Umwelterklärung der EZB – aktualisierte Fassung 2026
Vorwort

Das Jahr 2025 hat auf erfreuliche Weise bestätigt, dass kontinuierliches Handeln zu echten Erfolgen führt, und es war ein Meilenstein für die Europäische Zentralbank (EZB). Genau 15 Jahre nach der Einführung unseres Umweltmanagementsystems haben wir unsere CO2-Emissionen im Vergleich zu 2019 um 46 % gesenkt. Damit haben wir unser Emissionsreduktionsziel für 2030 (46,2 %) fast erreicht – ein Ziel, das auf die 1,5-˚C-Grenze des Pariser Klimaabkommens abgestimmt ist.
Dieser Fortschritt ist konkreten Entscheidungen zu verdanken, mit denen wir die Umweltauswirkungen unseres täglichen Betriebs konsequent verringern. Dabei haben wir uns auf zwei Bereiche konzentriert, in denen die EZB messbare Veränderungen bewirken kann: die Emissionen aus Dienstreisen und die Energieeffizienz unserer Arbeitsplätze. So haben wir 2025 die Zahl der mit dem Flugzeug zurückgelegten Kilometer gegenüber 2019 um rund 40 % verringert. Das zeigt: Virtuelle und hybride Sitzungen können die internationale Zusammenarbeit stärken und zugleich die Emissionen senken. Darüber hinaus haben wir den Umzug in das Gallileo-Gebäude fortgesetzt – eine modernere und umweltfreundlichere Arbeitsumgebung mit höherer Energieeffizienz. So verringern wir den Fußabdruck der EZB in Frankfurt in den kommenden Jahren planmäßig von drei auf zwei Gebäude. Alle diese Schritte haben dazu beigetragen, auf Kurs zu bleiben und unser am Pariser Klimaabkommen ausgerichtetes Emissionsreduktionsziel weiterzuverfolgen. Doch es geht nicht nur um Treibhausgasemissionen: Auch beim Energieverbrauch, beim Umgang mit Materialien und Abfällen, bei der Biodiversität, der öffentlichen Beschaffung und der Sensibilisierung unserer Beschäftigten haben wir Verbesserungen erzielt. Ein gutes Beispiel ist der neue Naturlehrpfad auf unserem Gelände. Er führt uns anschaulich vor Augen, warum biologische Vielfalt so wichtig ist und wie wir alle zum Schutz unserer natürlichen Umgebung beitragen können.
Auch in Zukunft wird die EZB ihren Kurs, den sie in Bezug auf Umwelt- und Natur eingeschlagen hat, konsequent weiterverfolgen. Wir werden auch künftig daran arbeiten, die Risiken, die Klimawandel und Naturverlust für die Wirtschaft und das Finanzsystem mit sich bringen, besser zu erkennen und zu steuern. Dazu gehört, den Übergang zu einer umweltfreundlicheren Wirtschaft zu analysieren, die zunehmenden physischen Auswirkungen des Klimawandels – etwa Hitzewellen und Überschwemmungen – zu bewerten und genauer zu verstehen, welche Folgen die Schädigung von Ökosystemen nach sich zieht.
In einer Zeit, in der Bemühungen um Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Teilen der öffentlichen Debatte infrage gestellt werden, hält die EZB unbeirrt an ihrem Kurs fest. Unsere Fortschritte spiegeln den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EZB wider, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern und unser am Pariser Klimaabkommen ausgerichtetes Emissionsreduktionsziel zu erreichen. Mit der aktualisierten Umwelterklärung der EZB für 2026 bekräftigen wir unser Bekenntnis zu einem verantwortungsvollen Umweltmanagement. Gleichwohl bleiben große Herausforderungen bestehen, etwa die weitere Verringerung der Emissionen aus Dienstreisen oder die Umsetzung langfristiger Projekte, die mit einem großen ökologischen Fußabdruck verbunden sein können. Dennoch sind wir fest entschlossen, uns weiter zu verbessern, mit unseren eigenen Betriebsabläufen als gutes Beispiel voranzugehen und unseren Beitrag zu einer grüneren und nachhaltigeren Zukunft für Europa und darüber hinaus zu leisten.
Myriam Moufakkir
Chief Services Officer der Europäischen Zentralbank
1 Das Jahr in Zahlen
Abbildung 1
Highlights 2025

Quelle: EZB.
Abbildung 2
2025 in Zahlen
(Veränderungen 2025 gegenüber 2024 in %)[1]

Quelle: EZB.
Anmerkung: Weitere Informationen zu diesen Entwicklungen finden sich in Kapitel 6 – Umweltaspekte und -auswirkungen der EZB-Aktivitäten. Einzelheiten zu den Umweltdaten pro Arbeitsplatz im Jahr 2024 sind Kapitel 7 – Technische Informationen zu entnehmen.
Bei bestimmten Aktivitäten sind im Jahr 2025 deutliche Verbesserungen gegenüber 2024 zu verzeichnen. So gingen beispielsweise der Strom- und der Frischwasserverbrauch im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr zurück. Auch die Emissionen im Zusammenhang mit Dienstreisen und Reisen wegen Konferenzteilnahme konnten erheblich reduziert werden. Die EZB ist somit auf gutem Weg, ihre Ziele zu erreichen. Zugenommen hat dagegen unter anderem das Abfallaufkommen. Ursache hierfür sind die Modernisierungen, die zur Umsetzung des Konzepts der dynamischen Arbeitsumgebung erforderlich waren, und der Umzug in das Gallileo-Gebäude.
2 Umweltmanagement bei der EZB
2.1 Umfeld der Organisation
Im Jahr 2025 setzte die EZB die Umstellung auf eine dynamischere Arbeitsumgebung fort. Gleichzeitig bereitete sie in der Frankfurter Innenstadt den Umzug vom Eurotower in das Gallileo-Gebäude vor. Für die Zeit, die auf den Umzug ins Gallileo-Gebäude nach dem Sommer folgt, werden alle damit verbundenen umweltrelevanten Aktivitäten evaluiert und ordnungsgemäß in das Umweltmanagementsystem (Environmental Management System – EMS) aufgenommen. Die Vorbereitung auf den Umzug erforderte eine enge Abstimmung mit dem neuen Vermieter, dem Gebäudebetreiber und zukünftigen Auftragnehmern, um einen reibungslosen Übergang und einen zuverlässigen Gebäudebetrieb sowie die nahtlose Integration des neuen Standorts in das bestehende Umweltmanagementsystem sicherzustellen. Eine Berichterstattung über die Umweltleistung (Umweltindikatoren) ist erst nach Abschluss eines vollen Betriebsjahrs nach dem Umzug möglich. Diese Indikatoren werden daher erst in der Aktualisierung der Umwelterklärung der EZB für 2027 zu finden sein.
Der CO2-Fußabdruck verkleinerte sich 2025 im Vergleich zu 2024 um 17,7 %. Ausschlaggebend hierfür war eine erhebliche Verringerung der Emissionen im Zusammenhang mit Dienstreisen, was wiederum auf aktualisierte Emissionsfaktoren und die geringere Anzahl der zurückgelegten Kilometer zurückzuführen war. Auch die Emissionen aus der Reisetätigkeit wegen Konferenzteilnahme sind gesunken. Grund hierfür war, dass deutlich weniger Personen an Konferenzen teilnahmen und die infolgedessen geringere Anzahl an zurückgelegten Kilometern sowie aktualisierte Emissionsfaktoren. Auf diese beiden Emissionsquellen wird die EZB auch weiterhin die Bemühungen um eine weitere Verringerung ihrer Klimaauswirkungen konzentrieren (siehe Kapitel 3.2 – Indirekte Emissionen).
Die Weiterentwicklung des Umweltmanagementsystems der EZB wird nach wie vor maßgeblich davon abhängen, wie sich das Umfeld der Organisation verändert. Eine Rolle spielt dabei auch, welche neuen Chancen und Risiken sich ergeben und wie sich die Erwartungen der Interessenträger entwickeln. Wesentliche Risiken, vor allem physische Risiken und Übergangsrisiken, die sich auf den internen Geschäftsbetrieb auswirken könnten, müssen im Zuge der jährlichen Prozesse des Umweltmanagementsystems bewertet werden.
Neben ihren internen Aktivitäten geht die EZB auch weiterhin klima- und naturbezogene Themen an, die ihr Mandat tangieren.
Der Klimawandel und die Zerstörung der Natur sowie der Übergang zu einer CO2-neutralen Gesellschaft bergen Risiken für die Wirtschaft und das Finanzsystem. Damit die EZB ihr Mandat erfüllen kann, muss sie diese Risiken identifizieren und in Angriff nehmen. Die Aktivitäten im Jahr 2025 sind im Jahresbericht der EZB und im EZB-Jahresbericht zur Aufsichtstätigkeit ausführlich beschrieben. Seit 2023 veröffentlichen die EZB und die nationalen Zentralbanken (NZBen) des Eurosystems alljährlich klimabezogene Finanzdaten, also Informationen zu den finanziellen Vermögenswerten in den zu geldpolitischen wie auch den nicht zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Portfolios. Darüber hinaus werden im Jahresverlauf weitere Informationen auf der Website der EZB veröffentlicht.
In den letzten zwei Jahren hat die EZB durch die Umsetzung ihres Klima- und Naturplans 2024-2025 weitere klima- und naturbezogene Risiken in ihre Kernarbeit einbezogen. Einschlägige Maßnahmen sind unter anderem die stärkere Integration in den geldpolitischen Rahmen, Klimastresstests und Szenarioanalysen, aktualisierte statistische Klimaindikatoren, ein besseres Verständnis von naturbezogenen Risiken und verbindliche Beschlüsse in ihrer Rolle als Bankenaufsichtsbehörde. Auch die reduzierten Emissionen aus dem eigenen Geschäftsbetrieb der EZB waren Teil dieser Arbeit.
Die wirtschaftlichen und finanziellen Folgen des Klimawandels und der Naturzerstörung nehmen weiter zu. Darum ist die EZB nach wie vor fest entschlossen, Klima und Natur in ihre Arbeit einzubeziehen und so angesichts der zunehmenden physischen Risiken und Herausforderungen der Transition für Widerstandsfähigkeit zu sorgen. Aufbauend auf den bisherigen Fortschritten wird die EZB in den kommenden Jahren ihre Anstrengungen in drei vorrangigen Bereichen fortsetzen: Gestaltung des grünen Wandels, Bewertung und Berücksichtigung der zunehmenden physischen Auswirkungen des Klimawandels und Ausbau der Arbeit zu naturbezogenen Risiken.
2.2 Überblick über das Umweltmanagementsystem
Die aktualisierte Fassung 2026 der Umwelterklärung der EZB liefert Umweltdaten zu den drei Gebäuden der EZB, die 2025 im Umweltmanagementsystem erfasst waren: das EZB-eigene Hauptgebäude, der Eurotower und das Japan Center. Die beiden letztgenannten befinden sich im Stadtzentrum von Frankfurt am Main und werden von der EZB angemietet. Nach dem Umzug in das Gallileo-Gebäude wird die EZB damit anfangen, Umweltdaten für das neue Gebäude auszuweisen. Der Eurotower wird jedoch noch so lange in die Berichterstattung aufgenommen, bis für drei volle Jahre Umweltdaten des Gallileo-Gebäudes erhoben worden sind, wie in den Bestimmungen des Gemeinschaftssystems für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung (EMAS) vorgesehen.
Die Daten für das Hauptgebäude werden separat von den aggregierten Daten für den Eurotower und das Japan Center ausgewiesen. In allen drei Gebäuden belegt die EZB jeweils die gesamte Bürofläche.
Im Einklang mit dem dreijährigen Berichterstattungszyklus des EMAS-Standards der Europäischen Union ist die diesjährige Umwelterklärung die erste Aktualisierung der EZB-Umwelterklärung 2025. Ein vollständiges Bild ergibt sich daher nur, wenn der vorliegende Bericht und die Umwelterklärung von 2025 zusammen gelesen werden.
In ihrer Umweltpolitik legt die EZB ihre übergeordneten Umweltziele und ihre strategische Ausrichtung fest. Informationen über die Umweltpolitik der EZB, die Governance ihres Umweltmanagementsystems und die wichtigsten Interessenträger finden sich in der Umwelterklärung 2025 und auf der Website zum Umweltschutz bei der EZB.
Das Ziel der kontinuierlichen Verbesserung, das im Umweltmanagementsystem festgelegt ist, wurde 2025 erreicht, was sich daran zeigt, dass neue Maßnahmen eingeführt werden. Insgesamt hat sich unsere Umweltleistung gegenüber dem Basisjahr 2019 deutlich verbessert. Der CO2-Fußabdruck des Geschäftsbetriebs der EZB ist immer noch deutlich kleiner, als es dem linearen Dekarbonisierungspfad entsprechen würde, und damit auf gutem Weg, das Ziel des Pariser Klimaabkommens (Verringerung der CO2-Emissionen um 46,2 % bis 2030) zu erfüllen.
Abbildung 1
CO2-Fußabdruck der EZB und Vereinbarkeit mit dem Pariser Klimaabkommen
(in Tonnen CO2-Äquivalenten (CO2e))

Quelle: EZB.
Weitere Informationen zur CO2-Leistung der betrieblichen Geschäftstätigkeit der EZB finden sich in Kapitel 3 – Der CO2-Fußabdruck der EZB.
3 Der CO2-Fußabdruck der EZB
Die EZB stuft ihre Emissionen gemäß dem Greenhouse Gas Protocol ein. In Scope 1 werden direkte Emissionen aus den Gebäuden der EZB erfasst, in Scope 2 und Scope 3 die indirekten Emissionen aus dem Geschäftsbetrieb der EZB. Das Kategorisierungssystem für die Treibhausgasemissionen ist gegenüber 2024 unverändert geblieben. Abbildung 3 gibt einen Überblick über die Zusammensetzung des CO2-Fußabdrucks jeweils nach Scope sortiert.
Abbildung 3
Zusammensetzung des CO2-Fußabdrucks der EZB

Quelle: EZB.
Abbildung 4
CO2e-Emissionsziele

Abbildung 5
Maßnahmen zur Reduzierung der CO2e-Emissionen – Highlights

Im Vergleich zu 2024 sind die Gesamtemissionen deutlich um 17,7 % zurückgegangen. Die Scope-1-Emissionen sind 2025 weiter gesunken (-45 %). Hauptgrund war die zunehmende Elektrifizierung der EZB-Fahrzeugflotte. Die Scope-2-Emissionen haben sich hingegen um 7,2 % erhöht, was auf den gestiegenen Heizbedarf in allen drei Gebäuden zurückzuführen war. Die Scope-3-Emissionen sind 2025 zurückgegangen (-21%) und sind nach wie vor stark von den Emissionen im Zusammenhang mit Dienstreisen und Reisen wegen Konferenzteilnahme beeinflusst. Aktuelle Informationen zu sämtlichen Maßnahmen sind Kapitel 7.2 – Maßnahmen zur Emissionsreduktion zu entnehmen.
Grafik 2
CO2e-Gesamtemissionen: Scope 1, 2 und 3
(in Tonnen CO2-Äquivalenten (CO2e))

Quelle: EZB.
Anmerkung: Die Scope-3-Werte für 2022 wurden von 14 004,3 in 14 022,3 Tonnen CO2e und für 2023 von 22 609,3 in 22 956,6 Tonnen CO2e geändert. Die Grafik zeigt die Ergebnisse für 2019 – das Basisjahr, an dem die langfristigen Ziele der EZB zur Emissionsverringerung gemessen werden – und für die letzten drei Jahre, für die Daten verfügbar sind. Ergebnisse für die Zeit davor sind den früheren Umwelterklärungen zu entnehmen. Um die Emissionen weiter zu senken, wird seit 2024 ein anderes Kältemittel mit geringerem Erderwärmungspotenzial verwendet.
Oberstes Ziel der EZB ist die Emissionsvermeidung, gefolgt von der Emissionsverringerung. Als dritte und letzte Komponente ihres Emissionsmanagements hat die EZB seit 2018 unvermeidbare Emissionen durch den Kauf von CO₂-Gutschriften vollständig kompensiert. Mit diesen CO₂-Gutschriften werden weltweit Projekte zur Emissionsvermeidung finanziert. Zusätzlich werden vorgelagerte Emissionen aus Bahnfahrten innerhalb Deutschlands und Teile der Emissionen aus Büropapier bereits von unseren Lieferanten kompensiert.[2]
Kapitel 5 – Technische Informationen enthält weitere Informationen zu den Daten.
3.1 Emissionen aus dem Betrieb der EZB-Gebäude
Die EZB weist die Emissionen aus dem Betrieb ihrer eigenen Gebäude als direkte Emissionen unter Scope 1 und als indirekte Emissionen unter Scope 2 aus. Dazu gehören Emissionen aus Heizung und Kühlung, Kraftstoffverbrauch und Kühlmittelverlusten. 2025 machten die Scope-1- und Scope-2-Emissionen 14 % des CO2-Fußabdrucks der EZB aus. In diesem Kapitel sind die Scope-2-Emissionen nach dem marktbasierten Ansatz angegeben. In Kapitel 5 – Technische Informationen sind die Scope-2-Emissionen standortbezogen angegeben.
Die vorgelagerten Emissionen aus dem Energieverbrauch der EZB werden unter Scope 3 erfasst (siehe Kapitel 3.2 – Indirekte Emissionen).
Grafik 3
CO2e-Emissionen: Scope 1 und 2
(in Tonnen CO2-Äquivalenten (CO2e))

