Benutzerhandbuch für den konsolidierten Wochenausweis des Eurosystems

Stand: 19. September 2017

Der konsolidierte Wochenausweis (das „Weekly Financial Statement“ – WFS) informiert die Öffentlichkeit über die geldpolitischen Geschäfte, Fremdwährungsgeschäfte und die Investitionstätigkeit des Eurosystems.

Rechtliche Grundlage für die Berichterstattung

Artikel 15 der Satzung des Europäischen Systems der Zentralbanken und der Europäischen Zentralbank (nachfolgend „ESZB-Satzung“) sieht vor, dass das Eurosystem wöchentlich einen Ausweis veröffentlicht. Das WFS bildet die vom Eurosystem gegenüber Dritten gehaltenen Aktiva und Passiva ab, wie sie sich aus den Büchern der nationalen Zentralbanken (NZBen) und der Europäischen Zentralbank (EZB) ergeben. Zwischen NZBen des Eurosystems bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten (Intra-Eurosystem-Forderungen und -Verbindlichkeiten, zum Beispiel die TARGET2-Salden) gleichen einander aus und werden deswegen nicht ausgewiesen.

Format und Inhalt des WFS sind in der Leitlinie der EZB über die Rechnungslegungsgrundsätze und das Berichtswesen im Europäischen System der Zentralbanken (EZB/2016/34) dargelegt.

Zeitpunkt der Veröffentlichung

Im Allgemeinen wird das WFS dienstags um 15:00 Uhr MEZ veröffentlicht und bezieht sich auf den vorangegangenen Freitag. Von dieser Regel gibt es einige Ausnahmen, etwa das erste auf ein Quartalsende folgende WFS oder wenn das TARGET2-System während der Vorbereitungsphase des WFS geschlossen ist. Die Erläuterungen liefern Informationen zu Veränderungen der wichtigsten Bilanzpositionen und aggregierten Daten sowie gegebenenfalls zu sonstigen Themen.

Das WFS liegt in allen Amtssprachen der EU vor, die ergänzenden Erläuterungen hingegen sind ausschließlich auf Englisch verfügbar.

Rechnungslegungsgrundsätze

Allgemeines

Die Leitlinie EZB/2016/34 enthält die Regeln für die Rechnungslegung und die Finanzberichterstattung des Eurosystems. Die Rechnungslegungsgrundsätze sind für alle Bilanzpositionen verpflichtend, die für die Geschäfte des Eurosystems wesentlich sind.

Bewertungsregeln für die Bilanz

Das WFS spiegelt die Bewertung der Aktiva und Passiva des Eurosystems gemäß der Leitlinie EZB/2016/34 wider.

Bewertung der Aktiva und Passiva

Gold, Devisen und Wertpapierbestände werden zu jedem Quartalsende zu aktuellen Marktkursen und -preisen neu bewertet. Ausgenommen hiervon sind Held-to-maturity-Wertpapiere, nicht marktfähige Wertpapiere und zu geldpolitischen Zwecken gehaltene Wertpapiere, die zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen werden. Zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesene Wertpapiere werden als gesonderter Bestand behandelt und einem Werthaltigkeitstest unterzogen.

Grundlage für die Neubewertung

Wertpapiere, Zinsswaps, Zinsfutures, Forward Rate Agreements und andere Zinskontrakte (mit Ausnahme von in Wertpapieren eingebetteten Optionen) werden einzeln neu bewertet. Die Neubewertung von Fremdwährungsbeständen (einschließlich Sonderziehungsrechten) erfolgt für jede Währung gesondert.

Neubewertung zum Quartalsende

Nach Quartalsende wird der Nettoeffekt der Neubewertung zum Quartalsende für jede Bilanzposition im WFS gesondert ausgewiesen. Während des Quartals werden alle vom Eurosystem durchgeführten Geschäfte zu Transaktionspreisen und -kursen ausgewiesen. Die Nutzer können daher die Entwicklung der Geschäfte des Eurosystems im Verlauf des Quartals auf Grundlage des Cashflows beobachten, während die Bilanzpositionen, die regelmäßig neu bewertet werden, zum Ende des Quartals mit ihrem Marktwert erfasst werden, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild zu vermitteln.

