerkmale zu integrieren. Daher können die Banknoten beider Serien auch leicht auseinandergehalten werden.

Haltbarkeit

Der 5-€- und der 10-€-Schein wurden als die ersten beiden Stückelungen der Europa-Serie in Umlauf gegeben. Da diese Scheine oft als Wechselgeld verwendet werden und im Zuge dessen durch viele Hände gehen, sind sie mit einer dünnen Schutzschicht versehen, um ihre Haltbarkeit zu erhöhen. Sie müssen folglich seltener ersetzt werden, wodurch sich die Kosten und die Umweltauswirkungen verringern. Bei den übrigen Stückelungen der Europa-Serie (einschließlich des neuen 50-€-Scheins) ist die Schutzschicht aufgrund der geringeren Nutzungsintensität der Geldscheine nicht erforderlich.

Parallelumlauf von alten und neuen Banknoten

Die Geldscheine der ersten Euro-Serie werden parallel zu den Banknoten der Europa-Serie umlaufen, bis die noch vorhandenen Bestände abgebaut worden sind. Dann werden die Scheine der ersten Serie nach und nach aus dem Verkehr gezogen.

Banknoten der ersten Serie verlieren ihren Wert nicht

Der Zeitpunkt, ab dem die Banknoten der ersten Serie nicht mehr gesetzliches Zahlungsmittel sein werden, wird frühzeitig bekannt gegeben. Allerdings werden sie ihren Wert auf Dauer behalten: Sie können unbefristet bei den nationalen Zentralbanken des Eurosystems umgetauscht werden.

Vorbereitung auf neue Banknoten

Die EZB stellt der Wirtschaft die neuen Banknoten lange vor ihrer Einführung zur Verfügung und arbeitet im Rahmen des Partnerprogramms verstärkt mit allen relevanten Akteuren zusammen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Letztlich sind jedoch die Hersteller und Anbieter von Geräten zur Prüfung und Bearbeitung von Banknoten für deren Anpassung an die neuen Geldscheine verantwortlich.