Quelle: EZB.
Anmerkung: Die Werte für Biogas wurden für 2023 von 3,9 in 294,0 Tonnen CO2e und für 2024 von 2,5 in 305,5 Tonnen CO2e geändert. Die Grafik zeigt die Ergebnisse für 2019 – das Basisjahr, an dem die langfristigen Ziele der EZB zur Emissionsverringerung gemessen werden – und für die letzten drei Jahre, für die Daten verfügbar sind. Ergebnisse für die Zeit davor sind den früheren Umwelterklärungen zu entnehmen.
3.2 Indirekte Emissionen
2025 machten die unter Scope 3 ausgewiesenen aktuellen indirekten Emissionen 86 % des gesamten CO2-Fußabdrucks der EZB aus. Weitere Informationen zu den Entwicklungen hinter den Veränderungen der Scope-3-Emissionen finden sich in Kapitel 4 – Umweltaspekte und -auswirkungen der EZB-Aktivitäten.
3.2.1 Dienstreisen und Hotelaufenthalte
Die Emissionen aus Dienstreisen sind gegenüber 2024 um 37,2 % gesunken, die aus Hotelaufenthalten dagegen um 11,3 % gestiegen. Trotz dieses Anstiegs lag der entsprechende Emissionswert der EZB im Jahr 2025 um 50,4 % unter dem Niveau von 2019. Mit dem derzeitigen Wert von 48 % ist das Ziel, die jährlichen Emissionen von CO2-Äquivalenten (CO2e) aus Reisetätigkeiten auf maximal 60 % des Vorpandemie-Niveaus zu begrenzen, mithin erfüllt. Die deutliche Reduzierung der Emissionen im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 war im Wesentlichen auf eine Herabsetzung der Emissionsfaktoren für Flugreisen zurückzuführen. Weitere Informationen zu dieser Entwicklung finden sich in Kapitel 4.9 – Dienstreisen.
Die durch Dienstreisen verursachten Emissionen bleiben ein Schwerpunktthema für die EZB: Sie arbeitet an der Reduzierung ihrer diesbezüglichen Emissionen, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Zur Unterstützung dieser Arbeit wurde allen Beschäftigten der EZB das Dashboard für Dienstreisen zur Verfügung gestellt. Mit diesem können in allen Geschäftsbereichen die mit Dienstreisen verbundenen Emissionen überwacht sowie Bereiche mit Handlungsbedarf identifiziert werden. Darüber hinaus wurde das Dashboard 2025 um Informationen zu den Emissionen von Hotels erweitert.
Die Emissionen werden gemäß einem Best-Practice-Ansatz berechnet. Dabei werden Well-to-Tank-Emissionen[3] für alle auf fossilem Kraftstoff basierenden Beförderungen und der RFI-Faktor für Flugreisen[4] erfasst. Mit dieser Vorgehensweise stellt die EZB sicher, dass ihre Emissionen aus Dienstreisen umfassend und genau bewertet werden. Kapitel 4.9 – Dienstreisen enthält weitere Informationen zu den Reiseaktivitäten.
3.2.2 Reisetätigkeit wegen Konferenzteilnahme
Die Emissionen aus der Reisetätigkeit wegen Konferenzteilnahme sind 2025 gegenüber 2024 um 31,2 % zurückgegangen.
Die EZB beobachtet genau, wie sich die Reisegewohnheiten der Konferenzteilnehmenden entwickeln, und hat sich im Umweltmanagementprogramm 2025-2027 ein Ziel gesteckt.
Die EZB weist die Emissionen aus der Reisetätigkeit ihrer eigenen Beschäftigten aus sowie die Emissionen aus der Reisetätigkeit externer Personen, die an Konferenzen und Veranstaltungen in den Gebäuden der EZB teilnehmen. Die EZB hat zwar nur begrenzten Einfluss auf die Emissionen aus den Reisetätigkeiten der Konferenzteilnehmenden. Sie ist sich aber der Bedeutung dieser Emissionen bewusst und berichtet seit 2021 über das Reiseverhalten der an Konferenzen teilnehmenden Personen. Die Emissionen aus der Reisetätigkeit wegen Konferenzteilnahme werden anhand derselben Methode berechnet wie die Emissionen aus Dienstreisen der EZB-Beschäftigten, d. h., bei Flugreisen werden RFI-Faktoren angewandt und bei auf Kraftstoffen basierenden Beförderungsarten werden WTT-Emissionen berechnet.
Der Rückgang der Emissionen aus der Reisetätigkeit wegen Konferenzteilnahme im Jahr 2025 lässt sich mit einer im Vergleich zum Vorjahr geringeren Anzahl von Konferenzteilnehmenden erklären. Der allgemeine Rückgang der Teilnehmerzahl führte zu einem Rückgang der insgesamt zurückgelegten Kilometer, was sich auf die Emissionen aus Reisetätigkeit auswirkt. Darüber hinaus wurden die Emissionsfaktoren, die für die Berechnung der Emissionen im Jahr 2025 verwendet wurden, herabgesetzt. Weitere Informationen über Entwicklungen bei den Emissionsfaktoren finden sich in Kapitel 5 – Technische Informationen.
Die EZB ist sich bewusst, dass die Berechnung der Emissionen aus der Reisetätigkeit wegen Konferenzteilnahme auf bestimmten Annahmen beruht, was die Datenqualität insgesamt beeinträchtigt. Diese Emissionen werden genau überwacht. Sie wurden erneut zu einem zentralen Thema des Umweltmanagementprogramms 2025-2027 bestimmt, und es wurde ein Ziel für die Anzahl der von der EZB organisierten Präsenz- und Hybridsitzungen festgelegt. Kapitel 4.9 – Dienstreisen enthält weitere Informationen zu den Daten und zu deren Entwicklung.
3.2.3 Arbeitsweg der Belegschaft und Teleworking
Verglichen mit 2024 sind die Emissionen aus dem Arbeitsweg der Belegschaft im Jahr 2025 um 25,2 % zurückgegangen, was insgesamt 1 176 Tonnen CO2e-Emissionen entspricht.
Im selben Zeitraum sind die durch Teleworking verursachten Emissionen um 36,4 % gestiegen, was insgesamt 424 Tonnen CO2e-Emissionen entspricht.
Die 2023 eingeführte Teleworking-Regelung ermöglicht es den Beschäftigten der EZB, bis zu 110 Tage pro Jahr von zu Hause zu arbeiten. Dadurch hat sich ein Teil der Emissionen der EZB in die Haushalte der Beschäftigten verlagert. Da der Arbeitsweg der Belegschaft und Teleworking miteinander korrelieren, nimmt die EZB die betreffenden Emissionen in der Kategorie „Emissionen aus dem Arbeitsweg der Belegschaft und Teleworking“ in ihre CO2-Bilanz auf. Um die Emissionen aus dem Arbeitsweg der Belegschaft genau zu beobachten, befragt die EZB ihre Beschäftigten alle zwei Jahre zu diesem Thema. Die letzte Umfrage fand im Sommer 2025 statt.
Der Rückgang der Emissionen aus dem Arbeitsweg der Belegschaft lässt sich mit einer bei der jüngsten Mitarbeiterbefragung festgestellten Verschiebung beim Verkehrsmittel erklären. Im Jahr 2025 nutzen mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter öffentliche Verkehrsmittel für ihren Weg zur Arbeit, der private Pkw wurde indessen weniger genutzt. Dies beeinflusste 2025 die Gesamtemissionen aus dem Arbeitsweg der Belegschaft. Der Anstieg der durch Teleworking verursachten Emissionen lässt sich mit Änderungen bei den zugrunde liegenden Emissionsfaktoren für Heizung und Kühlung erklären sowie mit veränderten Angaben der Befragten zu ihrem Energieverbrauch. Da die Daten zu den Emissionen aus Teleworking und Arbeitsweg auf Annahmen und einer Befragung basieren, ist ihre Zuverlässigkeit zugegebenermaßen begrenzt.
Um grüne Mobilität zu fördern, führte die EZB ein Mobilitätsprogramm ein, bei dem die Mitarbeitenden die Fahrräder eines bestimmten Verleihers jeweils in der ersten Leihstunde kostenlos nutzen können. Da dieses Angebot in mehreren deutschen Städten gilt, fördert das Programm die grüne Mobilität über den Arbeitsweg hinaus. Weitere Informationen zum umfragebasierten Ansatz für Emissionsdaten finden sich in Kapitel 4.9 – Dienstreisen.
3.2.4 Abfall
Die Einführung einer dynamischen Arbeitsumgebung und der Umzug vom Eurotower ins Gallileo-Gebäude zum Jahresende führten 2025 zu einem Anstieg des Abfallaufkommens und der abfallbedingten Emissionen im Vergleich zum Vorjahr. Das Gesamtabfallaufkommen war 2025 achtmal höher als 2024. Eine wesentliche Rolle spielte dabei eine Änderung der Emissionsfaktoren für Haushaltsabfälle (Restmüll), die zu einem erheblichen Anstieg der Emissionen aus dieser spezifischen Quelle führte.[5]
Die EZB ist sich dieser Entwicklung bewusst und beobachtet sie genau. In dem im Umweltmanagementprogramm festgelegten Ziel für Abfälle ist eine vorübergehende Zunahme des Abfallaufkommens und der Emissionen aus Haushaltsabfällen (Restmüll) aufgrund des Umzugs und der Einführung der dynamischen Arbeitsumgebung berücksichtigt. Weitere Informationen finden sich in Kapitel 4.5 – Abfall und Recycling.
3.2.5 Erworbene Waren und Dienstleistungen
Die Emissionen aus erworbenen Waren und Dienstleistungen gingen 2025 gegenüber 2024 um 8,8 % zurück. Sie machen 11,4 % aller Scope-3-Emissionen aus.
Die unter den Emissionen aus erworbenen Waren und Dienstleistungen ausgewiesenen Emissionen aus Büromaterial haben sich im Vergleich zu 2024 mehr als verdoppelt.
Die Emissionen aus dem Verbrauch im externen Rechenzentrum gingen 2025 gegenüber 2024 um 7 % zurück.
Die EZB weist Emissionen aus erworbenen Waren und Dienstleistungen aus. Zu diesen zählen Emissionen aus folgenden Quellen: Verpflegungs- und Reinigungsdienstleistungen, IKT-Dienstleistungen, Büromaterial, externen Druckdienstleistungen, Papierverbrauch für Bürozwecke, EZB-Publikationen und sonstiges Druckmaterial, Gartendienstleistungen, Frischwasserverbrauch und Abwasseraufkommen sowie Verbrauch im externen Rechenzentrum.
In den Emissionen aus Verpflegungsdienstleistungen sind die Emissionen der Zutaten über deren gesamten Lebenszyklus enthalten. Emissionen aus IKT-Dienstleistungen umfassen auch von EZB-Personal durchgeführte Videokonferenzen. Da keine detaillierten Verbrauchsdaten und ausreichenden Emissionsfaktoren vorliegen, werden die Emissionen aus Büromaterial und Reinigungsdienstleistungen nach einem wertbasierten Ansatz geschätzt. Emissionen im Zusammenhang mit Gartendienstleistungen berücksichtigen auch den für die Pflege der Grünanlagen anfallenden Kraftstoffverbrauch.
Der Anstieg der Emissionen aus Büromaterial ergibt sich aus der Schätzung dieser Emissionen nach einem wertbasierten Ansatz. Ein weiterer Grund ist, dass im Laufe des Jahres 2025 Artikelpreise aktualisiert wurden.
Grafik 4
CO2e-Emissionen: Scope 3
(in Tonnen CO2-Äquivalenten (CO2e))

Quelle: EZB.
Anmerkung: Die Balken folgen der Reihenfolge in der Legende (von links nach rechts, von oben nach unten). Die Werte für Dienstreisen wurden für 2023 von 8 731,3 in 9 270,7 Tonnen CO2e und für 2024 von 9 134,5 in 9 727,3 Tonnen CO2e geändert. Die Werte für vorgelagerte Energie wurden für 2023 von 655,8 in 1 468,8 Tonnen CO2e und für 2024 von 384,7 in 1 706,3 Tonnen CO2e geändert. „Vorgelagerte Energie“ umfasst Emissionen aus der Fahrzeugflotte, dem Notstromaggregat, aus Biogas und Fernwärme sowie Strom aus erneuerbaren Energiequellen (Wind- und Wasserkraft). Die Grafik zeigt die Ergebnisse für 2019 – das Basisjahr, an dem die langfristigen Ziele der EZB zur Emissionsverringerung gemessen werden – und für die letzten drei Jahre, für die Daten verfügbar sind. Ergebnisse für die Zeit davor sind den früheren Umwelterklärungen zu entnehmen.
Grafik 5
Scope 3 – Aufschlüsselung der CO2e-Emissionen 2025

Quelle: EZB.
Neben CO2e-Emissionen erfasst und berechnet die EZB weitere Emissionen, die durch ihren Betrieb verursacht werden. So werden auch Schwefeldioxid (SO2), Stickoxid (NOx) und Feinstaub angegeben, die aufgrund des Kraftstoffverbrauchs der EZB-Fahrzeugflotte und bei Testläufen der Notstromaggregate ausgestoßen werden. Anders als im Vorjahr sind die vorgelagerten Emissionen aus diesen Quellen im CO2-Fußabdruck erfasst. Darüber hinaus weist die EZB gemäß den Anforderungen des Greenhouse Gas Protocol biogene Emissionen aus dem Verbrauch von Biogas aus. Weitere Informationen finden sich in Kapitel 5 – Technische Informationen.
4 Umweltaspekte und -auswirkungen von Aktivitäten der EZB
4.1 Aktualisierte Beurteilung der Umweltaspekte
Die direkten und indirekten Umweltauswirkungen der EZB werden jedes Jahr bewertet. Berücksichtigt wird dabei, inwiefern die EZB den jeweiligen Aspekt beeinflussen kann und welche Bedeutung er für ihre Umweltleistung hat, so wie es auch in den Anforderungen in Anhang I Nr. 4 der EMAS-Verordnung vorgesehen ist.
Die EZB arbeitet an einem genaueren Verständnis der Risiken, die sich aus dem Klimawandel, der Naturzerstörung und dem Übergang zu einer CO2-neutralen Gesellschaft für die Wirtschaft und das Finanzsystem ergeben, um daraus Schlussfolgerungen für ihr Mandat zur Wahrung der Preisstabilität und für ihre Aufsichtsrolle abzuleiten. In den letzten Jahren sind Fortschritte erzielt worden bei der Integration dieser Überlegungen in die Wahrnehmung der Aufgaben und Pflichten, die der EZB gemeinsam mit den nationalen Zentralbanken im Rahmen des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) übertragen wurden.
Die Ziele und Aktivitäten der EZB und des ESZB/Eurosystems sowie des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM) sind auf der Website der EZB öffentlich zugänglich und im EZB-Jahresbericht und im EZB-Jahresbericht über die Aufsichtstätigkeiten beschrieben. Dazu zählt die laufende Arbeit daran, die Bewertung klima- und naturbezogener Risiken in die Aktivitäten und gezielten Maßnahmen in den folgenden drei vorrangigen Bereichen einzubeziehen: Gestaltung des grünen Wandels, Bewertung und Berücksichtigung der zunehmenden physischen Auswirkungen des Klimawandels und Ausbau der Arbeit zu naturbezogenen Risiken.
Einige dieser Aktivitäten finden außerhalb des vom Umweltmanagementsystem der EZB erfassten Bereichs statt. Sie werden über die Ausschüsse des ESZB/Eurosystems, den SSM und die entsprechenden Entscheidungsgremien durchgeführt. Aus diesem Grund und im Einklang mit dem Grundsatz der Unabhängigkeit[6] konzentriert sich das Umweltmanagementsystem der EZB auf die alltäglichen betrieblichen Prozesse, einschließlich jener, die die Erfüllung der mit ihrem Mandat verbundenen Aufgaben unterstützen. Dies erfolgt in engem Zusammenspiel mit der Strategie der EZB zu Klima und Natur. Sichergestellt wird dies durch den permanenten Austausch zwischen dem Umweltmanagementteam und dem Kompetenzzentrum Klimawandel der EZB sowie die Berichterstattung an die Beschlussorgane der EZB.
Im Vergleich zu der Beurteilung der Umweltaspekte für 2024 sind die Bewertungen stabil geblieben, außer bei den Abfällen und beim Frischwasserverbrauch für technische Zwecke. Die Vorbereitungen für den Umzug ins Gallileo-Gebäude und die Umsetzung des Konzepts der dynamischen Arbeitsumgebung hatten zur Folge, dass der Anteil der nicht gefährlichen Abfälle um 40,6 % gestiegen ist und sich die Menge an gefährlichen Abfällen in allen Gebäuden mehr als verdoppelt hat. Die Bedeutung der nicht gefährlichen Abfälle wurde daher von mittel auf hoch, die der gefährlichen Abfälle von gering auf mittel heraufgestuft. Es ist davon auszugehen, dass diese Entwicklungen mit dem Umzug und dem Konzept der dynamischen Arbeitsumgebung zusammenhängen und ihr Einfluss auf die Beurteilung der Umweltaspekte somit vorübergehender Natur ist. Die Bedeutung von Wasser für technische Zwecke wurde von hoch auf mittel herabgestuft, da der Verbrauch von Wasser für technische Zwecke im Eurotower um 68 % zurückging. Da die Bedeutung von Wasser für technische Zwecke auch im Japan Center als mittel eingestuft wird, wurde die Bedeutung dieses Umweltaspekts für die Gebäude im Stadtzentrum als mittel eingestuft.
Abbildung 6
Bewertung der direkten Umweltaspekte der EZB

Quelle: EZB.
Anmerkung: Die Bedeutung nicht gefährlicher Abfälle wurde aufgrund des erhöhten Abfallaufkommens infolge des Umzugs in das Gallileo-Gebäude und der Umsetzung des Konzepts der dynamischen Arbeitsumgebung von mittel auf hoch heraufgestuft. Aus den gleichen Gründen wurde auch die Bedeutung gefährlicher Abfälle von gering auf mittel heraufgestuft. Die Bedeutung von Wasser für technische Zwecke in den Gebäuden im Stadtzentrum wurde von hoch in mittel geändert.
Abbildung 7
Beurteilung der indirekten Umweltaspekte der EZB

Quelle: EZB.

4.2 Energieeffizienz
Abbildung 8
Ziele Energieeffizienz

Abbildung 9
Maßnahmen Energieeffizienz – Highlights

Der Energieverbrauch in allen Gebäuden ging 2025 im Vergleich zu 2024 um 0,2 % zurück. Der Heizenergieverbrauch dagegen stieg um 6,4 %.
Im Hauptgebäude ist der Stromverbrauch 2025 um 5 % gesunken.
Neben der eingekauften Energie wird eine kleine Menge Wärme durch Geothermie bereitgestellt.
Gesamtstromverbrauch 2025: 28 785 MWh
Gesamtwärmeverbrauch 2025: 21 143 MWh
Insgesamt sank der Energieverbrauch der EZB 2025 gegenüber dem Vorjahr um 0,2 %. Im Vergleich zu 2019 war er 18,9 % niedriger.
Die Steigerung der Energieeffizienz in allen drei Gebäuden hat für die EZB nach wie vor Priorität. Daher arbeitet die EZB kontinuierlich daran, neue Maßnahmen ausfindig zu machen und diese umzusetzen. Im Jahr 2025 wurde die Temperatur im Rechenzentrum nach einer erfolgreichen Testphase um weitere zwei Grad erhöht. Die Entwicklung eines Energie-Dashboards ist eine wesentliche Säule der Bemühungen der EZB, die Energieeffizienz zu steigern. Das Energie-Dashboard wird ständig verbessert, und im Umweltmanagementzyklus 2025-2027 hat die EZB die Entwicklung des Dashboards insgesamt als besonderen Schwerpunkt behandelt. Durch die Verbesserung des Dashboards werden in Zukunft detailliertere Daten verfügbar sein, die dabei helfen werden, vielversprechende Bereiche für Energiesparmaßnahmen zu erkennen. Aktuelle Informationen zu sämtlichen Energieeffizienzmaßnahmen sind Kapitel 7.3 – Maßnahmen Energieeffizienz zu entnehmen.
Änderungen der Arbeitsumgebung bei der EZB werden laufend bewertet. Die EZB beobachtet daher die Nutzung von Cloud-Diensten und künstlicher Intelligenz und arbeitet eng mit einer Vielzahl von Interessenträgern zusammen, um die Umweltauswirkungen dieser Dienste zu bewerten und zu quantifizieren. Auch die Möglichkeit von Teleworking und die damit verbundene Auslastung von Büroflächen durch neue Arbeitsmodelle werden bewertet. Mit der Umsetzung des Konzepts der dynamischen Arbeitsumgebung wurden die Büroflächen in den Gebäuden anders aufgeteilt, sodass die Flächen effizienter genutzt werden können.
Der Stromverbrauch im Hauptgebäude ist 2025 um 3,5 % gesunken. Dagegen ist der Heizenergieverbrauch im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 % gestiegen. Darüber hinaus wurde in der Küche des Hauptgebäudes 1,2 % weniger Biogas zum Kochen verbraucht. Unterdessen ließ die schrittweise Umstellung auf Cloud-Dienste den Stromverbrauch im internen Rechenzentrum allmählich zurückgehen.
In den Gebäuden im Stadtzentrum ist der Stromverbrauch 2025 um 3,7 % gesunken. Der Energieverbrauch für Heizung stieg um 32,1%, was sich zum Teil mit der Entlüftung der Heizkörper im gesamten Japan Center erklären lässt, die dazu führte, dass wieder mehr Einheiten in Betrieb genommen wurden. Im Eurotower gibt es neben eingekaufter Energie zwei mit Biogas betriebene Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zur Erzeugung von Wärme und Strom. Der Verbrauch von Biogas stieg 2025 im Vergleich zu 2024 um 11,1 % an. Gegenüber den Vorjahren konnte nach einer Änderung der Laufzeit der beiden Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mehr Energie erzeugt werden.
Grafik 6
Energieverbrauch – Hauptgebäude
(in MWh)

Quelle: EZB.
Anmerkung: Die Grafik zeigt die Ergebnisse für 2019 – das Basisjahr, an dem die langfristigen Ziele der EZB zur Emissionsverringerung gemessen werden – und für die letzten drei Jahre, für die Daten verfügbar sind. Ergebnisse für die Zeit davor sind den früheren Umwelterklärungen zu entnehmen. Bei der Nutzung von Geothermie muss die Temperaturbilanz der Energiequelle (d. h. des Bodens) innerhalb eines vollständigen Jahreszyklus ausgeglichen sein: Im Sommer wird Kühlenergie entnommen und die Quelle dadurch aufgeheizt, im Winter wird Heizenergie entnommen und die Quelle dadurch abgekühlt. Im Jahr 2022 stellte sich hier infolge der Einsparmaßnahmen bei der Heizenergie ein erhebliches Ungleichgewicht ein. Das Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main verfügte daher, dass das System 2023 außer Betrieb bleiben sollte, damit sich die Energiequelle thermisch regenerieren kann. Im Jahr 2024 wurde das System wieder in Betrieb genommen. Allerdings wurde 2024 nur etwa ein Viertel der Menge an Geothermie genutzt, die 2022 verbraucht worden war.
Grafik 7
Energieverbrauch – Gebäude im Stadtzentrum
(in MWh)

Quelle: EZB.
Anmerkung: Der Energieverbrauch des externen Rechenzentrums ist in dieser Grafik nicht mehr berücksichtigt, da die entsprechenden Emissionen im Rahmen der erweiterten Erfassung von Scope-3-Emissionen den „erworbenen Waren und Dienstleistungen“ zugeordnet wurden. Nähere Informationen hierzu finden sich in Kapitel 3.2 – Indirekte Emissionen. Die Grafik zeigt die Ergebnisse für 2019 – das Basisjahr, an dem die langfristigen Ziele der EZB zur Emissionsverringerung gemessen werden – und für die letzten drei Jahre, für die Daten verfügbar sind. Ergebnisse für die Zeit davor sind den früheren Umwelterklärungen zu entnehmen. Nähere Informationen zu Treibhausgasemissionen, die auf den Energieverbrauch zurückgehen, finden sich in Kapitel 3.1 – Emissionen aus dem Betrieb der EZB-Gebäude.
4.3 Materialeffizienz
Abbildung 9
Ziele Materialeffizienz