Grundsätze der Ergebnisermittlung

Nicht realisierte Gewinne aus der Neubewertung zum Quartalsende werden nicht als Ertrag, sondern direkt im Ausgleichsposten aus Neubewertung erfasst. Nicht realisierte Verluste werden in die Gewinn- und Verlustrechnung eingestellt, wenn sie zum Jahresende die im betreffenden Ausgleichsposten aus Neubewertung erfassten Neubewertungsgewinne aus Vorperioden übersteigen. Diese erfassten Verluste werden bei neuen unrealisierten Gewinnen in den Folgejahren nicht zurückgebucht. Nicht realisierte Verluste aus der Neubewertung einer Wertpapier-, Fremdwährungs- oder Goldposition werden nicht mit nicht realisierten Gewinnen aus anderen Wertpapier- oder Fremdwährungspositionen verrechnet. Diese Grundsätze vereinen Transparenz und eine Ergebnisermittlung nach dem Vorsichtsprinzip.

Zusammensetzung der Bilanzpositionen

Der Abschnitt zur Bilanzstruktur gibt einen Überblick über die Verweise auf die wesentlichen Bilanzpositionen im WFS. Details zur Zusammensetzung der einzelnen Bilanzpositionen finden sich in Anhang IV der Leitlinie EZB/2016/34.

Inhalt

Allgemeines

Dem WFS können alle Aktiva und Passiva der Zentralbanken des Eurosystems, einschließlich aller Zweigstellen der NZBen, gegenüber Dritten entnommen werden. Nicht ausgewiesen werden Aktiva und Passiva im Zusammenhang mit Investitionen in Tochtergesellschaften oder Unternehmen, an denen NZBen des Euroraums beteiligt sind. Zwischen NZBen des Eurosystems bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten (Intra-Eurosystem-Forderungen und -Verbindlichkeiten, zum Beispiel die TARGET2-Salden) gleichen einander aus und werden deswegen nicht ausgewiesen.

Bilanzstruktur

Das WFS unterscheidet gemäß europäischen und internationalen statistischen Standards zwischen Ansässigen im Euro-Währungsgebiet und Gebietsfremden. Des Weiteren wird zwischen Positionen in Fremdwährung und in Euro unterschieden. Außerdem werden Positionen gegenüber dem Finanzsektor (z. B. Passiva 3 Sonstige Verbindlichkeiten in Euro gegenüber Kreditinstituten im Euro-Währungsgebiet) gesondert von Positionen gegenüber öffentlichen Haushalten und anderen (z. B. Passiva 5 Verbindlichkeiten in Euro gegenüber sonstigen Ansässigen im Euro-Währungsgebiet) ausgewiesen.

Das WFS erfasst Salden zum Geschäftsschluss des Stichtags und Änderungen (aufgrund von Transaktionen bzw. Effekten der Neubewertung zum Quartalsende) im Vergleich zur Vorwoche. In der Bilanz werden alle Positionen in Millionen Euro angegeben, in den Erläuterungen hingegen in Milliarden Euro (außer Gold und Goldforderungen, die in Millionen Euro ausgewiesen werden).

Die meisten der im WFS enthaltenen Daten liegen zudem als lange Zeitreihen vor.

Erläuterungen des Wochenausweises

Die Erläuterungen beschreiben in erster Linie Änderungen infolge der Durchführung von geldpolitischen Operationen und Fremdwährungsgeschäften seit der vorhergehenden Woche. Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Verweise auf die wesentlichen Bilanzpositionen, die im WFS erörtert werden.

In der Position Gold und Goldforderungen (Aktiva 1) werden die Goldbestände (sowohl physisches als auch nicht physisch vorhandenes Gold) der Zentralbanken des Eurosystems mit ihrem Marktwert zum Ende des Vorquartals sowie der Wert der seit dem letzten Quartalsende abgewickelten Transaktionen (Veräußerungen und Erwerb) ausgewiesen. Die Position Gold und Goldforderungen ist nicht in der Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung enthalten, ist aber Teil der offiziellen Reserven des Eurosystems.

Die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung (Aktiva 2 und 3 abzüglich Passiva 7, 8 und 9)[1] umfasst alle Kunden- und Portfoliotransaktionen in Fremdwährung (einschließlich Sonderziehungsrechten – SZR), sowohl mit Ansässigen im Euroraum als auch mit Gebietsfremden, sowie liquiditätszuführende Geschäfte in Fremdwährung zugunsten Gebietsansässiger. Die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung enthält den Fremdwährungsanteil der offiziellen Reserven des Eurosystems, die in erster Linie für mögliche Interventionen am Devisenmarkt erforderlich sind.

  • In der Position Aktiva 2.1 Forderungen an den Internationalen Währungsfonds (IWF) werden die Forderungen der Mitgliedstaaten aus ihren Quotenanteilen am IWF, ihren SZR-Beständen und ihrer Beteiligung an IWF-Programmen ausgewiesen. Eine hiermit zusammenhängende Bilanzposition sind die Passiva 9 Ausgleichsposten für vom IWF zugeteilte Sonderziehungsrechte, die den Betrag der SZR abbilden, die den jeweiligen Mitgliedstaaten ursprünglich zugeteilt wurden.
  • In der Position Aktiva 2.2 Guthaben bei Banken, Wertpapieranlagen, Auslandskredite und sonstige Auslandsaktiva wird ein Großteil der offiziellen Fremdwährungsaktiva des Eurosystems ausgewiesen. Sie besteht in erster Linie aus Einlagen und Wertpapieranlagen bei Geschäftspartnern außerhalb des Euroraums. Fremdwährungsaktiva im Euro-Währungsgebiet werden unter Aktiva 3 Forderungen in Fremdwährung an Ansässige im Euro-Währungsgebiet erfasst.

Die Nettoforderungen des Eurosystems an Kreditinstitute (Aktiva 5 abzüglich Passiva 2.2, 2.3, 2.4, 2.5 und 4)[2] bilden die Inanspruchnahme der liquiditätszuführenden Geschäfte des Eurosystems durch die Geschäftspartner abzüglich liquiditätsabsorbierender Instrumente ab.

Die Position Forderungen in Euro aus geldpolitischen Operationen an Kreditinstitute im Euro-Währungsgebiet (Aktiva 5) ist in sechs Unterpositionen aufgegliedert und spiegelt die liquiditätszuführenden geldpolitischen Kreditgeschäfte des Eurosystems wider.

  • Die Position Aktiva 5.1 Hauptrefinanzierungsgeschäfte[3] bezieht sich auf regelmäßige liquiditätszuführende Offenmarktgeschäfte, die vom Eurosystem in Form befristeter Geschäfte durchgeführt werden. Hauptrefinanzierungsgeschäfte werden wöchentlich über Standardtender abgewickelt und haben in der Regel eine Laufzeit von einer Woche.
  • Die Position Aktiva 5.2 Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte[4] erfasst liquiditätszuführende befristete Transaktionen, die in monatlichem Abstand durchgeführt werden und in der Regel eine Laufzeit von drei Monaten haben.
  • Die Position Aktiva 5.3 Feinsteuerungsoperationen in Form von befristeten Transaktionen erfasst ad-hoc durchgeführte Geschäfte zur Steuerung der Marktliquidität und der Zinssätze, wodurch insbesondere die Auswirkungen unerwarteter Liquiditätsschwankungen am Markt auf die Zinssätze abgeschwächt werden sollen.
  • Die Position Aktiva 5.4 Strukturelle Operationen in Form von befristeten Transaktionen bezieht sich auf liquiditätszuführende befristete Offenmarktgeschäfte, die vom Eurosystem in erster Linie durchgeführt werden, um die strukturelle Liquiditätsposition des Finanzsektors gegenüber dem Eurosystem anzupassen.
  • Die Position Aktiva 5.5 Spitzenrefinanzierungsfazilität bezieht sich auf eine ständige Fazilität des Eurosystems, die von den Geschäftspartnern genutzt werden kann, um sich von einer NZB gegen notenbankfähige Sicherheiten und zu einem vorgegebenen Zinssatz Übernachtliquidität zu beschaffen.
  • Die Position Aktiva 5.6 Forderungen aus Margenausgleich ergibt sich gegebenenfalls aus Wertsteigerungen der zugrunde liegenden Sicherheiten im Zusammenhang mit sonstigen Forderungen an Geschäftspartner. In diesen Fällen können Zentralbanken überschüssige Guthaben an die Geschäftspartner zurückgeben.