Abbildung 10
Maßnahmen Materialeffizienz – Highlights

Der Verbrauch von Büropapier ging um 78 % zurück, Bei 97,2 % des insgesamt eingekauften Papiers handelte es sich um Recyclingpapier.
Der Anteil umweltfreundlicher Büroartikel im Katalog erreichte in der zweiten Jahreshälfte 81,8 %.
Der Einsatz ungefährlicher Reinigungsmittel ging um 65,7 % zurück, was auf die anhaltenden Bemühungen, bei der Reinigung weniger Chemikalien zu verwenden, zurückzuführen ist.
Die kontinuierliche Reduzierung von Verpackungsabfällen in ihrem eigenen Geschäftsbetrieb hat für die EZB nach wie vor Priorität. In enger Zusammenarbeit mit ihren externen Dienstleistern arbeitete die EZB daher weiter daran, Einwegkunststoffartikel in Verpflegungseinrichtungen mit Publikumsverkehr abzuschaffen. Wo dies möglich ist, bevorzugt die EZB umweltverträglichere und wiederverwendbare Verpackungslösungen.
Büromaterial ist ein weiterer kritischer Aspekt der Materialeffizienz bei der EZB. Ziel ist es, dass mindestens 80 % des Büromaterials aus dem Katalog für nachhaltige Bürobedarfsartikel bestellt werden. Damit stellt die EZB sicher, dass Umweltaspekte im Mittelpunkt der Büromaterialbeschaffung stehen.
Die folgenden Abschnitte geben einen Überblick über den Ressourcenverbrauch für Büropapier, Reinigungsmittel, Büromaterial sowie bei den zur Wasseraufbereitung und als Kältemittel eingesetzten Chemikalien. Kapitel 3.2 – Indirekte Emissionen enthält Einzelheiten zu den CO2e-Emissionen dieser Ressourcen. Aktuelle Informationen zu sämtlichen Materialeffizienzmaßnahmen sind Kapitel 7.3 – Maßnahmen Materialeffizienz zu entnehmen.
4.3.1 Büropapier und offizielle Publikationen
Der Verbrauch von Büropapier ist in den letzten Jahren stetig zurückgegangen. Im Jahr 2025 war gegenüber 2024 ein Rückgang um 78 % zu verzeichnen. Da noch größere Mengen an recyceltem Büropapier vorrätig waren, mussten nur geringe Mengen bestellt werden. Bei 97,2 % des im Berichtsjahr eingekauften Papiers handelte es sich um Recyclingpapier. Wie in den Vorjahren wurden die EZB-Kalender vor Ort gedruckt.
Die offiziellen Publikationen der EZB werden weiterhin ausschließlich in digitaler Form erstellt, sodass hierfür kein Papierverbrauch zu verzeichnen ist.
Grafik 8
Büropapierverbrauch
(in Tausend Blättern (DIN A4))

Quelle: EZB.
Anmerkung: Die Grafik zeigt die Ergebnisse für 2019 – das Basisjahr, an dem die langfristigen Ziele der EZB zur Emissionsverringerung gemessen werden – und für die letzten drei Jahre, für die Daten verfügbar sind. Ergebnisse für die Zeit davor sind den früheren Umwelterklärungen zu entnehmen.
4.3.2 Reinigungsmittel
Die Menge der für alle Reinigungsarbeiten in sämtlichen Gebäuden verwendeten ungefährlichen Reinigungsmittel ist 2025 gegenüber 2024 um 65,7 % zurückgegangen. Die Menge an ungefährlichen Reinigungsmitteln, die in den Verpflegungs-
einrichtungen im Hauptgebäude verwendet wurden, ist gegenüber 2024 um 3,8 % gestiegen. Die Menge der verwendeten gefährlichen Reinigungs-
mittel ist um 2,5 % zurückgegangen. Die Menge der ungefährlichen Reinigungsmittel, die in den Verpflegungseinrichtungen der Gebäude im Stadt-
zentrum verwendet wurden, hat sich um 14,5 % verringert, die Menge der gefährlichen Reinigungs-
mittel um 23,9 %.
Für die regelmäßigen Reinigungsarbeiten werden bei der EZB in allen Gebäuden nicht chemische Reinigungsverfahren verwendet. Dabei kommen mikrobiologische Reinigungsmittel, ozonisiertes Wasser und mechanische Reinigungsmittel zum Einsatz.
Die EZB setzt die festgelegten Maßnahmen weiter um und sucht ständig nach Möglichkeiten, den Reinigungsmittelverbrauch in allen Gebäuden weiter zu senken.
Wie in den Vorjahren wurde der Catering-Betrieb in allen drei Gebäuden von einem externen Dienstleister durchgeführt.
Der Umstand, dass für alle drei Gebäude derselbe Dienstleister zuständig ist, ermöglicht eine Straffung der Reinigungsprozesse.
Der Rückgang des Verbrauchs gefährlicher Reinigungsmittel im Stadtzentrum kann auf die Optimierung der Dosiersysteme zurückgeführt werden.
Auch die Eröffnung des Pop-up-Restaurants im Japan Center nach der Schließung des Eurotowers hatte Auswirkungen auf den Verbrauch.
Grafik 9
Reinigungsmittelverbrauch
(in Tonnen)

Quelle: EZB.
Anmerkung: Die Grafik zeigt die Ergebnisse für 2019 – das Basisjahr, an dem die langfristigen Ziele der EZB zur Emissionsverringerung gemessen werden – und für die letzten drei Jahre, für die Daten verfügbar sind. Ergebnisse für die Zeit davor sind den früheren Umwelterklärungen zu entnehmen.
4.3.3 Büromaterial
Um den Gebrauch von nachhaltigem Büromaterial zu fördern, weist die EZB in ihrem Büromaterialkatalog auf Artikel mit Umweltsiegel hin und analysiert den Anteil umweltfreundlicher Büroartikel im Zeitverlauf. Aufgrund eines Wechsels der Lieferanten im Jahr 2025 sind nur Daten für Juni bis Dezember 2025 verfügbar. In dieser Zeit erreichte der Anteil umweltfreundlicher Schreibwaren 81,8 %, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 51,7 % entspricht.
Die EZB prüft Mittel und Wege, wie sich dieser Anteil weiter erhöhen lässt. Die Mitarbeitenden werden angehalten, nicht benutzte Schreibmaterialien und sonstige Büroartikel an das Logistiklager zurückzugeben, damit andere sie verwenden können. Darüber hinaus ist probeweise ein Leihkatalog eingeführt worden, damit die Belegschaft Artikel ausleihen und nach Gebrauch wieder zurückgeben kann. Muss Büromaterial beschafft werden, das nicht zum Standardsortiment des Büromaterialkatalogs zählt, werden nach Möglichkeit nachhaltige Produkte eingekauft.
4.3.4 Chemikalien zur Wasseraufbereitung und Kältemittel
Der Verbrauch von Chemikalien zur Wasseraufbereitung ging 2025 im Hauptgebäude im Vergleich zu 2024 um 50 % zurück. In den Gebäuden im Stadtzentrum ist er im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 % gestiegen. Für die drei Gebäude wurden keine Kühlmittelverluste gemeldet.
Grafik 10
Zur Wasseraufbereitung verwendete Chemikalien
(in Tonnen)

Quelle: EZB.
Grafik 11
Kältemittelverluste
(in Kilogramm)

Quelle: EZB.
Anmerkung: Die Grafik zeigt die Ergebnisse für 2019 – das Basisjahr, an dem die langfristigen Ziele der EZB zur Emissionsverringerung gemessen werden – und für die letzten drei Jahre, für die Daten verfügbar sind. Ergebnisse für die Zeit davor sind den früheren Umwelterklärungen zu entnehmen.
4.4 Wasser und Abwasser

Der Wasserverbrauch in allen drei Gebäuden wird genau überwacht, und die EZB ist ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, die Wassernutzung zu optimieren. Frischwasser für technische Zwecke ist Wasser, das für die Temperaturregelung in den Gebäuden verwendet wird. Frischwasser für sonstige Zwecke beinhaltet Wasser, das in den Sanitäreinrichtungen, Büroküchen und Kantinen verwendet wird. Das zur Bewässerung der Bäume in den Grünanlagen des Hauptgebäudes eingesetzte Wasser ist in „Frischwasserverbrauch für sonstige Zwecke“ enthalten. Dies macht sich beim Gesamtverbrauch bemerkbar, wenn man den „Frischwasserverbrauch für sonstige Zwecke“ im Hauptgebäude mit dem in den Gebäuden im Stadtzentrum vergleicht.
Im Hauptgebäude ist der Frischwasserverbrauch im Vergleich zu 2024 um 5,2 % gesunken und der Verbrauch von Wasser für sonstige Zwecke um 8,2 %. Für technische Zwecke wurden 11,4 % mehr Wasser verbraucht.
In den Gebäuden im Stadtzentrum sank der Frischwasserverbrauch um 10 % und der Verbrauch von Wasser für technische Zwecke um 51,7 %.
Frischwasserverbrauch 2025 insgesamt: 71 811 m3
Der höhere Verbrauch von Frischwasser für technische Zwecke lässt sich mit Änderungen der Leistung des Rechenzentrums erklären, die sich auf den Wasserbedarf für die Kühlung auswirken.
In den Gebäuden im Stadtzentrum ist der Verbrauch von Frischwasser gegenüber 2024 zurückgegangen. Nach einem starken Anstieg des Frischwasserverbrauchs für technische Zwecke im Stadtzentrum, der auf die regelmäßige Spülung der Wasserleitungen zurückzuführen war, ging der Verbrauch im Jahr 2025 nach dem Einbau von automatischen Spülstationen erneut zurück.
Weitere Informationen zu den mit Wasser und Abwasser verbundenen CO2e-Emissionen finden sich im Unterabschnitt zu erworbenen Waren und Dienstleistungen in Kapitel 3.2 – Indirekte Emissionen.
Grafik 12
Wasserverbrauch – Hauptgebäude
(in m³)

Quelle: EZB.
Anmerkung: Die Grafik zeigt die Ergebnisse für 2019 – das Basisjahr, an dem die langfristigen Ziele der EZB zur Emissionsverringerung gemessen werden – und für die letzten drei Jahre, für die Daten verfügbar sind. Ergebnisse für die Zeit davor sind den früheren Umwelterklärungen zu entnehmen.
Grafik 13
Wasserverbrauch – Gebäude im Stadtzentrum
(in m³)

Quelle: EZB.
Anmerkung: Nähere Informationen zu den mit Wasser und Abwasser verbundenen Treibhausgasemissionen finden sich im Unterabschnitt zu erworbenen Waren und Dienstleistungen in Kapitel 3.2 – Indirekte Emissionen. Die Grafik zeigt die Ergebnisse für 2019 – das Basisjahr, an dem die langfristigen Ziele der EZB zur Emissionsverringerung gemessen werden – und für die letzten drei Jahre, für die Daten verfügbar sind. Ergebnisse für die Zeit davor sind den früheren Umwelterklärungen zu entnehmen.

4.5 Abfall und Recycling
Abbildung 11
Ziele der Abfallbewirtschaftung

Abbildung 12
Maßnahmen Abfallbewirtschaftung – Highlights

Das Gesamtabfallaufkommen in den Gebäuden der EZB ist mit 817 Tonnen im Jahr 2025 gegenüber 2024 um 44 % gestiegen.
Von diesem Gesamtabfallaufkommen werden 485 Tonnen als reguläre Abfälle eingestuft. Weitere 91 Tonnen Abfall sind durch den Umzug in das neue Gebäude entstanden.
Durch die Umsetzung des Konzepts der dynamischen Arbeitsumgebung und die Renovierung des Sitzungssaals des EZB-Rats entstanden 23 Tonnen Abfall.
Das gesamte Abfallaufkommen der EZB stieg 2025 gegenüber 2024 um 44 % auf 817 Tonnen. Erklären lässt sich dies mit den Vorbereitungen für den Umzug in das Gallileo-Gebäude, der Umsetzung des Konzepts der dynamischen Arbeitsumgebung und der Renovierung des Sitzungssaals des EZB-Rats. Von den 817 Tonnen Abfällen im Jahr 2025 waren 761 Tonnen nicht gefährliche Abfälle und 56 Tonnen gefährliche Abfälle. Der Umzug in das Gallileo-Gebäude wird sich auch auf die Abfalldaten im Jahr 2026 auswirken. Die EZB ist sich dieser Entwicklungen bewusst und hat im Rahmen des Umweltmanagementprogramms 2025-2027 ein spezifisches Abfallziel formuliert. Aktuelle Informationen zu sämtlichen Abfallmaßnahmen sind Kapitel 7.4 – Maßnahmen Abfall zu entnehmen.
Die EZB hatte es zwar zur Priorität erklärt, möglichst viele Gegenstände aus dem Eurotower weiterzuverwenden. Trotzdem hatte die Räumung des Gebäudes eine Zunahme des Abfallaufkommens zur Folge. Die Abfallmenge, die dem Umzug zuzurechnen ist, macht 11,1 % des gesamten Abfallaufkommens aus. Die bei der Umsetzung des Projekts „Dynamische Arbeitsumgebung“ und der Renovierung des Sitzungssaals des EZB-Rats angefallenen Abfälle machten 3 % des gesamten Abfallaufkommens aus. Weitere Abfallquellen sind Bio- und Fettabfälle aus dem Catering, vertrauliche (Papier-) Abfälle und als Spende abgegebene IT-Geräte.
2025 gab die EZB erneut IT-Geräte als Spende ab. So konnten Altgeräte weiterverwendet und IT-Abfälle reduziert werden. Für die EZB sind Abfallentsorgung und -trennung wichtige Themen, für die sie die Belegschaft und ihre Dienstleister weiterhin sensibilisieren will. Alle neuen und bestehenden Beschäftigten sowie Lieferanten erhalten die jeweils aktuellen Informationen zur Abfalltrennung bei der EZB.
Grafik 14
Abfälle 2025 nach Quelle

Entwicklungen im Hauptgebäude

Entwicklungen im Stadtzentrum

Grafik 15
Abfall und Recycling – Hauptgebäude
(in Tonnen)

Quelle: EZB.
Anmerkung: Restmüll bezeichnet mit Haushaltsabfällen vergleichbare Gewerbeabfälle. Die Grafik zeigt die Ergebnisse für 2019 – das Basisjahr, an dem die langfristigen Ziele der EZB zur Emissionsverringerung gemessen werden – und für die letzten drei Jahre, für die Daten verfügbar sind. Ergebnisse für die Zeit davor sind den früheren Umwelterklärungen zu entnehmen.
Grafik 16
Abfall und Recycling – Stadtzentrum
(in Tonnen)

Quelle: EZB.
Anmerkung: Restmüll bezeichnet mit Haushaltsabfällen vergleichbare Gewerbeabfälle. Weitere Informationen zu Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit Abfällen finden sich in Kapitel 3.2 – Indirekte Emissionen. Die Grafik zeigt die Ergebnisse für 2019 – das Basisjahr, an dem die langfristigen Ziele der EZB zur Emissionsverringerung gemessen werden – und für die letzten drei Jahre, für die Daten verfügbar sind. Ergebnisse für die Zeit davor sind den früheren Umwelterklärungen zu entnehmen.
Tabelle 1
Aufschlüsselung der Abfallarten nach der deutschen Gewerbeabfallverordnung
Gewerbeabfälle | Abfallmenge 2025 (in Tonnen) | |
|---|---|---|
EZB insgesamt | Bioabfälle | 189 |
Restmüll | 103,7 | |
Papiermüll | 149,3 | |
Verpackungsmüll | 27,1 | |
Glas | 9,5 | |
Sperrmüll | 36,1 | |
Verpackungsmüll (Holz) | 12,6 | |
Abfälle nach Gewerbeabfallverordnung insgesamt | Gewerbeabfälle insgesamt | 527,5 |
Getrenntsammlungsquote | 80,3 % | |
Anmerkung: Die Unterschiede zwischen den in Tabelle 1 und den in den Grafiken 15 und 16 angegebenen Abfallmengen sind darauf zurückzuführen, dass die Abfallarten nach der Gewerbeabfallverordnung anders kategorisiert werden: Bioabfälle enthalten keine Fettabscheiderabfälle; Verpackungsmüll enthält keine Abfälle, die nach dem deutschen dualen System „Der Grüne Punkt“ entsorgt werden; Papiermüll umfasst Papier, Kartonagen und Papiermüll aus vertraulichen Dokumenten.
Die Gesamtabfallmenge gemäß deutscher Gewerbeabfallverordnung belief sich 2025 auf 527,5 Tonnen, was einer Zunahme um 53,3 % gegenüber 2024 entspricht. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die Umsetzung des Konzepts der dynamischen Arbeitsumgebung und die Vorbereitungen für den Umzug in das neue Gebäude zurückzuführen. Bei beiden Projekten entstanden zusätzliche Abfälle, z. B. durch die Beseitigung großer Mengen an Papier. Die getrennt gesammelten Gewerbeabfälle (Gesamtabfälle ohne Restmüll) im Sinne der Gewerbeabfallverordnung beliefen sich auf 423,8 Tonnen, was einer Getrenntsammlungsquote von 80,3 % für das Jahr 2025 entspricht. Der Restmüll wird in einer zertifizierten Abfallbehandlungsanlage vorsortiert und entsorgt.

4.6 Biodiversität
Abbildung 13
Ziel Biodiversität

Abbildung 14
Maßnahmen Biodiversität – Highlights

Im Jahr 2025 hat die EZB ihre Biodiversitätsagenda weiter ausgebaut und die in den letzten Jahren entwickelten Strategien und Verfahren vorangebracht. Im Mittelpunkt ihres Ansatzes stehen nach wir vor der Schutz und die Steigerung der biologischen Vielfalt, der Artenschutz und die nachhaltige Pflege der Grünflächen. Im Laufe des Jahres wurden bedeutende Fortschritte bei der Schaffung einer Umgebung erzielt, die eine sehr vielfältige Flora und Fauna begünstigt. Gleichzeitig wurden auch die Beschäftigten stärker für das Thema sensibilisiert.
Ein wichtiger Meilenstein im Jahr 2025 war die offizielle Eröffnung des Naturlehrpfads der EZB im Rahmen der Aktivitäten zur Biodiversitätswoche. Der Pfad entstand im Zuge der Umsetzung des Konzepts der artenreichen Grünpflege in der Grünanlage des Hauptgebäudes. Er soll sowohl dem Personal als auch den Besucherinnen und Besuchern der EZB das Gesamtkonzept sowie die konkreten Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität auf dem Gelände näher bringen. Er besteht aus neun Themenstationen und einer Einführungsstation, die man sich alle auch digital über das Intranet der EZB ansehen kann. Die Stationen zeigen, wodurch sich die Grünanlage besonders auszeichnet, etwa durch die Anpflanzung heimischer Wildblumen, die Anlage von Sanddünen und den umweltfreundlichen Umgang mit Totholz und Laubstreu. Aktuelle Informationen zu sämtlichen Biodiversitätsmaßnahmen sind Kapitel 7.5 – Maßnahmen Biodiversität zu entnehmen.
Das ganze Jahr über wurden aus Zweigen und Ästen aus dem regelmäßigen Baumschnitt Totholzstapel gebildet. Diese Strukturen bieten vielfältigen Organismen Schutz, und sie unterstützen den Nährstoffkreislauf im Ökosystem der Grünflächen. Durch diese Aufwertung der Grünanlagen gewinnt das EZB-Gelände nicht nur optisch, es entstehen auch wichtige Lebensräume und Nahrungsquellen für heimische Wildtiere. Die Anpflanzung heimischer Arten stärkt die Widerstandskraft des Ökosystems. Dies ist besonders wichtig, da das Umweltamt der Stadt Frankfurt das EZB-Areal als Trockenbiotop eingestuft hat.
Darüber hinaus führte die EZB die systematische Überwachung und Dokumentation der Flora und Fauna auf ihrem Gelände fort. Diese Arbeit dient dazu, die auf ihrem Areal vorhandene Biodiversität mit der anderer Gegenden in Frankfurt und Hessen zu vergleichen. Die Erkenntnisse tragen dazu bei, die Wirksamkeit der aktuellen Maßnahmen zu beurteilen und Bereiche zu ermitteln, in denen vielleicht noch weitere Maßnahmen erforderlich sind. Unterstützt wird dieser Prozess von externen Monitoring-Fachleuten, die zusätzliche Möglichkeiten aufzeigen, wie die biologische Vielfalt gestärkt werden kann.
Die EZB organisierte erneut ein themenspezifisches Veranstaltungsprogramm rund um den Internationalen Tag der Biodiversität und bekräftigte damit ihr langfristiges Engagement für den Naturschutz. Die Biodiversitätswoche 2025 bot ein vielfältiges Programm an Aktivitäten zum Thema Naturschutz. Ziel war es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EZB zu informieren, sie für dieses Thema zu gewinnen und ihnen Anregungen zu geben. An Informationsständen, an denen auch Fachleute des Senckenberg-Instituts mitwirkten, konnten sie mehr über lokale Vogelarten erfahren, das Green-Care-Team und externe Fachleute boten Führungen durch die EZB-Grünanlage an. Interaktive Workshops im Format „Biodiversität Fresk“ gaben Aufschluss über die Funktion der biologischen Vielfalt und die Belastungen, denen diese ausgesetzt ist.
Die Aktivitäten der EZB im Bereich der biologischen Vielfalt im Jahr 2025 zeugen von einem starken und anhaltenden Bekenntnis zur Verantwortung für die Umwelt. Durch eine Ausweitung naturschutzorientierter Verfahren, eine sorgfältige Beobachtung und die Sensibilisierung ihres Umfelds entwickelt die EZB weiterhin ein gesundes, dynamisches Ökosystem, das sowohl der Natur als auch denjenigen zugutekommt, die ihr Gelände nutzen und sich daran erfreuen. Das Umweltmanagementprogramm 2025-2027 trägt zu diesen Bemühungen bei und unterstützt weitere Fortschritte beim Erhalt der biologischen Vielfalt. Die Verringerung des Einsatzes von Chemikalien bei der Reinigung und die Einbeziehung von Umweltkriterien in Ausschreibungen mit der Priorität 1 (siehe Kapitel 4.8 – Umweltorientierte öffentliche Beschaffung) trägt ebenfalls dazu bei, die Biodiversität über die EZB-eigenen Grünflächen hinaus zu fördern.
4.7 Banknoten

Im Rahmen der Bargeldstrategie des Eurosystems ist die EZB bestrebt, die Nachhaltigkeit der Euro-Banknoten im gesamten Bargeldkreislauf zu erhöhen.
Nur die EZB und die nationalen Zentralbanken des Eurosystems sind dazu befugt, im Euroraum Banknoten auszugeben. Ende 2025 befanden sich 31,3 Milliarden Euro-Geldscheine im Umlauf.
Die EZB koordiniert, überwacht und reguliert Design, Herstellung und Umlauf der Euro-Banknoten. Sie fördert ein gutes Umweltmanagement und ist bestrebt, zum Schutz der Öffentlichkeit und der an Herstellung und Inverkehrgabe der Euro-Banknoten beteiligten Personen Gesundheits- und Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Alle Hersteller von Euro-Banknoten und Lieferanten der wichtigsten Rohstoffe müssen der EZB ihre Zertifikate für die Normen ISO 9001, ISO 14001 und ISO 45001 sowie gesonderte Erklärungen vorlegen. Dies dient dem Nachweis, dass sie die einschlägigen Anforderungen an das Qualitäts-, Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsmanagement erfüllen und ihr Geschäftsgebaren ethisch ist. Ferner behält die EZB die Umweltauswirkungen der Banknotenherstellung im Blick und überprüft diese jedes Jahr.
Im Jahr 2022 hatte die EZB mithilfe des „Umweltfußabdrucks von Produkten“ untersucht, wie sich der vollständige Banknotenkreislauf auf die Umwelt auswirkt. Diese Methode wurde von der Europäischen Kommission entwickelt und deckt vielerlei Aspekte ab. Zur Berechnung der Umweltauswirkungen ihres Betriebs zog die EZB hingegen das Greenhouse Gas Protocol heran. Der ökologische Fußabdruck der Euro-Banknoten als Zahlungsinstrument ist sehr klein. Er beträgt 0,01 % der gesamten Umweltauswirkungen eines Menschen im Euroraum. Im Jahr 2027 soll erneut überprüft werden, welchen Umweltfußabdruck der gesamte Bargeldkreislauf hinterlässt. Die mit Euro-Banknoten zusammenhängenden Emissionen fließen nicht in den betriebsbedingten CO2-Fußabdruck der EZB ein, da das Eurosystem als Ganzes für die Banknoten verantwortlich ist.
Die EZB und die nationalen Zentralbanken des Eurosystems ergreifen Maßnahmen zur weiteren Verringerung der Umweltauswirkungen der Euro-Banknoten. So stammten die zur Herstellung von Euro-Banknotenpapier verwendeten Baumwollfasern 2025 ausschließlich aus nachhaltigem Anbau, und der bei der Herstellung verbrauchte Strom stammt zunehmend aus dekarbonisierten Quellen. Am Ende ihrer Lebensdauer werden Banknoten mithilfe von Verwertungs- und Recyclingverfahren entsorgt. Die Entsorgung über die Mülldeponie oder durch Verbrennung (ohne Energierückgewinnung) ist seit 2022 verboten. Von 2030 an werden die Flugzeuge, die Banknoten zwischen den nationalen Zentralbanken des Eurosystems transportieren, mit 100 % nachhaltigem Kraftstoff betankt, und schon 2027 wird der Anteil dieses Kraftstoffs höher sein, als nach der Verordnung zur Initiative „ReFuelEU Aviation“ verlangt.
Die EZB steht im Austausch mit allen Beteiligten, um weitere Möglichkeiten zu finden, mit denen sich die Nachhaltigkeit der Euro-Banknoten im gesamten Bargeldkreislauf, auch beim Ökodesign künftiger Euro-Banknoten, in ökologischer Hinsicht verbessern lässt. Zu diesem Themenbereich laufen mittlerweile mehrere Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Die Projekte dienen dem Ziel, die ökologische Nachhaltigkeit der derzeitigen und künftigen Euro-Banknoten zu verbessern, indem a) ihre Umlauffähigkeit verlängert, b) Rohstoffe mit geringeren Umweltauswirkungen eingesetzt und c) nachhaltigere Lösungen für die Behandlung der Euro-Banknoten am Ende ihres Lebenszyklus gefunden werden.
Ausführliche Informationen über die Umweltauswirkungen der Euro-Banknoten sind dem Abschnitt Der Euro auf der Website der EZB zu entnehmen.

4.8 Umweltorientierte öffentliche Beschaffung
Abbildung 15
Beschaffungsziel

Abbildung 16
Beschaffungsmaßnahmen – Highlights

Im Jahr 2025 stärkte die EZB nochmals die Rolle des öffentlichen Beschaffungswesens als wichtiges Instrument zur Umsetzung ihrer Umweltpolitik, das sie einsetzt, um bei ihren Lieferanten und internen Akteurinnen und Akteuren auf nachhaltigere Praktiken hinzuwirken. Die Zentrale Vergabestelle trug weiterhin maßgeblich zur Unterstützung des Umweltmanagementsystems der EZB bei: Sie beriet die Geschäftsbereiche zu Beschaffungsfragen, prüfte in ihrer Funktion als zweite Kontrollebene für die Beschaffung Ausschreibungsunterlagen und setzte sich dafür ein, dass Umweltaspekte im gesamten Beschaffungszyklus berücksichtigt werden.
Im Rahmen des Umweltmanagementprogramms 2025–2027 setzte sich die EZB ein neues Ziel für die Kategorien von Vergabeverfahren, die ökologisch am relevantesten sind (Priorität 1): Bei mindestens 75 % des geschätzten Gesamtwerts der Vergabeverfahren in diesen Kategorien sollten über den Dreijahreszeitraum Umweltaspekte angemessen berücksichtigt werden. Die Beschaffungskategorien mit der Priorität 1 sind diejenigen Bereiche, bei denen ein Potenzial für relevante Umweltauswirkungen besteht, wie beispielsweise IT-Hardware, Fahrzeuge, Reisen oder Gebäudeinstandhaltung und Bauarbeiten. Im Jahr 2025 wurden 96,4 % (gemessen am geschätzten Wert) aller in Bereichen mit der Priorität 1 abgeschlossenen Vergabeverfahren als „grün“ klassifiziert. Dehnt man die Analyse auf alle Beschaffungskategorien aus, so sind nahezu 84,5 % des Gesamtwerts aller 2025 abgeschlossenen Vergabeverfahren als „grün“ einzustufen. Der Anteil der Vergabeverfahren mit der Priorität 1, bei denen die Umweltauswirkungen berücksichtigt werden, dürfte im Zyklus 2025–2027 durchgängig auf einem hohen Niveau verbleiben und das Ziel des Umweltmanagementprogramms erfüllen. Dies zeigt, dass in Bereichen mit großen Auswirkungen – wie IT-Hardware, technische Geräte und andere Kategorien der Priorität 1 – geeignete ökologische Kriterien nun standardmäßig berücksichtigt werden, wann immer dies möglich ist. Außerdem wurde die nachhaltige Beschaffung ausdrücklich als wesentliches Ziel in den mehrjährigen Beschaffungsplan der EZB für 2026–2028 aufgenommen, was ihre strategische Bedeutung unterstreicht. Darüber hinaus wurden bei sämtlichen von der EZB vergebenen Catering-Verträgen Fair-Trade-Anforderungen gestellt. Aktuelle Informationen zu allen Maßnahmen zur CO2e-Emissionsreduktion sind Kapitel 7.6 – Umweltfreundliche öffentliche Beschaffung zu entnehmen.
Gleichzeitig prüft die EZB Software-Lösungen, mit denen die Umweltrisikobewertung für Lieferanten, die in ihr Vertrags- und Lieferantenmanagementsystem integriert ist, mit umfassenderen Umwelt-, Sozial- und Governance-Informationen angereichert werden kann, die den geltenden ESG-Vorschriften und ‑Verordnungen entsprechen.
Auf der Ebene des Eurosystems wurden Wissensaustausch und die Harmonisierung erheblich verbessert. Das im Rahmen des Schuman-Programms betriebene Projekt zur umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung, das von der EZB 2025 erfolgreich durchgeführt wurde, hat sich zu einem ständigen Netzwerk von Sachverständigen entwickelt, das die gesamte EZB und nahezu alle Zentralbanken des Eurosystems umfasst und derzeit bei der Koordinierungsstelle für das Beschaffungswesen im Eurosystem (EPCO) angesiedelt ist. Dieses Netzwerk unterhält eine gemeinsame Datenbank über Verfahren zur umweltfreundlichen Beschaffung, die konkrete Beispiele und Fallstudien in sechs wesentlichen Kategorien enthält (Beratungstätigkeiten, Zahlungssysteme, IT-Software, Infrastruktur, Cloud und PCs/Server/Peripheriegeräte). In der Datenbank ist dokumentiert, welche Zentralbank das jeweilige bewährte Verfahren einsetzt, ob es sich um Kriterien der Kategorie Umwelt oder Soziales handelt und wie sie angewendet werden. Außerdem wird ihre Effektivität bewertet. Das Personal der Zentralen Vergabestelle kann auf diese Datenbank zugreifen und den Beschaffungsabteilungen relevante Beispiele übermitteln. Einige Fallstudien werden auch in die Leitlinien für nachhaltige Beschaffung einfließen, die die Zentrale Vergabestelle 2026 zu überarbeiten plant.
Die EZB hat 2025 nicht nur die Ökologisierung ihrer Beschaffungsprozesse gefördert und vorangetrieben, sie hat auch wieder großen Wert auf Kapazitätsaufbau und Sensibilisierung gelegt. Allen im Beschaffungswesen tätigen Mitarbeitenden der EZB wird die Möglichkeit geboten, an externen Kursen zur umweltfreundlichen Beschaffung teilzunehmen, die über das EZB-weite Schulungsportal EUREKA bereitgestellt werden. Darüber hinaus bereitet die Zentralen Vergabestelle für Beschäftigte der EZB ein neues Schulungsprogramm zum Thema Beschaffung vor, das aus kurzen E-Learning-Modulen besteht. Dieses beinhaltet auch ein spezielles Modul zum Thema Umweltfreundlichkeit, das Ende 2027 freigeschaltet werden soll. Parallel dazu organisiert die EZB weiterhin Sensibilisierungsaktivitäten im Bereich nachhaltige Beschaffung, um bewährte Verfahren herauszustellen und den Dialog innerhalb der Organisation zu fördern.
Ihrem Auftrag gemäß unterstützt die Zentrale Vergabestelle mit diesen Maßnahmen weiterhin die Geschäftsbereiche dabei, Umwelt- und Sozialkriterien einheitlich und den Vorschriften entsprechend in ihre Beschaffungsverfahren zu integrieren. Gleichzeitig fördert sie so die Angleichung an die Partner im Eurosystem und trägt dazu bei, die für das Beschaffungswesen relevanten umwelt- und klimabezogenen Ziele und Anforderungen innerhalb der EZB wirksam umzusetzen.

4.9 Dienstreisen

Bei den durch Reisetätigkeit verursachten Umweltauswirkungen der EZB waren 2025 bemerkenswerte Veränderungen festzustellen. Die von Beschäftigten insgesamt zurückgelegte Strecke nahm leicht zu und stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,7 %. Sie lag mit 26 166 597 Kilometern jedoch immer noch um 32 % unter dem Niveau von 2019.[7] Die Emissionen aus Dienstreisen betrugen 5 794 Tonnen CO2‑Äquivalente. Dies entspricht einem Rückgang um 37 % gegenüber dem Vorjahr und um 52 % im Vergleich zu 2019. Ein Hauptfaktor für diesen deutlichen Rückgang im Vorjahresvergleich war die Aktualisierung der flugbezogenen Emissionsfaktoren, die das britische Ministerium für Energiesicherheit und Klimaneutralität (Department for Energy Security and Net Zero) herausgibt. Da die überarbeiteten Faktoren die Flugzeugauslastung nach der Pandemie widerspiegeln, machen sich die bereits in den Vorjahren erreichten deutlichen Einsparungen bei den geflogenen Kilometern nun auch in Form geringerer Emissionen klarer bemerkbar. Dennoch machten die Emissionen aus Flugreisen im Jahr 2025 mit 97 % aller durch Dienstreisen verursachten Emissionen weiterhin den überwiegenden Teil des reisebedingten Fußabdrucks aus.
Grafik 17
Emissionen aus Dienstreisen (Pkw, Bahn und Flugzeug) und absolute Anzahl der zurückgelegten Kilometer
a) Emissionen
(in Tonnen CO2-Äquivalenten (CO2e))

b) Absolute Anzahl der pro Verkehrsmittel zurückgelegten Kilometer
(in Kilometern)

Quelle: EZB.
Anmerkung: Die Grafik zeigt die Ergebnisse für 2019 – das Basisjahr, an dem die langfristigen Ziele der EZB zur Emissionsverringerung gemessen werden – und für die letzten drei Jahre, für die Daten verfügbar sind. Ergebnisse für die Zeit davor sind den früheren Umwelterklärungen zu entnehmen.
Anknüpfend an die starke Wirkung der unter dem vorangegangenen Umweltmanagementplan eingeführten Maßnahmen wurde das Ziel, die durch Dienstreisen bedingten Emissionen auf 60 % des Niveaus von 2019 zu begrenzen, in den neuen Umweltmanagementplan übertragen. Er sieht vor, dass dieses Ziel 2027 erreicht wird. Auf diese Weise sollen die ökologisch nachhaltigeren Arbeitsweisen, die während der Pandemie entstanden sind, fester verankert und reisebedingte Umweltauswirkungen noch stärker begrenzt werden. Entsprechend dem Grundsatz der kontinuierlichen Verbesserung, der dem Umweltmanagementsystem der EZB zugrunde liegt, werden die internen Reisebestimmungen regelmäßig auf mögliche Verbesserungen überprüft. Die erfolgreichen Bemühungen der EZB um mehr ökologische Nachhaltigkeit bei Dienstreisen schlagen sich in einer deutlichen Zunahme der Bahnfahrten nieder. Im Jahr 2025 war die Zahl der per Bahn zurückgelegten Reisekilometer nahezu siebenmal so hoch wie 2019 und ist seit 2023 weitgehend stabil geblieben. Aktuelle Informationen zu allen CO2e-Emissionen sind Kapitel 7.2 – Maßnahmen zur Emissionsreduktion zu entnehmen.
Abbildung 18
Prozentualer Anteil der insgesamt bei Dienstreisen zurückgelegten Kilometer pro Verkehrsmittel
Prozentualer Anteil am Gesamtvolumen pro Verkehrsmittel
(in %)

Quelle: EZB.
Zudem wurde 2024 im Rahmen des seit Langem etablierten Umweltnetzwerks der Zentralbanken (Environmental Network of Central Banks – ENCB) eine spezielle Arbeitsgruppe gebildet, die einen strukturierten Ansatz für die nachhaltigere Gestaltung interinstitutioneller Dienstreisen und Veranstaltungen entwickeln soll. Im Jahr 2025 hat diese Arbeitsgruppe ihr wichtigstes Ergebnis – einen unverbindlichen Leitfaden – planmäßig abgeschlossen. Weitere Informationen zur interinstitutionellen Zusammenarbeit finden sich in Kapitel 6.10 – Kommunikation, Engagement und Sensibilisierung. In dem genannten Leitfaden wird eine Methode zur Treibhausgasbilanzierung vorgeschlagen, mit der sowohl die Berechnung der betreffenden Emissionen unterstützt als auch ein harmonisierter Ansatz unter den ENCB-Mitgliedern gewährleistet werden soll. Um ihre eigenen internen Verfahren für die CO2-Bilanzierung besser mit den Empfehlungen der ENCB-Taskforce in Einklang zu bringen, beschloss die EZB im Jahr 2025, die Kategorie „Flugreisen international“ einzustellen und ihre Berechnungen ausschließlich auf die Kategorien „Flugreisen Inland“, „Flugreisen Kurzstrecke“ und „Flugreisen Langstrecke“ zu stützen. Infolge dieser Änderungen mussten alle Flugreisen, die seit Einführung der Kategorie „Flugreisen international“ im Jahr 2021 stattgefunden hatten, neu klassifiziert und neu berechnet werden. Die Auswirkungen dieser Neuklassifizierung auf die Emissionen sind in Abbildung 19 dargestellt.
Abbildung 19
Emissionen aus Dienstreisen per Flugzeug mit und ohne die Kategorie „Flugzeugreisen international“
Emissionen
(in Tonnen CO2-Äquivalenten (CO2e))

Quelle: EZB.
Die Aktivitäten der EZB im Zusammenhang mit Konferenzen gingen im Vergleich zu 2024 um 31,2 % zurück. Die Gesamtemissionen aus An- und Abreisen von Teilnehmenden zur EZB beliefen sich auf 2 855 Tonnen CO2e.[8] Dies entspricht einem Rückgang von 73,5% im Vergleich zu 2019. Der Hauptgrund für den erheblichen Emissionsrückgang bestand darin, dass deutlich weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Sitzungen, Veranstaltungen oder Konferenzen der EZB anreisten. Im Vergleich zu 2024 ging die Zahl der Personen, die zu solchen Zwecken die Räumlichkeiten der EZB besuchten, im Jahr 2025 um 38 % zurück. Die oben erwähnten Auswirkungen der aktualisierten Emissionsfaktoren für Flugreisen verstärkten diesen Rückgang. Die Organisation von Sitzungen war 2025 nicht mehr formell durch das Ziel bestimmt, das im vorangegangenen Zyklus des Umweltmanagementprogramms festgelegt worden war. Die Organisatoren richteten sich aber weiterhin nach den Vorgaben aus den vorangegangenen beiden Jahren.[9] Dies hatte zur Folge, dass im Jahr 2025 nur 34 % aller Sitzungen mit externen Teilnehmenden vor Ort stattfanden. Dieser Wert liegt deutlich unter der empfohlenen Obergrenze von 50 %.
Arbeitsweg der Belegschaft und Teleworking
Die Emissionen aus dem Arbeitsweg der Belegschaft und Teleworking werden mithilfe einer Umfrage ermittelt, die alle zwei Jahre durchgeführt wird. Die letzte solche Umfrage fand 2025 statt. Es war die zweite Umfragerunde nach der Pandemie unter den Bedingungen einer unveränderten Teleworking-Richtlinie. Da umfragebasierte Methoden gewisse Einschränkungen aufweisen, sind die daraus resultierenden Schätzungen mit einem höheren Maß an Unsicherheit behaftet und sollten daher mit Vorsicht interpretiert werden.
Im Jahr 2025 beliefen sich die Emissionen aus dem Arbeitsweg der Belegschaft auf 1 175 Tonnen CO2e, eine Reduktion um 25 % gegenüber 2024 und um 58 % gegenüber dem Ausgangswert von 2019. Im Gegensatz dazu stiegen die Emissionen im Zusammenhang mit Teleworking im Vergleich zum Vorjahr auf 424 Tonnen CO2e – ein Anstieg um 36 % gegenüber 2024. Wie bereits in den Vorjahren hingen die durch Teleworking verursachten Emissionen weitgehend mit dem Heizen zusammen, auf das 80 % dieser Quelle entfielen. Die Treibhausgasemissionen aus dem Arbeitsweg der Belegschaft und Teleworking werden in Kapitel 3.2 – Indirekte Emissionen dargestellt.