Die Position Passiva 2.2 Einlagefazilität bezieht sich auf eine ständige Fazilität des Eurosystems, die von den Geschäftspartnern für täglich fällige Einlagen zu einem vorgegebenen Zinssatz genutzt werden kann. (Diese Unterposition ist in Verbindung mit der Unterposition Aktiva 5.5 Spitzenrefinanzierungsfazilität zu sehen. Letztere dient der Deckung kurzfristiger Liquiditätsengpässe, während die Einlagefazilität zur kurzfristigen Anlage von Überschussliquidität genutzt werden kann.)

Die Position Passiva 2.3 bezieht sich auf Termineinlagen. Die Hereinnahme von Termineinlagen ist eine geldpolitische Feinsteuerungsmaßnahme, mit der am letzten Tag einer Mindestreserve-Erfüllungsperiode Liquidität am Markt abgeschöpft oder Liquiditätsungleichgewichten entgegengewirkt wird.

Die Position Passiva 2.4 Feinsteuerungsoperationen in Form von befristeten Transaktionen erfasst Offenmarktgeschäfte, die vom Eurosystem in unregelmäßigen Abständen und in erster Linie zur Abschöpfung unerwarteter Liquiditätszuflüsse am Markt durchgeführt werden. Der Gegenposten auf der Aktivseite sind die Feinsteuerungsoperationen in Form von befristeten Transaktionen (Aktiva 5.3).

Die Position Passiva 2.5 Verbindlichkeiten aus Margenausgleich ergibt sich gegebenenfalls aus Werteinbußen von Vermögenswerten, die Geschäftspartner als Sicherheiten für Kredite gestellt haben. In diesem Fall kann das Eurosystem zusätzliche Guthaben (oder Sicherheiten) von den Geschäftspartnern verlangen. Der Gegenposten auf der Aktivseite sind die Forderungen aus Margenausgleich (Aktiva 5.6).

Das Basisgeld (Passiva 1, 2.1 und 2.2)[5] umfasst die folgenden Positionen:

  • Passiva 1 Banknotenumlauf: Nominalwert der von den Zentralbanken des Eurosystems in Umlauf gebrachten Euro-Banknoten.
  • Passiva 2.1 Einlagen auf Girokonten (einschließlich Mindestreserveguthaben): in erster Linie Einlagen auf Konten bei den jeweiligen NZBen im Zusammenhang mit der Erfüllung der Mindestreservepflicht durch Kreditinstitute. Das Mindestreservesystem des Eurosystems umfasst Bestimmungen über die Durchschnittserfüllung, d. h. Kreditinstitute müssen das Mindestreserve-Soll im Durchschnitt einer spezifischen Mindestreserve-Erfüllungsperiode erfüllen.
  • Passiva 2.2 Einlagefazilität (siehe oben).

In der Position Aktiva 7.1 Zu geldpolitischen Zwecken gehaltene Wertpapiere werden die Bestände des Eurosystems an Wertpapieren ausgewiesen, die im Rahmen der nachstehenden Programme zum Ankauf von Wertpapieren erworben wurden.