4.10 Kommunikation, Engagement und Sensibilisierung
Abbildung 17
Kommunikation, Engagement und Sensibilisierung

Abbildung 18
Kommunikation, Engagement und Sensibilisierung – Highlights

Im Jahr 2025 hat die EZB intensiv über Umweltthemen informiert und dafür sensibilisiert. Sowohl online als auch vor Ort wurden vielfältige Veranstaltungen abgehalten und Initiativen ergriffen. Vor allem bemühte sich die EZB um einen stärkeren Austausch mit ihren Mitarbeitenden und Interessengruppen, um mehr gemeinsames Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt zu schaffen. In diesem Kapitel werden die wichtigsten Ereignisse und Aktivitäten beschrieben, die die Umweltagenda der EZB im Jahresverlauf geprägt haben.

Am 22. März 2025 beteiligte sich die EZB das 14. Jahr in Folge an der Earth Hour, einer weltweiten Initiative des World Wildlife Fund. Im Zuge der Aktion wurde die nicht unbedingt notwendige Beleuchtung 60 Minuten lang ausgeschaltet, um auf klimapolitische Herausforderungen aufmerksam zu machen und für eine nachhaltige Zukunft unseres Planeten zu werben. Unter dem Motto „Give an hour for Earth doing something you love“ bot die EZB ein spezielles Earth-Hour-Menü an, das die Beschäftigten später zu Hause selbst zubereiten konnten.
Wie in den Vorjahren war die Biodiversitätswoche, die in Verbindung mit dem Weltbienentag am 20. Mai stattfand, auch 2025 eine wichtige Veranstaltung. In Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Klimawandel wurde ein breites Spektrum von Aktivitäten aufgelegt, um für Biodiversität und Naturverlust zu sensibilisieren. Ein besonders beliebtes Highlight war ein Stand zu heimischen Vogelarten, der in Zusammenarbeit mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung gestaltet wurde. In den Räumlichkeiten der EZB fanden interaktive Workshops im Format „Biodiversity Fresk“ statt, und die Mitarbeitenden wurden erneut zu Führungen durch die Grünanlagen der EZB am Hauptgebäude eingeladen, bei denen sie mehr über die Förderung der Biodiversität vor Ort erfahren konnten. In Zusammenarbeit mit der Theatergruppe der EZB wurde eine inszenierte Lesung des Stücks „Der Volksfeind“ von Henrik Ibsen aufgeführt. Zusätzlich fand im Kompetenzzentrum Klimawandel auf Einladung der Generaldirektion Forschung eine wissenschaftliche Tagung zum Thema „Die Ökonomie von Klimawandel und Biodiversität“ statt. Die Initiative „No Mow May“ („Kein Mähen im Mai“) wurde auch in diesem Jahr wieder aufgegriffen, um die Bedeutung natürlicher Lebensräume für die Förderung der biologischen Vielfalt hervorzuheben.
Am 5. Juni beging die EZB den Weltumwelttag mit der Auftaktveranstaltung zum aktualisierten Umweltmanagementprogramm 2025-2027. Ziel der Veranstaltung war es, die Belegschaft in die Verwirklichung gemeinsamer Umweltziele einzubeziehen und sie über die neuen Maßnahmen des Programms zu informieren. Aktuelle Informationen zu allen Kommunikations- und Sensibilisierungsmaßnahmen sind Kapitel 7.7 – Kommunikation und Sensibilisierung zu entnehmen.
Im vierten Quartal 2025 richtete die EZB mehrere Veranstaltungen aus. Im September eröffnete das Green-Care-Team den Naturlehrpfad der EZB, nachdem zuvor in den Grünanlagen des Hauptgebäudes das Green-Care- Biodiversitätskonzept umgesetzt worden war. Der Naturlehrpfad besteht aus zehn Informationstafeln für Mitarbeitende und Besucher, auf denen sowohl das Gesamtkonzept als auch die einzelnen Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität erklärt werden.
Vom 16. bis 22. September beteiligte sich die EZB an der Europäischen Mobilitätswoche, die unter dem offiziellen Motto „Mobilität für alle“ stand. Im Rahmen der Initiative führte das Sicherheitsteam der EZB sowohl am Hauptgebäude als auch an den Standorten im Stadtzentrum Fahrradinspektionen durch. Um nachhaltiges Reisen weiter zu fördern, wurde in internen Mitteilungen auf die entsprechende Unterstützung der EZB bei Dienstreisen und auf umweltfreundliche Reisemöglichkeiten hingewiesen. Außerdem wurde ein Quiz vorgestellt, mit dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Wissen über nachhaltige Mobilität testen konnten.
Darüber hinaus beging die EZB vom 22. bis 30. November die Europäische Woche der Abfallvermeidung. Unter dem Motto „Reparieren statt wegwerfen: Elektroschrott vermeiden“ machten interne Mitteilungen auf die zunehmende Menge von Elektroabfällen in Europa aufmerksam. Den Beschäftigten wurden ein interaktives Quiz und eine Recycling-Karte zur Verfügung gestellt.
Im Dezember erhielten die Beschäftigten intern praktische Tipps für umweltfreundliche Weihnachtsbäume und zu umweltfreundlichen Verhaltensweisen während der Feiertage. Während des gesamten Jahres wurden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Filmabende unter dem Motto „Cinema of Change“ angeboten.
Das Umweltmanagementteam stellt neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin an ihrem ersten Tag seine Arbeit vor. Der seit Anfang 2022 angebotene E-Learning-Kurs zu Klimawandel und Umweltmanagement fand erneut großen Anklang: Bislang haben mehr als 3 085 Mitarbeitende der EZB den Kurs absolviert. Seit Januar 2024 gehört der E-Learning-Kurs zum Onboarding-Programm der EZB. So können sich neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beginn an mit dem Umweltmanagementsystem der EZB vertraut machen.
Die interinstitutionelle Zusammenarbeit ist nach wie vor ein Eckpfeiler des Umweltmanagementsystems der EZB und fördert den Austausch mit anderen europäischen Institutionen und den nationalen Zentralbanken des Eurosystems. Die Zusammenarbeit findet in erster Linie über wichtige Netzwerke statt, in denen bewährte Verfahren und Fachwissen zu Umweltmanagementthemen ausgetauscht werden. Das ENCB bietet den Umweltmanagementteams der europäischen nationalen Zentralbanken eine Plattform, auf der sie sich anlassbezogen und durch spezielle Arbeitsgruppen koordinieren können. Insbesondere die Arbeitsgruppe zum Thema CO2-Fußabdruck hat Fortschritte erzielt, indem sie Themen wie Teleworking und Arbeitsweg, erworbene Waren und Dienstleistungen sowie Banknoten einer eingehenden Analyse unterzog. Darüber hinaus hat die Arbeitsgruppe zum Thema Dienstreisen ihr wichtigstes Ergebnis – die Leitlinie für nachhaltiges Reisen – fertiggestellt. Diese unverbindliche Leitlinie gibt einen strukturierten Ansatz vor, mit dem Dienstreisen und Veranstaltungen ökologisch nachhaltiger gestaltet werden können. Hierzu werden die wichtigsten Strategien, Leitlinien und Methoden für die CO2-Bilanzierung dargelegt. Im Interesse einer noch engeren Kooperation fördert das Umweltnetzwerk für europäische Institutionen (Groupe Institutionnel de Management Environnemental – GIME) die Zusammenarbeit der EMAS-registrierten europäischen Institutionen. Darüber hinaus engagiert sich die EZB weiterhin im Network for Greening the Financial System, in dem Zentralbanken und Aufsichtsbehörden aus aller Welt Erfahrungen und bewährte Verfahren austauschen und zur Entwicklung von Leitfäden beitragen.
5 Technische Informationen
In den vorangegangenen Kapiteln wurden die wichtigsten Umweltaspekte der EZB, die diesbezüglichen Entwicklungen und die damit verbundenen Ziele und Maßnahmen vorgestellt. Das folgende Kapitel enthält zusätzliche Erkenntnisse und Informationen gemäß den Anforderungen der EMAS-Verordnung.
Anzahl der Arbeitsplätze | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
Hauptgebäude | 3 064 | 3 051 | 3 200 |
Gebäude im Stadtzentrum | 2 443 | 2 404 | 2 495 |
Insgesamt | 5 507 | 5 455 | 5 695 |
Quelle: EZB.
Anmerkung: Das EMAS sieht die Meldung von Arbeitsplatzindikatoren vor. Es sei darauf hingewiesen, dass gegenüber den Jahren vor der Pandemie eine leichte Verzerrung besteht, die auf die aktualisierten Teleworking-Richtlinien zurückzuführen ist. Nicht alle Arbeitsplätze sind jeden Tag belegt. Daher stellen die Arbeitsplatzindikatoren die aktuellen Entwicklungen nicht vollumfänglich dar.
5.1 Aktualisierung der Umrechnungsfaktoren
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die prozentualen Veränderungen der Umrechnungsfaktoren für CO2e-Emissionen, die bei der Berechnung der Emissionen für 2025 angewandt wurden. Weitere Informationen finden sich in Kapitel 3 – Der CO2-Fußabdruck der EZB. Obgleich die meisten Emissionsfaktoren jährlich aktualisiert werden, sind in der Tabelle nur diejenigen Faktoren angegeben, die sich gegenüber 2024 um mehr als 5 % verändert haben. Die Tabelle soll die zugrunde liegenden Veränderungen der Emissionsfaktoren transparent aufzeigen und dadurch die Messung des CO2-Fußabdrucks verbessern. Seit 2025 stellt das Umweltbundesamt (UBA) eine standardisierte, qualitätsgesicherte und regelmäßig aktualisierte Liste der Emissionsfaktoren für alle gängigen Brennstoffe sowie wichtige klimaschädliche Aktivitäten und Prozesse von Organisationen bereit. Um einen einheitlichen methodischen Ansatz für die Berechnung des CO2-Fußabdrucks der EZB zu gewährleisten, wurden nach Möglichkeit Emissionsfaktoren aus der UBA-Publikation übernommen.
Aktualisierter Umrechnungsfaktor | Quelle | Veränderung 2024-2025 |
|---|---|---|
Energie – Emissionen Scope 1 | ||
Benzin / Super | Benzin [kWh], Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: TREMOD 6.71 (Verkehrsemissionsmodell); ID 02_10_01_001_01 | 7,8 % |
Dieselkraftstoff | Diesel [kWh], Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: TREMOD 6.71 (Verkehrsemissionsmodell); ID 02_10_01_005_01 | 7,4 % |
Energie – Emissionen Scope 2 | ||
Biogas/Biomethan | ||
Strommix – Deutschland | Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger (Lauf et al. 2025); ID 05_32_01_001_01 | 7,8 % |
Fernwärme – Deutschland | Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger (Lauf et al. 2025); ID 06_31_01_008_01 Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger (Lauf et al. 2025); ID 06_20_01_008_01 | 75 % |
Energie – Emissionen Scope 3 | ||
Benzin / Super | Benzin [kWh], Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: TREMOD 6.71B (Verkehrsemissionsmodell); ID 08_31_01_001_01 | 36,4 % |
Dieselkraftstoff | Diesel [kWh], Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: TREMOD 6.71B (Verkehrsemissionsmodell); ID 08_31_01_005_01 | 60 % |
Strom aus erneuerbaren Energieträgern – Wasserkraft | Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger (Lauf et al. 2025); ID 05_31_02_001_01 | 50,3 % |
Strom aus erneuerbaren Energieträgern – Windenergie | Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger (Lauf et al. 2025); ID 05_31_02_002_01 | 70,9 % |
IT-Geräte – Emissionen Scope 3 | ||
Arbeitsplatzcomputer | Desktop-PC Grundgerät mit SSD, Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: Ökologische und ökonomische Aspekte beim Vergleich von Arbeitsplatzcomputern für den Einsatz in Behörden unter Einbeziehung des Nutzerverhaltens (Öko-APC) Texte 66/2016 (Siddharth et al. 2016); ID 10_32_01_007_XX | 101,9 % |
Laptop | Notebook Grundgerät mit SSD, Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: Ökologische und ökonomische Aspekte beim Vergleich von Arbeitsplatzcomputern für den Einsatz in Behörden unter Einbeziehung des Nutzerverhaltens (Öko-APC) Texte 66/2016 (Siddharth et al. 2016); ID 10_32_01_005_XX | 83,9 % |
Monitor | Monitor 22", Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: Ökologische und ökonomische Aspekte beim Vergleich von Arbeitsplatzcomputern für den Einsatz in Behörden unter Einbeziehung des Nutzerverhaltens (Öko-APC) Texte 66/2016 (Siddharth et al. 2016); ID 10_32_01_001_XX | 60,3 % |
Server | Server, Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: KPI4DCE (Schödwell et al. 2018); ID 10_32_02_001_XX | 28,5 % |
Teilnahme an Videokonferenz | Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: UBA-eigene Berechnung basierend auf Green Cloud Computing (Gröger et al. 2021) und Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger (Lauf et al. 2025); ID 10_32_03_002_XX | -84,6 % |
Dienstreisen – Emissionen Scope 3 | ||
Mittelklassewagen (batteriebetriebenes Elektrofahrzeug) | Pkw Elektro [km], Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: TREMOD 6.71B (Verkehrsemissionsmodell); ID 08_32_03_017_06 | 108,6 % |
Mittelklassewagen (hybrid) | PKW Plug-In-Hydrid [km], Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: TREMOD 6.71B (Verkehrsemissionsmodell); ID 02_10_02_018_06 | -25,7 % |
Mittelschweres Motorrad | Motorrad [km] Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: TREMOD 6.71B (Verkehrsemissionsmodell); ID 08_32_03_025_06 | 62,8 % |
Öffentliche Verkehrsmittel (ÖPNV) | Straßen-, Stadt- und U-Bahnen: Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: TREMOD 6.71B (Verkehrsemissionsmodell); ID 08_32_03_039_09 | -33,8 % |
Bahnreisen, Fernverkehr | Bahn Nahverkehr: Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: TREMOD 6.71B (Verkehrsemissionsmodell); ID 08_32_03_040_09 | -17,2 % |
Bahnreisen, Nahverkehr | Bahn Fernverkehr: Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: TREMOD 6.71B (Verkehrsemissionsmodell); ID 08_32_03_038_09 | -24,9 % |
Flugreisen Inland – Economy Class | 2025 Guidelines – DEFRA Greenhouse Gas Conversion Factors for Company Reporting | -15,8 % |
Flugreisen Kurzstrecke – Economy Class | -31,1 % | |
Flugreisen Kurzstrecke – Business Class | ||
Flugreisen Langstrecke – Economy Class | -41,4 % | |
Flugreisen Langstrecke – Premium Economy Class | ||
Flugreisen Langstrecke – Business Class | ||
Flugreisen Langstrecke – First Class | ||
Dienstreisen – Well-to-Tank-Emissionen[10] | ||
Well-to-Tank-Emissionen Mittelklassewagen (hybrid) | Pkw Plug-In-Hydrid [km], Berechnung aus der Differenz von Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: - TREMOD 6.63A (Verkehrsemissionsmodell); ID 08_32_03_018_06- TREMOD 6.63A (Verkehrsemissionsmodell); ID 02_10_02_018_06 | 82,7 % |
Abfall – Emissionen | ||
Aluminiumdosen und -folie | 2025 Guidelines – DEFRA Greenhouse Gas Conversion Factors for Company Reporting | -26,9 % |
Batterien | ||
Bauschutt: Reifen | ||
Bauschutt: Holz | ||
Glas | ||
Papier und Karton | ||
Kunststoffe (Verbrennung) | ||
Kunststoffe (offener Recyclingkreislauf) | ||
Elektro- und Elektronik-Altgeräte gemischt | ||
Gewerbe- und Industrieabfälle | 2025 Guidelines – DEFRA Greenhouse Gas Conversion Factors for Company Reporting | 6,6 % |
Haushaltsabfälle (Restmüll) | EBeV 2030 – Emissionsberichterstattungsverordnung 2030 – Verordnung über die Emissionsberichterstattung nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz für die Jahre 2023 bis 2030 > Anlage 2 > Teil 5 > Restabfall: Heizwertbezogener Emissionsfaktor abzüglich Biomasseanteil | 6 168,3 % |
Wasser – Emissionen Scope 3 | ||
Trinkwasser | Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: GEMIS Datensatz Xtra-Trinkwasser\DE-2020; ID 10_32_05_001_05 | 5,9 % |
Abwasser | Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: UBA-eigene Berechnung basierend auf National Inventory Report und DESTATIS Abwassermenge für häusliches und betriebliches Schmutzwasser sowie Erhebung der nichtöffentlichen Abwasserentsorgung; ID 11_32_01_001_05 | 56,2 % |
Reinigungsdienstleistungen – Emissionen Scope 3 | ||
Reinigungsdienstleistungen | Umstellung auf die Umrechnungsfaktoren des britischen BEIS/DEFRA pro ausgegebenem Euro, nach SIC-Code 2022, umgerechnet von GBP in EUR und inflationsbereinigt, Kategorie „Dienstleistungen für Gebäude und Grünflächen“; der bisherige Emissionsfaktor der ADEME ist nicht mehr verfügbar | -25,5 % |
Luftemissionen, NOx | ||
Benzin | Emissionsbilanz erneuerbarer Energien 2025 (https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/emissionsbilanz-erneuerbarer-energietraeger-2023) | 403,3 % |
Dieselkraftstoff | 147,7 % | |
Luftemissionen, SO2 | ||
Benzin | Emissionsbilanz erneuerbarer Energien 2025 (https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/emissionsbilanz-erneuerbarer-energietraeger-2023) | 23,5 % |
Dieselkraftstoff | -85,2 % | |
Luftemissionen – Feinstaub | ||
Benzin | Emissionsbilanz erneuerbarer Energien 2025 (https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/emissionsbilanz-erneuerbarer-energietraeger-2023) | -7 % |
Dieselkraftstoff | -12,5 % | |
Standortbezogene Emissionen
Aktualisierter Umrechnungsfaktor | Quelle | Veränderung 2024-2025 | CO2e-Emissionen 2025 der EZB-Standorte (in Tonnen) |
|---|---|---|---|
Strommix Deutschland (einschließlich vorgelagerter Emissionen) | Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger (Lauf et al. 2025); ID 05_32_01_001_01 | k. A. | 12 203,80 |
Fernwärmemix Deutschland | Emissionsfaktorenliste Umweltbundesamt 2025 V 2.0: Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger (Lauf et al. 2025); ID 06_31_01_008_01 und ID 06_20_01_008_01 | k. A. | 4 264,45 |
Anmerkung: Wenn laut den Richtlinien zur Berechnung des Fußabdrucks der EZB als Organisation nur standortbezogene Emissionen zulässig wären, wäre der Fußabdruck 2025 um rund 53 % größer.
Arbeitsplatzbezogene Umweltleistungsindikatoren 2023–2025
Energieverbrauch | Leistungsindikatoren pro Arbeitsplatz [in kWh pro Jahr] | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|
EZB insgesamt | Stromverbrauch pro Arbeitsplatz | 5 272 | 5 526 | 5 055 |
Heizenergieverbrauch pro Arbeitsplatz | 3 286 | 3 634 | 3 713 | |
Gesamtenergieverbrauch Gebäude pro Arbeitsplatz | 8 558 | 9 169 | 8 767 | |
Hauptgebäude | Stromverbrauch pro Arbeitsplatz | 5 750 | 5 963 | 5 400 |
Heizenergieverbrauch pro Arbeitsplatz | 2 040 | 2 224 | 2 356 | |
Prozessenergieverbrauch pro Arbeitsplatz | 72,4 | 76,9 | 72,4 | |
Gebäude im Stadtzentrum | Stromverbrauch pro Arbeitsplatz | 4 673 | 4 972 | 4 611 |
Heizenergieverbrauch pro Arbeitsplatz | 4 848 | 5 442 | 5 453 |
Büropapier-verbrauch | Leistungsindikatoren pro Arbeitsplatz (Anzahl DIN-A4-Blätter pro Jahr) | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|
EZB insgesamt | Büropapier pro Arbeitsplatz | 1 966 | 568 | 120 |
Anmerkung: Diese Zahl schließt den Verbrauch anderer Papiererzeugnisse wie Briefbögen, Kalender und Schreibblöcke mit ein.
Wasserverbrauch | Leistungsindikatoren pro Arbeitsplatz (in m3 pro Jahr) | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|
EZB insgesamt | Frischwasserverbrauch insgesamt pro Arbeitsplatz | 11,1 | 14,3 | 12,5 |
Hauptgebäude | Frischwasser für sonstige Zwecke pro Arbeitsplatz (Sanitäranlagen, Büroküchen, Kantine) | 6,7 | 8,4 | 7,3 |
Frischwasserverbrauch insgesamt pro Arbeitsplatz | 8,2 | 9,9 | 9,0 | |
Gebäude im Stadtzentrum | Frischwasser für sonstige Zwecke pro Arbeitsplatz (Sanitäranlagen, Büroküchen, Kantine) | 12,1 | 16,3 | 15,6 |
Frischwasserverbrauch insgesamt pro Arbeitsplatz | 14,7 | 19,9 | 17,3 |
Abfallaufkommen | Leistungsindikatoren pro Arbeitsplatz [in kg pro Jahr] | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|
EZB insgesamt | Ungefährliche Abfälle pro Arbeitsplatz | 98,2 | 99,2 | 133,6 |
Gefährliche Abfälle pro Arbeitsplatz | 3,0 | 4,8 | 9,8 | |
Hauptgebäude | Papier und Kartonagen pro Arbeitsplatz | 13,3 | 14,3 | 25,4 |
Papier – vertrauliche Dokumente pro Arbeitsplatz | 6,0 | 8,5 | 11,2 | |
Restmüll pro Arbeitsplatz | 11,4 | 15,8 | 21,2 | |
Verpackungsmüll pro Arbeitsplatz | 2,3 | 2,3 | 4,3 | |
Bioabfälle (einschließlich Fettabscheiderabfälle) pro Arbeitsplatz | 44,0 | 46,1 | 56,2 | |
Gebäude im Stadtzentrum | Papier und Kartonagen pro Arbeitsplatz | 6,2 | 4,9 | 6,4 |
Papier – vertrauliche Dokumente pro Arbeitsplatz | 4,2 | 3,7 | 10,7 | |
Restmüll pro Arbeitsplatz | 22,0 | 11,4 | 15,6 | |
Verpackungsmüll pro Arbeitsplatz | 6,9 | 3,2 | 5,5 | |
Bioabfälle (einschließlich Fettabscheiderabfälle) pro Arbeitsplatz | 72,7 | 77,2 | 75,1 |
Emissionen von CO2-Äquivalenten | Leistungsindikatoren pro Arbeitsplatz [in kg CO2-Äquivalenten pro Jahr] | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|
Direkte Emissionen – Scope 1 | Direkte Emissionen – Scope 1 | 38,9 | 24,3 | 12,9 |
Kraftstoffe | 21,6 | 17,0 | 12,9 | |
Kältemittelverluste in den EZB-Gebäuden | 17,2 | 7,3 | – | |
Indirekte Emissionen – Scope 2 | Indirekte Emissionen – Scope 2 | 473,4* | 536,3* | 550,8 |
Stromverbrauch in den EZB-Gebäuden | k. A. | k. A. | k. A. | |
Heiz- und Kühlenergieverbrauch in den EZB-Gebäuden | 420,0 | 480,3 | 491,4 | |
Biogas | 53,388* | 55,996* | 59,424 | |
Indirekte Emissionen – Scope 3 | Indirekte Emissionen – Scope 3 | 4 414,2* | 4 471,2* | 3 401,7 |
Dienstreisen | 1 683,4* | 1 783,2* | 1 114,8 | |
Arbeitsweg der Belegschaft und Teleworking | 308,1 | 345,3 | 280,9 | |
Amortisation baubedingter Emissionen | 809,3 | 817,1 | 782,6 | |
Vorgelagerte Energie | 266,7* | 276,9* | 299,6 | |
Reisen wegen Konferenzteilnahme | 802,4 | 760,7 | 501,4 | |
Abfall | 1,6 | 1,0 | 8,8 | |
Erworbene Waren und Dienstleistungen | 323,6 | 284,1 | 248,0 | |
Andere Vermögensgegenstände (Möbel, IT-Geräte) | 219,1 | 203,1 | 165,6 | |
CO2e-Emissionen pro Arbeitsplatz insgesamt | CO2e-Emissionen pro Arbeitsplatz insgesamt | 4 926* | 5 032* | 3 965 |
Emissionen außerhalb der Scopes | Biogas | 381,9* | 400,6* | 425,1 |
Kompensierte Emissionen aus Papier | 3,5 | 0,2 | 3,5 |
Anmerkung: Direkte Emissionen – Scope 2 wurde von 0,717 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 53,388 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2023 und von 0,455 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 55,996 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2024 korrigiert. Grund ist eine Änderung der Emissionsfaktoren für Biogas, die rückwirkend ab 2023 angewandt wurde. Infolgedessen wurden die Gesamtemissionen – Scope 2 von 420,7 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 473,4 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2023 und von 480,8 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 536,3 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2024 korrigiert.
Indirekte Emissionen – Scope 3 änderte sich von 4 168,6 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr zu 4 414,2 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2023. Grund ist die Neukategorisierung von Flügen für Dienstreisen im Jahr 2025, die rückwirkend ab 2021 angewandt wurde. Indirekte Emissionen – Scope 3 änderte sich von 4 661 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 4 471,2 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2024. Auch diese Änderung lässt sich durch die Neukategorisierung von Flügen erklären. Darüber hinaus wurde ein Berechnungsfehler korrigiert und es wurden die Emissionsfaktoren für Biogas geändert, die rückwirkend ab 2023 angewendet wurden. Infolgedessen wurden die Indikatoren für Dienstreisen von 1 585,5 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 1 683,4 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2023 und von 1 674,5 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 1 783,2 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2024 korrigiert. Die Indikatoren für vorgelagerte Energie wurden von 119,1 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 266,7 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2023 und von 70,5 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 276,9 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2024 korrigiert. Infolgedessen wurden die Emissionen pro Arbeitsplatz insgesamt von 4 628 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 4 926 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2023 und von 4 661 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 5 032 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2024 korrigiert.
Die Biogas-Emissionen außerhalb der Scopes wurde von 375,5 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 381,9 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2023 und von 393,9 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 400,6 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2024 korrigiert. Grund ist auch hier die Änderung des Emissionsfaktors für Biogas.
Luftemissionen | Leistungsindikatoren pro Arbeitsplatz (in kg pro Jahr) | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|
Luftemissionen | SO2 pro Arbeitsplatz | 0,040* | 0,042* | 0,049 |
NOx pro Arbeitsplatz | 0,718* | 0,746* | 0,808 | |
Feinstaub pro Arbeitsplatz | 0,019* | 0,019* | 0,020 |
Anmerkung: Die SO2-Emissionen pro Arbeitsplatz wurden von 0,003 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 0,040 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2023 und von 0,003 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 0,042 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2024 korrigiert. Die NOx-Emissionen pro Arbeitsplatz wurden von 0,123 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 0,718 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2023 und von 0,121 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 0,746 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2024 korrigiert. Die Feinstaub-Emissionen pro Arbeitsplatz wurden von 0,012 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 0,019 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2023 und von 0,012 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr auf 0,019 kg CO2e/Arbeitsplatz/Jahr im Jahr 2024 korrigiert.
Luftemissionen | Luftemissionen insgesamt (in Tonnen) | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|
Luftemissionen | SO2 | 0,22* | 0,23* | 0,28 |
NOx | 3,96* | 4,07* | 4,60 | |
Feinstaub | 0,10* | 0,10* | 0,11 |
Anmerkung: Die SO2-Gesamtemissionen veränderten sich von 0,02 auf 0,22 Tonnen im Jahr 2023 und von 0,02 auf 0,23 Tonnen im Jahr 2024. Die NOx-Emissionen pro Arbeitsplatz wurden von 0,68 in 3,96 Tonnen im Jahr 2023 und von 0,66 in 4,07 Tonnen im Jahr 2024 geändert. Die Feinstaubemissionen pro Arbeitsplatz wurden von 0,07 in 0,10 Tonnen im Jahr 2023 und von 0,07 in 0,10 Tonnen im Jahr 2024 geändert.
Biodiversität | Flächenverbrauch (ha) | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|
Flächenverbrauch – Hauptgebäude | Flächenverbrauch insgesamt | 11,9 | 11,9 | 11,9 |
Versiegelte Fläche | 4,6 | 4,6 | 4,6 | |
Unversiegelte Fläche | 7,3 | 7,3 | 7,3 | |
Naturnahe Fläche | 6,5 | 6,5 | 6,5 | |
Flächenverbrauch – Gebäude | Flächenverbrauch insgesamt | 0,7 | 0,7 | 0,7 |
Versiegelte Fläche | 0,5 | 0,5 | 0,5 | |
Naturnahe Fläche | 0,2 | 0,2 | 0,2 |
Unsicherheitsbewertung für die CO2-Bilanz der EZB 2025
Kategorie | Scope | Bereich | Sicherheits-ranking | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
Energie | 1 | Kältemittel-verluste | Gut | Daten: gut (Füllmenge); |
1, 3 | Fahrzeugflotte | Sehr gut | Daten: sehr gut (interne Berichte); | |
1, 3 | Notstrom-aggregat | Gut | Daten: gut (Füllmenge); | |
2, 3 | Biogas | Sehr gut | Daten: sehr gut (Zählerstand/Rechnung, Zertifikat); Faktor: sehr gut (UBA) | |
2, 3 | Fernwärme | Sehr gut | Daten: sehr gut (Zählerstand/Rechnung); Faktor: sehr gut (Mainova) | |
2, 3 | Strom aus erneuerbaren Quellen – Wind | Sehr gut | Daten: sehr gut (Zählerstand/Rechnung, Zertifikat); Faktor: sehr gut (UBA) | |
2, 3 | Strom aus erneuerbaren Quellen – Wasserkraft | Sehr gut | Daten: sehr gut (Zählerstand/Rechnung, Zertifikat); Faktor: sehr gut (UBA) | |
Dienstreisen | 3 | Flugreisen inkl. RFI und Well-to-Tank-Emissionen | Gut | Daten: gut (Reisebüro); Faktor: sehr gut (DEFRA) |
3 | Bahnreisen | Gut | Daten: hinreichend (Reisebüro und Schätzungen, Bahndienstleister); Faktor: sehr gut (TREMOD) | |
3 | Privatwagen | Gut | Daten: gut (interne Berichte); | |
3 | Hotelaufenthalte | Gut | Daten: gut (Reisebüro, keine Daten zur Hotelkategorie verfügbar); Faktor: gut (DEFRA, Durchschnittswerte auf der Grundlage von DEFRA) | |
Arbeitsweg der Belegschaft | 3 | Teleworking | Hinreichend | Daten: hinreichend (Umfrage und Extrapolation); |
3 | Arbeitsweg der Belegschaft | Hinreichend | Daten: hinreichend (Umfrage und Extrapolation); Faktoren: gut (allgemeine Faktoren von DEFRA, TREMOD) | |
Teilnahme an Konferenzen | 3 | Reisetätigkeit wegen Konferenzteilnahme | Hinreichend | Daten: hinreichend (interne Berichte, Schätzungen); |
Amortisation baubedingter Emissionen | 3 | Unbewegliche Vermögensge-genstände – Bautätigkeit | Hinreichend | Daten: gut (Quadratmeter), |
Abfall | 3 | Abfall | Hinreichend | Daten: hinreichend (interne Berichte/Rechnungen, Schätzungen); Faktor: gut (DEFRA, Extrapolation auf Grundlage von DEFRA, EBeV) |
Erworbene Waren und Dienstleistungen | 3 | Cateringdienstleistungen | Gut | Daten: gut (Cateringdienstleister – Unsicherheiten nicht auszuschließen); Faktor: gut: (IFEU: Klimatarier) |
3 | Gartenbau | Gut | Daten: gut (Dieselverbrauch); | |
3 | Frischwasser und Abwasser | Gut | Daten: gut (Zählerstand und Berechnungen); Faktor: sehr gut (UBA) | |
3 | Büromaterial und Schreibwaren | Hinreichend | Daten: hinreichend (Kosten); | |
3 | Reinigungs-dienst-leistungen | Hinreichend | Daten: hinreichend (Kosten); | |
3 | Büropapier, Papier für Publikationen und andere Papierprodukte | Hinreichend | Daten: gut (Gewicht oder Lieferant, geringfügige Datenlücken nicht auszuschließen); Faktor: hinreichend (unspezifisch; IFEU) | |
3 | Stromverbrauch im externen Druckzentrum | Hinreichend | Daten: hinreichend (Berichte und Schätzungen); | |
3 | IKT-Dienst-leistungen – Video-konferenzen | Gut | Daten: gut (Berichte von Dienstleistern); Faktor: sehr gut (UBA) | |
3 | Strom externes Rechenzentrum | Sehr gut | Daten: sehr gut (Zählerstand, Zertifikat); Faktor: sehr gut (UBA) | |
3 | Notfalleinheit externes Rechenzentrum | Sehr gut | Daten: sehr gut für Anteil der EZB am gesamten Verbrauch der Rechenzentren (Zählerstand, Zertifikat); Faktor: sehr gut (UBA) | |
3 | Frisch- und Abwasser externes Rechenzentrum | Sehr gut | Daten: sehr gut (Anteil der EZB am gesamten Verbrauch der Rechenzentren: Zählerstand, Zertifikat); Faktor: sehr gut (UBA) | |
3 | Kältemittelver-luste externes Rechenzentrum | Daten: gut (Anteil der EZB am gesamten Verbrauch der Rechenzentren); Faktor: sehr gut (UBA) | ||
Andere Vermögensgegenstände (Möbel, IT-Geräte) | 3 | Möbel | Hinreichend | Daten: gut (interne Berichte, allgemeine Möbelkategorien); Faktor: hinreichend (ADEME, keine für den Möbeltyp spezifischen Faktoren) |
3 | IT-Geräte | Hinreichend | Daten: gut (interne Berichte, allgemeine Kategorien für IT-Geräte); Faktor: hinreichend (ADEME, UBA, nicht für alle Geräte spezifische Faktoren) |
Anmerkung: Änderungen des vorherigen Sicherheitsrankings sind fett markiert.
GEMIS = Globales Emissions-Modell integrierter Systeme (GEMIS); DEFRA = Department for Environment, Food & Rural Affairs; TREMOD = Transport Emission Model; UBA = Umweltbundesamt; ADEME = L’Agence de l’environnement et de la maîtrise de l’énergie; IFEU = Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg.
Zur Schätzung der mit Aktivitätsdaten und Emissionsfaktoren verbundenen Unsicherheit wurde folgendes Ranking herangezogen.
Sicherheits-ranking | Unsicherheit der Aktivitätsdaten | Unsicherheit des Emissionsfaktors |
|---|---|---|
Schlecht | Aktivitätsdaten beruhen auf groben Schätzungen, z. B. auf Studien oder vergleichbaren Ausgangssituationen. | Emissionsfaktoren wurden in einem ersten Schritt bestimmt, sind aber noch sehr allgemein, z. B. wird der Emissionsfaktor aus einem anderen Faktor für einen ähnlichen Prozess extrapoliert. |
Hinreichend | Aktivitätsdaten sind verfügbar, aber unvollständig, z. B. liegen Aktivitätsdaten nicht für den gesamten Beurteilungszeitraum vor und werden daher extrapoliert. Nachweise für die Aktivitätsdaten sind unvollständig und/oder unzuverlässig. Lediglich die Kosten der Daten können angegeben werden. | Emissionsfaktoren sind verfügbar, aber noch nicht spezifisch und robust. Emissionsfaktoren sind wertbasiert, z. B. kg CO2e/Euro. |
Gut | Aktivitätsdaten sind vollständig, nachvollziehbar und belegt. Geringfügige Unsicherheiten/Datenlücken sind nicht auszuschließen/nicht zu vermeiden, beeinträchtigen das Ergebnis aber nur unerheblich. Der Anteil der Annahmen, Schätzungen und Berechnungen ist auf ein Minimum reduziert, ist verständlich und nachvollziehbar und beeinträchtigt das Ergebnis nur unerheblich. | Emissionsfaktoren sind spezifisch und robust. Letzte geringfügige Unsicherheiten sind nicht auszuschließen/nicht zu vermeiden. Durchschnittswerte oder Berechnungen basieren auf ADEME, DEFRA/DESNZ, UBA, GEMIS oder sonstigen nicht deutschen Datenbanken. |
Sehr gut | Daten sind vollständig, nachvollziehbar und belegt, z. B. Zählerstand und präzise Messungen. Unsicherheiten/Datenlücken sind auszuschließen. Keine Annahmen oder Schätzungen. | Alle Emissionsfaktoren sind spezifisch und zuverlässig, z. B. anbieterspezifische Emissionsfaktoren oder weithin anerkannte Datenbanken wie ADEME, DEFRA/DESNZ, UBA, GEMIS oder andere deutsche Datenbanken. |
Anmerkung: ADEME = L’Agence de l’environnement et de la maîtrise de l’énergie; DEFRA = Department for Environment, Food & Rural Affairs; DESNZ = Department for Energy Security and Net Zero; UBA = Umweltbundesamt; GEMIS = Globales Emissionsmodell integrierter Systeme.
5.2 Einhaltung von Verpflichtungen
Die EZB hält eine Vielzahl von Umweltvorschriften ein, die auf der kommunalen und nationalen Gesetzgebung in Deutschland beruhen. Die einschlägigen Vorschriften werden in einem umfassenden Register geführt, das regelmäßig von Juristinnen und Juristen der EZB überprüft und aktualisiert wird. Um die vollständige Einhaltung zu gewährleisten, wird sorgfältig überwacht, ob Änderungen eingetreten oder Maßnahmen erforderlich sind.
Der überwiegende Teil der für die EZB geltenden Rechtsvorschriften steht mit dem Betrieb und der Wartung aller drei Standorte sowie externen Dienstleistungen wie Catering und Reinigung im Zusammenhang. Die Einhaltung der Vorschriften wird jedes Jahr durch die umfassende interne Umweltprüfung kontrolliert. Bei den letzten Prüfungen wurden keine Verstöße festgestellt.
Im Jahr 2026 wurde eine umfassende Umweltprüfung für das neue Gallileo-Gebäude durchgeführt. Dabei wurden sämtliche anwendbaren umweltrechtlichen Verpflichtungen vollständig überprüft, um sicherzustellen, dass bei der Inbetriebnahme und im laufenden Betrieb alle Vorschriften eingehalten werden.
Tabelle 2
Teilbereiche des Umweltrechts und betroffene Einrichtungen/Aktivitäten
Maßgeblicher Teil des Umweltrechts | Betroffene Einrichtungen/Aktivitäten |
|---|---|
Gewässerschutz | Lagerung von Diesel, Lagerung von Reinigungsmitteln, Verwendung von Ölabscheidern, Kühlung, Einleitung von Abwasser in die Kanalisation |
Verordnungen zu Klimaschutz und Kältemitteln | Kühlanlagen, die Kältemittel mit über 5 Tonnen Treibhauspotenzial enthalten (angegeben in Tonnen CO2-Äquivalenten) |
Energieeffizienzvorschriften für Gebäude | Energieausweis, Gebäudeisolierung, energieeffiziente Technologien |
Energieeffizienzvorschriften | Anforderungen für die Überprüfung der Energieeffizienz werden durch EMAS erfüllt |
Verordnungen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz sowie zum Umgang mit Gefahrstoffen | Risikobewertung, Brandschutz, Anforderungen für die Verwendung von Gefahrstoffen (z. B. Säuren oder Laugen) |
Abfallentsorgungsvorschriften | Trennung/Recycling/Entsorgung verschiedener Abfallarten |
Neben den für sie geltenden umweltrechtlichen Vorschriften hat sich die EZB weitere Verpflichtungen zum Umweltschutz auferlegt. Hierzu gehört die Einhaltung der Leitlinien für nachhaltige Beschaffung und das Erreichen der im Umweltmanagementprogramm festgelegten Ziele. Darüber hinaus organisiert die EZB diverse Sensibilisierungsaktivitäten, um Mitarbeitende für den Umweltschutz zu gewinnen.
Im Jahr 2022 führte die EZB ein internes Rahmenwerk ein, um die in den verschiedenen Leitlinien, Projekten und Aktivitäten beschriebenen Klimaschutzanliegen zu bündeln. Mit der Veröffentlichung ihrer Strategie zu Klima und Natur unterstrich die EZB ihre Selbstverpflichtung, Klima- und Umweltaspekte, wo immer sie relevant sind, in ihre täglichen Prozesse einzubetten.
Weitere Informationen zu den klimabezogenen Aktivitäten der EZB im Rahmen ihres Mandats finden sich auf der EZB-Website.
Sie haben Fragen zu Informationen in dieser Publikation? Hier sind unsere Kontaktdaten.
6 Erklärung des Umweltgutachters
Die unten genannten Umweltgutachter bestätigen, dass die in der vorliegenden Umwelterklärung der Europäischen Zentralbank (EZB) (Registrierungsnummer D-125-00045) beschriebenen Standorte der Europäischen Zentralbank alle Anforderungen erfüllen, die in der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2009 über die freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung (EMAS) in der am 28. August 2017 und am 19. Dezember 2018 geänderten Fassung niedergelegt sind.