  • Das Programm zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen (Covered Bond Purchase Programme – CBPP) wurde im Juli 2009 eingeführt, und die Ankäufe im Rahmen dieses Programms wurden bis Juni 2010 vollständig umgesetzt.
  • Das zweite Programm zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen (CBPP2) wurde im Oktober 2011 angekündigt und lief wie geplant im Oktober 2012 aus.
  • Das Programm für die Wertpapiermärkte (Securities Markets Programme – SMP), das sich aus Beständen an öffentlichen Schuldverschreibungen zusammensetzte, wurde im Mai 2010 aufgelegt und im September 2012 eingestellt. Damit sich die Liquiditätsbedingungen nicht infolge des SMP verändern, wurde die hierüber bereitgestellte Liquidität bis Juni 2014 vom Eurosystem mithilfe wöchentlicher liquiditätsabsorbierender Geschäfte wieder abgeschöpft.
  • Darüber hinaus werden in der Position Aktiva 7.1 Wertpapierbestände ausgewiesen, die vom Eurosystem im Rahmen des erweiterten Programms zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme – APP) erworben wurden. Das APP umfasst das dritte Programm zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen (CBPP3), das Programm zum Ankauf von Asset-Backed Securities (Asset-Backed Securities Purchase Programme – ABSPP), das Programm zum Ankauf von Wertpapieren des öffentlichen Sektors (Public Sector Purchase Programme – PSPP) und das Programm zum Ankauf von Wertpapieren des Unternehmenssektors (Corporate Sector Purchase Programme – CSPP). Die Durchführung dieser Programme soll bis Ende Dezember 2017 und erforderlichenfalls darüber hinaus erfolgen, bis der EZB-Rat eine nachhaltige Korrektur der Inflationsentwicklung erkennt, die im Einklang steht mit seinem Ziel, mittelfristig Inflationsraten von unter, aber nahe 2 % zu erreichen.

Sämtliche Wertpapiere unter Aktiva 7.1 werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, unabhängig davon, aus welchem Grund sie gehalten werden. Einmal jährlich wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Im Abschnitt Sonstiges der Erläuterungen finden sich gegebenenfalls Informationen zu wesentlichen Änderungen von WFS-Bilanzpositionen, die nicht standardmäßig in den Erläuterungen enthalten sind.

Hier wurde beispielsweise eine Reklassifizierung zur Harmonisierung der Offenlegung von Notfall-Liquiditätshilfen (Emergency Liquidity Assistance – ELA) erläutert, die inländischen Kreditinstituten von NZBen des Eurosystems gewährt werden. Wenn diese Geschäfte in Form besicherter Kredite erfolgen, werden sie unter Sonstige Forderungen in Euro an Kreditinstitute im Euro-Währungsgebiet (Aktiva 6) ausgewiesen. Die Position umfasst auch Girokonten, Termineinlagen, Tagesgeld und Reverse-Repo-Geschäfte im Zusammenhang mit der Verwaltung der Wertpapierportfolios unter Aktiva 7.



[1] Aktiva 2 Forderungen in Fremdwährung an Ansässige außerhalb des Euro-Währungsgebiets und Aktiva 3 Forderungen in Fremdwährung an Ansässige im Euro-Währungsgebiet abzüglich Passiva 7 Verbindlichkeiten in Fremdwährung gegenüber Ansässigen im Euro-Währungsgebiet, Passiva 8 Verbindlichkeiten in Fremdwährung gegenüber Ansässigen außerhalb des Euro-Währungsgebiets und Passiva 9 Ausgleichsposten für vom IWF zugeteilte Sonderziehungsrechte.

[2] Aktiva 5 Forderungen in Euro aus geldpolitischen Operationen an Kreditinstitute im Euro-Währungsinstitut abzüglich Passiva 2.2 Einlagefazilität, 2.3 Termineinlagen, 2.4 Feinsteuerungsoperationen in Form von befristeten Transaktionen, 2.5 Verbindlichkeiten aus Margenausgleich und 4 Verbindlichkeiten aus der Begebung von Schuldverschreibungen.

[3] Hauptrefinanzierungsgeschäfte dienen der Steuerung der kurzfristigen Zinssätze und der Liquiditätslage sowie der Signalisierung des geldpolitischen Kurses im Euroraum.

[4] Über langfristige Refinanzierungsgeschäfte werden dem Finanzsektor zusätzliche längerfristige Refinanzierungsmittel zur Verfügung gestellt. In den vergangenen Jahren sind die regelmäßigen Geschäfte durch zusätzliche liquiditätszuführende langfristige Refinanzierungsgeschäfte in Euro ergänzt worden.

[5] Passiva 1 Banknotenumlauf, Passiva 2.1 Einlagen auf Girokonten (einschließlich Mindestreserveguthaben) und Passiva 2.2 Einlagefazilität.

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