Name des Umweltgutachters | Zulassungsnummer | Zugelassen für die Sektoren (NACE) |
|---|---|---|
Prof. Dr.-Ing. Jan Uwe Lieback | DE-V-0026 | 64.11 Zentralbanken |
Mit der Unterzeichnung dieser Erklärung wird bestätigt, dass
- die Begutachtung und Validierung in voller Übereinstimmung mit den Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 in der durch die Verordnungen (EU) 2017/1505 und (EU) 2018/2026 der Kommission geänderten Fassung durchgeführt wurden,
- das Ergebnis der Begutachtung und Validierung bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für die Nichteinhaltung geltender Umweltvorschriften vorliegen,
- die Daten und Angaben in dieser Umwelterklärung ein verlässliches, glaubhaftes und wahrheitsgetreues Bild aller Tätigkeiten der Organisation vermitteln.
Diese Erklärung ist nicht mit einer EMAS-Registrierung gleichzusetzen. Eine solche kann nur durch eine zuständige Stelle gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 erfolgen. Diese Erklärung darf nicht als eigenständiges Dokument im Rahmen der öffentlichen Kommunikation verwendet werden.
Frankfurt am Main, den 11.06.2026
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für Managementsysteme mbH Umweltgutachter DE-V-0213 Eichenstraße 3 b D-12435 Berlin Tel.: +49 30 233 2021-0 Fax: +49 30 233 2021-39 E-Mail: info@gut-cert.de | |
Umweltgutachter DE-V-0026 |
| Haftungsausschluss Die vorliegende Umwelterklärung der EZB informiert die Öffentlichkeit und andere interessierte Parteien über die Umweltleistung und ‑aktivitäten der Europäischen Zentralbank (EZB) im Jahr 2025. Das Dokument ist auf der Website der EZB auf der Seite „Umweltschutz bei der Europäischen Zentralbank“ abrufbar. Die EZB wurde 2010 erstmals nach dem EMAS-System der EU validiert. Dieses Dokument ist die siebzehnte im Rahmen des EMAS-Validierungszyklus zu erstellende Umwelterklärung. Es ist die sechste konsolidierte Umwelterklärung (nach den vorangegangenen Erklärungen aus den Jahren 2010, 2013, 2016, 2019, 2022 und 2025). Diese Umwelterklärung wurde im Einklang mit EMAS-Standards gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 und ihren gemäß der Verordnung (EU) 2017/1505 geänderten Anhängen erstellt. |
7 Umweltmanagementprogramm (2025-2027) – Aktualisierung der Maßnahmen
7.1 Maßnahmen CO2e-Emissionsreduktion
Maßnahme | Stand |
|---|---|
Verringerung des Reiseverkehrs durch Einführung nicht verbindlicher gemeinsamer Leitlinien für Dienstreisen der Mitglieder des Eurosystems | Abgeschlossen Die Leitlinien wurden verschickt, und die Methodik des Dokuments spiegelt sich in der CO2-Bilanz der EZB für 2026 wider. |
Umstellung der Beschaffung mit Fokus auf regionalen und saisonalen Produkten | Abgeschlossen Saisonalitäts- und Regionalitätsaspekte wurden in den Speiseplan des externen Dienstleisters aufgenommen. |
Möglichkeiten erkunden, wie der Anteil von Bio-Lebensmitteln in der EZB erhöht werden kann | Abgeschlossen Pro Tag wird ein Gericht aus ausschließlich biologisch erzeugten Zutaten angeboten, und einmal jährlich findet ein Bio-Audit statt. |
Prüfung, ob Lebensmittellieferungen gebündelt werden können, um die transportbedingten Emissionen zu senken | Abgeschlossen Die externen Catering-Dienstleister verwenden ein Lieferantensystem, das großen Wert auf die Optimierung der Lieferwege legt. Das Bündeln der Lebensmittellieferungen ist ein strategischer Punkt. |
Beibehaltung des Bezugs von „Querfeld“-Produkten (Bio-Obst und ‑Gemüse) im Cateringdienst der EZB | Abgeschlossen Die Zusammenarbeit mit Querfeld wurde fortgesetzt. |
Beibehaltung der Praxis, Hotels mit Umweltmanagementpraktiken zu fördern | Abgeschlossen |
Prüfung, wie die Buchungsplattform für Dienstreisen durch Tools oder Funktionen verbessert werden kann, um eine genauere Überwachung und Steuerung von Emissionen zu erreichen | In Arbeit Derzeit wird geprüft, wie eine Berechnung der CO2-Emissionen in das neue Reisebuchungstool einbezogen werden kann. |
Mitwirkung bei der Ausgestaltung und Einführung des nächsten Buchungstools für Dienstreisen, um einschlägige umweltfreundliche Funktionen zu gewährleisten | In Arbeit Das neue Online-Buchungstool für Dienstreisen wurde eingeführt. Aktuell wird erörtert, auf welche Weise Umweltaspekte einbezogen werden können. |
Überwachung des pflanzenbasierten Angebots und – wann immer möglich – Aufnahme von pflanzenbasierten Gerichten in den Speiseplan der Kantine | In Arbeit In der Kantine wird weiterhin ein „fleischloser Donnerstag“ angeboten. |
Weitestmögliche Begrenzung der Einwegartikel aus Kunststoff in der Kantine und im Küchenbereich im Rahmen der deutschen Rechtsvorschriften zur Lebensmittelsicherheit | In Arbeit In den Kantinen und Cafeterien wird ein Pfandsystem verwendet. Einige Produkte sind standardmäßig immer noch in Einwegkunststoff verpackt. Es wird nach neuen Produktlinien mit alternativen Verpackungsmaterialien Ausschau gehalten, und nach Möglichkeit werden Änderungen vorgenommen. |
Bewertung von ökologischen und sozialen Auswirkungen als Bestandteil der Bewertung von Projekten im Bereich Facility Management und Bauwesen | In Arbeit Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen wurden als zu berücksichtigende Aspekte in alle geplanten Projektchartas aufgenommen. Eine Aktualisierung der Bewertungsmatrix wird erwogen. |
Entwicklung von Schlüsselkennzahlen (KPIs) für die Umweltleistung in Zusammenarbeit mit den Dienstleistern der EZB; Formulierung von Umweltzielen für deren Dienste | In Arbeit Erste Gespräche über die Entwicklung aussagekräftiger KPIs haben stattgefunden. |
Prüfung und Bewertung weiterer Dekarbonisierungsziele für die Zeit nach 2030, darunter ein Netto-Null-Ziel | In Arbeit |
Prüfung, ob dieselbetriebene Geräte (Generatoren, Mehrzwecktraktor, Hebebühnen) mit synthetischen Dieselkraftstoffen (HVO) betrieben werden können | In Arbeit Mit Dieselherstellern laufen Gespräche über Alternativen für Dieselkraftstoffe. |
Weiterentwicklung von Analysetools, die bei Facility-Management-Projekten Entscheidungsprozesse unterstützen und Berücksichtigung von Umweltaspekten ermöglichen | In Arbeit Aktuell wird ein Dashboard zum Energieverbrauch entwickelt. Sobald die erste Entwicklungsphase abgeschlossen ist, werden Umweltaspekte integriert werden. |
Bewertung verschiedener Möglichkeiten zur Verbesserung der elektrischen Lademöglichkeiten für Beschäftigte und Dienstleister der EZB | In Arbeit 2025 wurde mit einer Bestandsaufnahme der Lade-Infrastruktur bei den EU-Organen begonnen. |
Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Energieversorgern, um weitere Wege zur Dekarbonisierung der Energieversorgung der EZB zu verfolgen | In Arbeit Durch die Zusammenarbeit mit dem Energieversorger Mainova wird das Hauptgebäude mit grüner Fernwärme versorgt, um die Scope-2- und Scope-3-Emissionen der EZB zu dekarbonisieren. |
Prüfung, welche Umweltvorteile Geschäftskundenprogramme von Fluglinien haben, deren Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit liegt (etwa Programme zum Kauf von nachhaltigem Flugkraftstoff) | In Arbeit Eine erste Bewertung von nachhaltigem Flugkraftstoff auf der Grundlage wissenschaftlicher Studien wurde begonnen. |
Systematische Überprüfung der Regeln für Dienstreisen mit dem Ziel, Möglichkeiten zur Reduzierung der mit Dienstreisen verbundenen Umweltauswirkungen zu finden | In Arbeit Die Regeln für Dienstreisen wurden aktualisiert, eine weitere Aktualisierung wird zum Ende des Umweltmanagementprogramm-Zyklus (2027) erwartet. |
Möglichkeiten erkunden, wie die Umweltauswirkungen von Konferenzen, Veranstaltungen und Sitzungen der EZB weiter verringert werden können | In Arbeit |
Fortführung der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn bei Geschäftskundentarifen für Bahnreiseziele zusätzlich zum Bonusprogramm für Vielreisende (Bahn Card) | In Arbeit Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt. |
Entwicklung eines Überwachungstools, mit dem die Geschäftsbereiche Emissionen aus der An- und Abreise Externer zu Sitzungen, Veranstaltungen oder Konferenzen der EZB genau überwachen können | In Arbeit Ein solches Tool wird derzeit entwickelt. |
Sondierung, wie die Nutzung umweltfreundlicher Mobilitätsoptionen weiter gefördert werden kann (etwa durch Optimierung der Nutzung des Jobtickets) | In Arbeit Die Maßnahme macht Fortschritte; das Ziel besteht darin, das Jobticket zu optimieren und an das sich verändernde Verhalten in Bezug auf den Arbeitsweg anzupassen. |
Prüfung der Umweltauswirkungen von cloudbasierten Diensten und KI in der EZB | In Arbeit Die EZB prüft derzeit Möglichkeiten, die Emissionen aus cloudbasierten Diensten und künstlicher Intelligenz in ihre CO2-Bilanz einzubeziehen. |
Weiter für Sicherheit nachhaltiger Transportmöglichkeiten zur Arbeit werben und Zusammenarbeit zwischen dem Sicherheitsteam und dem Green-ECB-Team fortführen | In Arbeit Das Green-ECB-Team und das Sicherheitsteam arbeiten weiter zusammen, um die Sicherheit nachhaltiger Transportmöglichkeiten zur Arbeit zu fördern. |
Weitere Straffung des Datenerhebungs- und Überwachungsprozesses mit den Facility-Management-Dienstleistern an allen Standorten der EZB | In Arbeit Die Optimierung des Datenerhebungsprozesses ist im Gange. |
Aufnahme von Umweltprüfungen in Projekte des Projektlenkungsausschusses | Ausstehend |
Sondierung, wie die EZB-Fahrzeugflotte Schritt für Schritt umweltfreundlicher gemacht werden kann | In Arbeit Fortsetzung der Maßnahme, für Direktoriumsmitglieder ausschließlich Fahrzeuge mit Elektro- oder Hybridantrieb zu kaufen und die Ersetzung nicht intensiv genutzter Fahrzeuge zu verschieben. |
Einführung von Leitlinien zur Begrenzung des fixen Standardtransports auf einmal wöchentlich (Ausnahmen sollen bei Bedarf möglich sein). Aufnahme von kleineren Kuriersendungen in den Standardtransport des täglich verkehrenden Postshuttles | Ausstehend |
Erkundung von Möglichkeiten, wie eine CO2-freie Zustellung von Post und Paketen durch den EZB-internen Postdienst formell eingeführt werden kann | Ausstehend |
Zusammenarbeit zwischen dem Sicherheitsdienst und dem Green-ECB-Team bei (Verbesserungs-)Möglichkeiten für umweltschonendere Sicherheitsausrüstung und -dienste | Ausstehend |
Anmerkung: „Abgeschlossen“ = Maßnahme ist abgeschlossen; „In Arbeit“ = Maßnahme ist in Arbeit; „Ausstehend“ = Maßnahme muss noch umgesetzt werden“; „Neu“ = Maßnahme des neuen Umweltmanagementprogramms
7.2 Maßnahmen Energieeffizienz
Maßnahme | Stand |
|---|---|
Überprüfung der zehn Stockwerke mit dem höchsten Verbrauch zwecks Ermittlung des Verbesserungspotenzials | Abgeschlossen Analysen des Energieverbrauchs wurden durchgeführt und die Ergebnisse werden in das interne Dashboard zum Energieverbrauch aufgenommen. |
Prüfung von Möglichkeiten, die Wärme- und Kälteversorgung aller Gebäude unter Berücksichtigung der technischen Gebäudeeigenschaften und der Bedürfnisse der Mitarbeitenden weiter zu optimieren | Abgeschlossen Gestützt auf eine Bewertung der Wärmebedingungen im Rechenzentrum der EZB wurde beschlossen, die Temperatur um zwei Grad zu erhöhen und so die Energieeffizienz aufrechtzuerhalten. |
Prüfung, inwieweit stärker zwischen verschiedenen Energieströmen differenziert werden kann | Abgeschlossen Die Energieströme im Hauptgebäude der EZB wurden in drei verschiedene Kategorien unterteilt (Hochhaus, Großmarkthalle und Rechenzentrum), und es wurde eine Analyse vorgenommen. |
Durchführung spezifischer Tests der Grundlast des Hauptgebäudes und Ermittlung der wichtigsten Verbrauchstreiber | Abgeschlossen Spezifische Tests zur Grundlast des Hauptgebäudes wurden durchgeführt und bewertet. Die Ergebnisse werden in das Dashboard zum Energieverbrauch aufgenommen, das derzeit entwickelt wird. |
Sondierung von Möglichkeiten, ein Dashboard zur Energieanalyse in den vierteljährlichen Bericht über den CO2-Fußabdruck aufzunehmen | In Arbeit Derzeit wird ein Dashboard zum Energieverbrauch entwickelt, um einen ganzheitlichen Überblick über das Energiemanagement der EZB zu gewinnen. |
Sondierung von Möglichkeiten zur Entwicklung eines systematischen Ansatzes für das Energiemanagement einschließlich Ermittlung und Überwachung von Verbrauchsquellen, um Einsparmöglichkeiten auszumachen | In Arbeit Die Entwicklung und Verbesserung des Dashboards zum Energieverbrauch ist im Gange. |
Durchführung einer Analyse, welche Auswirkungen es auf die Energieeffizienz hätte, wenn Beleuchtung und Heizung außerhalb der Arbeitszeiten ausgeschaltet würden, und Bewertung des Einsparungspotenzials | In Arbeit Die Bewertung ist im Gange. |
Berechnung anhand ValERI-Methode, welchen Umweltnutzen es hätte, wenn die Beleuchtung im Hauptgebäude durch LEDs ersetzt wird | In Arbeit ValERI-Berechnungen werden derzeit durchgeführt. |
Austausch von Leuchten gegen LEDs in den Konferenzbereichen, im Tonnengewölbe der Großmarkthalle und in der Tiefgarage | In Arbeit Ein Projekt, mit dem die aktuellen Leuchten im Hauptgebäude durch LEDs ersetzt werden sollen, befindet sich derzeit in der Entwicklungsphase. |
Prüfung, ob Installation von Photovoltaikzellen umsetzbar ist | In Arbeit Derzeit werden eine Machbarkeitsstudie und Stakeholder-Treffen durchgeführt, um zu bewerten, ob am Hauptgebäude der EZB und an der Großmarkthalle Photovoltaikzellen installiert werden können. |
Sondierung von Möglichkeiten, Energiesparmaßnahmen im derzeitigen Gebäudebestand auf künftig angemietete Gebäude auszuweiten | In Arbeit Das neue Gebäude befindet sich derzeit in der Integrationsphase. Sobald diese Phase abgeschlossen ist, wird mit dem Gebäude nach dem Grundsatz der Gleichbehandlung aller Gebäude verfahren. |
Sondierung von Möglichkeiten, die energieeffiziente Nutzung von Kühlräumen zu optimieren | In Arbeit Die Kühlräume werden gemäß den festgelegten Richtlinien betrieben, sodass eine korrekte Temperaturregelung sowie die Aufzeichnung und Dokumentation gewährleistet sind. Weitere Verbesserungsmöglichkeiten werden nach Möglichkeit besprochen. |
Kontinuierliche Überprüfung der Nutzung von Cloud-Diensten, um Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen und die Umweltauswirkungen zu reduzieren | In Arbeit Die Umweltauswirkungen der Nutzung von Cloud-Diensten werden derzeit bewertet. |
Beibehaltung des Konzepts, dass Reinigungsarbeiten tagsüber ausgeführt werden | In Arbeit Das Konzept, dass Reinigungsarbeiten tagsüber durchgeführt werden, wurde an allen Standorten beibehalten, und es sind Kommunikationsmaßnahmen geplant, um die Mitarbeitenden zu informieren und über die Umweltauswirkungen aufzuklären. |
Prüfung der Einhaltung des Europäischen Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Rechenzentren (Empfehlung des EuRH) | In Arbeit Mitarbeitende der Generaldirektion Informationssysteme der EZB prüfen derzeit die Einhaltung des Europäischen Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Rechenzentren. Die Umsetzung wird bis zum Ende des aktuellen Zyklus des Umweltmanagementprogramms fortgesetzt. |
Prüfung des durchschnittlichen Energieverbrauchs pro EZB-Büroarbeitsplatz (z. B. Laptops, Bildschirme) und Miteinbeziehung dieser Information in die Berechnung der mit Teleworking verbundenen Emissionen | Ausstehend |
Soweit möglich systematische Steigerung der Energieeffizienz der Rechenzentren durch Anpassung operationeller Parameter und/oder Optimierung der Nutzung vorhandener Infrastruktur | Ausstehend |
7.3 Maßnahmen Materialeffizienz
Maßnahmen | Stand |
|---|---|
Berücksichtigung von Umweltaspekten und Prüfung einer Arbeitsplatzoptimierung | Abgeschlossen Das Green-ECB-Team wirkt aktiv an den Projektbereichen Gallileo und dynamische Arbeitsumebung mit und bringt dabei, wo immer möglich, Umweltaspekte ein. Das Green-ECB-Team ist auch an den Gesprächen über die künftige Optimierung der Arbeitsplätze in allen drei EZB-Gebäuden beteiligt. |
Im Zusammenhang mit Facility-Management-Projekten, Instandhaltung und Modernisierung, soweit möglich und vorbehaltlich von Kostenüberlegungen und Dringlichkeit, der Reparatur und Wiederverwendung von Ausstattungsgegenständen den Vorzug geben, sofern Technikpersonal dies für zweckdienlich hält | Abgeschlossen Das Technikpersonal geht standardmäßig von Reparatur und Wiederverwendung aus, es sei denn, Kosten- oder Zeitbeschränkungen sprechen eindeutig für Ersatz. |
Pilotbetrieb eines Leihsystems für nicht regelmäßig genutztes Büromaterial, mit dessen Hilfe unnötiger Bestand reduziert werden soll | Abgeschlossen Ein Leihsystem für Büromaterial wurde eingeführt. |
Reduzierung der Anzahl der Versandvorgänge und unnötiger Verpackungen bei Büro- und Schreibmaterial durch Auftragsbündelung | Abgeschlossen Durch die Umstellung auf zentralen Einkauf werden Artikel gelagert und intern an Kolleginnen und Kollegen ausgegeben. Im Gegensatz zum vorherigen System, bei dem jede Bestellung einzeln beim Lieferanten aufgegeben wurde, sind nun alle Bestellungen in einer Lieferung enthalten. |
Einrichtung einer zentralen Lager- und Abholstelle für Büro- und Schreibmaterial, damit Büromaterial nicht mehr vielerorts in kleinen Mengen vorgehalten wird | Abgeschlossen Im Hauptgebäude der EZB steht ein zentrales Lager zur Verfügung, ebenso in Kürze im neuen Gallileo-Gebäude. |
Sondierung von Möglichkeiten, wie sich die Umweltauswirkungen einzeln verpackter Artikel verringern lassen | In Arbeit In der Kantine und der Cafeteria gibt es nur eine begrenzte Menge an Kunststoffen, z. B. für Produkte, die noch in Einweg-Kunststoffverpackungen in den Verkaufsautomaten enthalten sind. Für bestimmte Produkte, die sich auch für alternative Verpackungsmaterialien eignen, werden neue Produktlinien geprüft und Änderungen geplant, wo immer dies möglich ist. |
Durch Sensibilisierungskampagnen Mitarbeitende zur Rückgabe von ungenutztem Büromaterial motivieren | In Arbeit Eine neue Kampagne für die Rückgabe von ungenutztem Büromaterial wird vorbereitet und soll bis Ende 2026 eingeleitet werden. |
Prüfung von Möglichkeiten, ein formelles Verfahren zu etablieren, um Ausstattungsgegenstände, die nicht mehr genutzt werden oder das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, zu spenden (z. B. für wohltätige Zwecke) | In Arbeit Derzeit wird ein Verfahren erarbeitet. |
Prüfung ob derzeitiges Hard- und Softwareangebot für EZB-Mitarbeitende entsprechend der Anforderungen der einzelnen Geschäftsbereiche verkleinert werden kann | In Arbeit Im Rahmen des Projekts dynamische Arbeitsumgebung wurde einige veraltete Hardware bereits ausgemustert, z. B. physische Faxgeräte. Es wird geprüft, ob bis zum Ende des Umweltmanagementprogramm-Zyklus schrittweise weitere Geräte ausgemustert werden können. |
Erstellung eines Standardkatalogs mit nachhaltigem Bürobedarf (Toner, Papier, Büroartikel usw.) | In Arbeit Sobald die Altbestände an Büromaterialien im Lager aufgebraucht sind, wird die EZB auf einen Katalog mit nachhaltigem Büromaterial umstellen. Die Änderungen werden bis Ende 2026 erwartet. Aktuell sind die Artikel im Katalog als umweltfreundlich oder nicht umweltfreundlich gekennzeichnet. |
Sondierung von Möglichkeiten, mehr Papier-Büroartikel intern herzustellen | In Arbeit Derzeit wird davon ausgegangen, dass gegen Ende des aktuellen Umweltmanagementprogramm-Zyklus eine neue Ausschreibung für Druckzentrum-Dienstleistungen ergeht. |
Pilotprojekt zur Nutzung von Automaten zur Ausgabe von Papierhandtüchern in Waschräumen | In Arbeit Die Prüfung neuer Arten von Papierhandtuchspendern ist im Gange, und im Gallileo-Gebäude wird ein verbesserter Spender installiert. |
Einführung neuer Wasserspender optimieren und sicherstellen, dass Altgeräte bei Erreichen des Endes der Lebensdauer ausgetauscht werden | In Arbeit In den Büroküchen des Gallileo-Gebäudes wurden neue Wasserspender installiert. Gegenwärtig wird geprüft, ob die Wasserspender im Hauptgebäude ausgetauscht werden können. |
Weitere Standardisierung der EZB-Werbeartikel für Sitzungen, Veranstaltungen und Konferenzen; Berücksichtigung von Umweltaspekten bei eingekauften Artikeln | Ausstehend |
Unterstützung der Verringerung des Bedarfs an Möbelstücken infolge der geringeren Anzahl von Arbeitsplätzen und Förderung der nachhaltigen Wiederverwendung und Rückgabe von Möbelstücken | In Arbeit In Planon wird ein detailliertes Möbelinventar gepflegt und den Raumnutzungsplanern zur Verfügung gestellt. Die Bewegung, Wiederverwendung und Entsorgung der Möbelstücke wird mit CAFM und SAP verfolgt. Der Ansatz priorisiert die Nutzung und Wiederverwendung von Lagerbeständen an Möbeln, Rücknahmeprogramme von Lieferanten und Rückkaufprogramme sowie Spenden, Wiederverkauf oder die gemeinsame Nutzung mit anderen Organisationen. Die Lehren aus den Bemühungen um eine Bestandsverringerung werden genutzt, um die Prognosen und die Planung des künftigen Möbelbedarfs zu verbessern. |
Prüfung von Möglichkeiten zur Vereinfachung der IT-Infrastruktur, indem nicht mehr benötigte/genutzte Geräte und (Teile von) Dienstleistungen schrittweise ausgemustert bzw. abgeschafft werden | Ausstehend |
Sondierung von umweltschonenden Möglichkeiten für die Instandhaltung und Reinigung der Fahrzeugflotte | In Arbeit Für die Reinigung der Fahrzeuge werden nach Möglichkeit biologisch abbaubare Produkte empfohlen und verwendet. |
Gewährleistung einer kontinuierlichen Kommunikation mit Etagenbeauftragten und deren Bewusstsein für den umweltschonenden Einsatz des Erste-Hilfe-Kastens | In Arbeit Die Sicherheitsunterweisungen (Safety Awareness Tour) werden fortgesetzt, und das Personal wird darauf aufmerksam gemacht, dass auch einzelne Artikel aus den Erste-Hilfe-Kästen angefordert werden können, sodass nicht der gesamte Kasten ersetzt werden muss. Im Hauptgebäude wurden die Kästen mit Schleifen und Aufklebern versiegelt, um das Bewusstsein der Nutzer zu schärfen. |
Sondierung von Möglichkeiten zur Wiederverwendung von Verpackungen, die für den (Rück-)Versand von IT-Geräten der EZB innerhalb Europas verwendet werden | Ausstehend |
7.4 Maßnahmen Abfall
Maßnahme | Stand |
|---|---|
Harmonisierung der getrennten Sammlung von recyclebaren Büroabfällen (Papier, Verpackung, Bioabfall, Restmüll) in allen Büroküchen und EZB-Gebäuden | Abgeschlossen Die Sammlung von recyclebaren Büroabfällen wurde im Zusammenhang mit der Einführung einer dynamischen Arbeitsumgebung und dem Umzug in das Gallileo-Gebäude in allen Büroküchen der EZB zentralisiert. |
Austausch von einzeln portioniertem Kaffee durch Kaffeebohnen und dadurch Vermeidung von unnötigem Verpackungsmüll | Abgeschlossen Der einzeln portionierte Kaffee wurde im Zusammenhang mit dem Umzug ins Gallileo-Gebäude ersetzt, somit werden nun in allen Gebäuden die Büroküchen mit Kaffeebohnen versorgt. |
Beschriftung der Abfallbehälter auf Etagen mit dynamischer Arbeitsumgebung überprüfen und gegebenenfalls erneuern | Abgeschlossen Die Beschriftung der Abfallbehälter wurde auf allen Etagen mit dynamischer Arbeitsumgebung erneuert. |
Prüfung von Verbesserungsmöglichkeiten bei der Meldung von Abfalldaten durch externe Dienstleister der EZB | Abgeschlossen Monatliche Berichterstattung über die Abfallstatistik in Form von Meldebögen im XLS-Format wurde eingerichtet. |
Prüfung von Möglichkeiten, wie in der Umzugsphase für maximale ordnungsgemäße Abfalltrennung gesorgt werden kann | In Arbeit Um umzugsbedingte Abfälle von gewöhnlichen Abfällen zu unterscheiden, wurde ihnen eine gesonderte Auftragsnummer zugewiesen. Das Logistik- und das Abfallentsorgungsteam arbeiten eng zusammen. |
Aufnahme von Tätigkeiten externer Dienstleister in das Abfallhandbuch | In Arbeit Die Ausarbeitung des erweiterten Abfallhandbuchs hat begonnen. |
Testen eines Systems zur Abfallnachverfolgung, das zu weniger Lebensmittelverschwendung bei der Zubereitung von Kantinenessen beitragen soll | In Arbeit Derzeit wird im Rahmen einer Testphase ein optisches Erkennungssystem eingesetzt, und die Informationen werden ausgewertet. |
Kreislaufkonzepte und ‑verfahren zur weiteren Abfallverringerung untersuchen und bewerten | In Arbeit Im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer dynamischen Arbeitsumgebung werden derzeit Maßnahmen für eine Kreislaufwirtschaft geprüft. |
Prüfung der Möglichkeiten, den Altbestand an Büromaterial auf umweltfreundliche Weise aufzubrauchen oder zu entsorgen | In Arbeit Zweimal jährlich werden Büroartikel aus dem Altbestand geprüft und Materialien, die nicht nachbestellt wurden, werden entsorgt. |
Sondierung von Möglichkeiten, auf allen Etagen mit dynamischer Arbeitsumgebung zentrale Abfallsammelstellen einzurichten, um Getrenntsammlungsquoten zu erhöhen und Müllbeutelverbrauch zu reduzieren | In Arbeit |
Weitestmögliche Weiternutzung vorhandener Möbel bei aktuellen Umzugs- und Renovierungsprojekten | Ausstehend |
Soweit möglich Weiterverwendung der vom Sicherheitspersonal verwendeten IT- und Elektrogeräte; Prüfung, ob Geräte nach Ende ihres Lebenszyklus anderweitig genutzt werden können | In Arbeit Komponenten aus ausgemusterten Systemen werden unabhängig davon, ob sie noch von Herstellern unterstützt werden, im Rahmen eines „Break & Fix“-Ansatzes als Ersatzteile umgewidmet oder am neuen EZB-Standort wiederverwendet. Darüber hinaus hat der Vermieter des Eurotower nach dem Umzug der EZB bestimmte Systemfunktionen für den laufenden Gebäudebetrieb beibehalten. |
Prüfung von Möglichkeiten, Dienstausweise zu entsorgen oder zu recyceln; bei Rückkehrern nach Möglichkeit erneute Verwendung des alten Dienstausweises | In Arbeit Die Dienstausweise werden so weit wie möglich wiederverwendet und erforderlichenfalls über geeignete Abfallbewirtschaftungskanäle entsorgt. |
Soweit möglich Reduzierung der Menge an pandemiebedingten Verbrauchsmaterialien auf ein Minimum; bei Bedarf korrekte Entsorgung | In Arbeit Es wurden keine neuen Käufe getätigt, und die Entsorgung des Materials wird für den entsprechenden Abfallbewirtschaftungskanal geplant und dort durchgeführt. |
Sicherstellen der ordnungsgemäßen Entsorgung der Ausrüstung des Sicherheitsdiensts gemäß EZB-internen Verfahren | In Arbeit Alle zur Entsorgung bestimmten Ausrüstungsgegenstände werden entweder von dem beauftragten Lieferanten im Rahmen von EZB-Auftragsverfahren oder über die internen Entsorgungskanäle der EZB verwaltet. |
7.5 Maßnahmen Biodiversität
Maßnahme | Stand |
|---|---|
Eröffnung eines Naturlehrpfads in den Grünanlagen des Hauptgebäudes | Abgeschlossen In den Grünanlagen des Hauptgebäudes wurde ein Naturlehrpfad eröffnet. |
Anlage einer Sanddüne in den Grünanlagen des Hauptgebäudes zur weiteren Anpassung der Landschaft an ihre Einstufung als Trockenbiotop | Abgeschlossen An zwei unterschiedlichen Stellen in den Grünanlagen des Hauptgebäudes wurde eine Sanddüne angelegt, die von Insektenarten, die trockene Biotope bevorzugen, besiedelt werden kann. |
Ausbau der Maßnahmen zur Überwachung, Bewertung und Anpassung biodiverser Arten und der Vielfalt in den Grünanlagen des Hauptgebäudes | In Arbeit Eine Studie zur Biodiversität am Hauptgebäude ist in Arbeit. |
Prüfung der Möglichkeit, Leuchtsensoren (Außenbeleuchtung, Helligkeitssensoren) zu installieren, um Lichtverschmutzung und deren schädliche Auswirkungen auf nachtaktive Tiere abzumildern | In Arbeit Neue Beleuchtungskörper für die Außenbereiche werden geprüft. |
Prüfung der Möglichkeit, Obstbäume und heimische Baumarten sowie mehr bestäuberfreundliche Pflanzen in den Grünanlagen des Hauptgebäudes zu pflanzen | In Arbeit Es wurden bereits zehn Obstbäume gepflanzt. Die bestäuberfreundlichen Pflanzen in den Grünanlagen wachsen in der Regel gut von selbst. |
Sondierung der Möglichkeit, in den Wintermonaten Futterstationen für Vögel in den Grünanlagen aufzustellen | In Arbeit Dies ist eine ständige Verpflichtung, die bis zum Ende des Umweltmanagementprogramm-Zyklus erfüllt wird. |
Weitere Prüfung von Maßnahmen zur Verringerung von Vogelkollision auf dem Areal des Hauptgebäudes | In Arbeit Die Überwachung von Vogelkollision bei der EZB ist eingerichtet. Dies ist eine ständige Verpflichtung, die bis zum Ende des Umweltmanagementprogramm-Zyklus erfüllt wird. |
7.6 Maßnahmen Umweltorientierte Beschaffung
Maßnahme | Stand |
|---|---|
Entwicklung einer neuen KPI-Methodik für umweltorientierte öffentliche Vergabeverfahren der EZB | Abgeschlossen Eine neue KPI-Methodik ist entwickelt worden und bildet aktuell die Grundlage für das neue im Umweltmanagementprogramm festgelegte Ziel für die Beschaffung. |
Prüfung, ob bei der Beschaffung von Beratungsleistungen zur Verringerung von deren Umweltauswirkungen Nachhaltigkeitskriterien eingeführt werden können | Abgeschlossen Bei der Vergabe von Beratungsaufträgen sind Nachhaltigkeitskriterien bereits umgesetzt worden, z. B. durch die Bereitstellung von Leistungen per Fernzugang (Off-site) und den Einsatz elektronischer Mittel für die Leistungserbringung und die Vertragsverwaltung. |
Bei Ausschreibungen für die Beschaffung von Büroartikeln künftig nachhaltige Produkte zum Standard machen | Abgeschlossen Der neue Vertrag über nachhaltige Büroartikel ist in Kraft. Als nachhaltig gekennzeichnete Artikel sind jetzt Standard, sofern sie die erforderlichen technischen Merkmale aufweisen. Nicht nachhaltige Standardartikel werden nur dann bestellt, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. |
Festlegung einer Reihe von Beschaffungskategorien, für die geprüft wird, ob Umwelt- und Sozialkriterien einbezogen werden sollen | Abgeschlossen Beschaffungskategorien wurden festgelegt und in das überarbeitete Ziel der EZB für eine umweltorientierte öffentliche Beschaffung übertragen. |
Prüfung von Möglichkeiten, die interinstitutionelle Zusammenarbeit mit dem GPP-Helpdesk (GPP – Green Public Procurement), EPCO (Koordinierungsstelle für das Beschaffungswesen im Eurosystem) und vergleichbaren Institutionen weiter zu stärken | Abgeschlossen Die EZB beteiligt sich an der Eurosystem-weiten Arbeitsgruppe des EPCO und unterstützt die Aktualisierung und Pflege der Datenbank zur umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung, die von der EZB entwickelt wurde und derzeit vom EPCO betrieben und verwaltet wird. |
Prüfung von Möglichkeiten, durch Einführung entsprechender Vertragsklauseln den Einsatz umweltschädlicher Stoffe zu verringern | In Arbeit Die Vorbereitungen für die neue Ausschreibung beginnen im Jahr 2026. |
Pflege der EZB-Leitlinien für nachhaltige Beschaffung, des Beschaffungshandbuchs und der Beschaffungsvorlagen, um der Entwicklung von Rechtsvorschriften und (gegebenenfalls) Best-Practice-Verfahren im Zusammenhang mit umweltorientiertem öffentlichem Beschaffungswesen (GPP) Rechnung zu tragen | In Arbeit Die EZB-Leitlinien für nachhaltige Beschaffung, das Beschaffungshandbuch und die Beschaffungsvorlagen werden gepflegt, um der Entwicklung von Rechtsvorschriften und (gegebenenfalls) Best-Practice-Verfahren im Zusammenhang mit umweltorientiertem öffentlichen Beschaffungswesen Rechnung zu tragen. |
Prüfung von Möglichkeiten, auch Umweltaspekte in künftige Vergabeverfahren im Zusammenhang mit dem Facility Management aufzunehmen | In Arbeit Die Maßnahme ist im Gange, und das Green-ECB-Team liefert Input für relevante Beschaffungen im Zusammenhang mit dem technischen Facility Management. |
Prüfung von Möglichkeiten, eine Übersicht über die nachhaltigen Lieferanten (einschließlich Zertifizierungen) der EZB einzuführen. | In Arbeit Die EZB beabsichtigt, bis Ende 2027 im Einklang mit den ESG-Regeln und ‑Vorschriften Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung dieser Funktion zu erkunden. |
Evaluierung, ob virtuelle Zusammenarbeit als Standardmethode für die Steuerung von Verträgen umsetzbar ist | In Arbeit Die Bewertung soll bis zum Ende des Umweltmanagementprogramm-Zyklus erfolgt sein. |
Steigerung der Teilnahmequote an Fortbildungsmaßnahmen im Bereich Auftragsvergabe für EZB-Mitarbeitende, die in der Koordination oder im Beschaffungswesen tätig sind | In Arbeit Alle an der Beschaffung beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EZB werden aufgefordert, an externen Schulungen zur nachhaltigen Beschaffung teilzunehmen, die über das EZB-weite Schulungsportal verfügbar sind. Im kommenden Jahr sollen neue Fortbildungsmöglichkeiten angeboten werden. |
Erstellung von Leitlinien für die Anwendung von ISO 41001 zwecks Verbesserung des Beschaffungswesens und der Prozesse im Bereich Facility Management aus ökologischer Sicht | In Arbeit Wir haben Ziele nach dem SMART-System festgelegt und überprüfen regelmäßig die Ziele des Managementsystems, die Logistik, das Gebäudemanagement und die Beschaffungsverfahren, um Umweltauswirkungen, Ineffizienzen, Lücken und Verbesserungsmöglichkeiten zu ermitteln. Zur Steigerung von Effizienz und Nachhaltigkeit geben wir umweltfreundlichen Produkten, Dienstleistungen und Lieferanten den Vorzug, verbessern die Ressourcennutzung und planen Schulungen, mit denen unseren Teams die Grundlagen der Norm ISO 41001 und ökologisch nachhaltige Verfahren vermittelt werden. |
Prüfung, ob bei der Beschaffung von IT-Leistungen zur Verringerung von deren Umweltauswirkungen Nachhaltigkeitskriterien eingeführt werden können | Ausstehend |
Auflistung und Unterbreitung von Vorschlägen, wie basierend auf den Erkenntnissen aus den anstehenden Umzugsprojekten bei der Beschaffung von Möbeln künftig Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt werden können | In Arbeit Die aus dem Umzug vom Eurotower in das Gallileo-Gebäude gewonnenen Erkenntnisse wurden dokumentiert. Sie sollen bei der künftigen Beschaffung von Möbeln berücksichtigt werden und in die Entwicklung eines strukturierten Katalogs von Nachhaltigkeitskriterien einfließen, die Materialien, Haltbarkeit, Qualität, End-of-Life-Management, Produktionsprozesse, Transport, soziale Verantwortung, Ästhetik und Funktionalität umfassen. Empfehlungen für die Zukunft sind: Festlegung obligatorischer Kriterien wie FSC-zertifizierte Materialien und modulares Design, Förderung von Verfahren wie Rücknahmeprogrammen von Lieferanten und Ermittlung naheliegender Vorteile, wie beispielsweise die Beauftragung lokaler Lieferanten, um transportbedingte Emissionen einzusparen. |
Aufforderung an Lieferanten, umweltfreundliche Verpackungs-, Liefer- und Abholmethoden zu nutzen | Ausstehend |
7.7 Maßnahmen Kommunikation und Sensibilisierung
Maßnahme | Stand |
|---|---|
Prüfung der Möglichkeit, den Wasserfußabdruck von Verpflegungsdienstleistungen zu bewerten | Abgeschlossen Eaternity informiert über den Wasserfußabdruck von Mahlzeiten. Diese Informationen sind in die Kommunikation mit allen Beschäftigten im Rahmen des Weltwassertags eingeflossen. |
Einführung eines Spiels zum Thema Abfalltrennung bei den Einführungsveranstaltungen für neue Mitarbeitende sowie für Mitarbeitende, die in das Gallileo-Hochhaus wechseln | Abgeschlossen Im Rahmen der vom Green-ECB-Team angebotenen Schulung zum Thema „Umweltmanagement bei der EZB“ wurde in die gesamte Kommunikation mit Kolleginnen und Kollegen, die neu hinzukommen oder in das Gallileo-Gebäude umziehen, ein Spiel zur Abfalltrennung aufgenommen. |
Ausweitung des Zugangs zum Dienstreisen-Dashboard, damit dieses bei der EZB intern einer breiteren Personengruppe zur Verfügung steht | Abgeschlossen Das Dienstreisen-Dashboard steht nun allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der EZB zur Verfügung. |
Entwicklung eines Dashboards auf Geschäftsbereichsebene, damit die Geschäftsbereiche die Umweltauswirkungen ihrer Reiseaktivitäten genau überwachen und steuern können | Abgeschlossen Das Dienstreisen-Dashboard steht nun allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der EZB zur Verfügung. |
Entwicklung einer Kommunikationskampagne zum Thema umweltfreundliches Reisen und Werben für die Leitlinie für nachhaltige Dienstreisen | Abgeschlossen Das Green-ECB-Team und das für Dienstreisen zuständige Team haben gemeinsam die Europäische Mobilitätswoche 2025 ausgerichtet. Bei der letzten Aktualisierung des Business Rulebook wurde die Leitlinie für nachhaltige Dienstreisen hervorgehoben. |
Prüfung, ob es technisch umsetzbar ist, Reisenden im Online-Tool Buchungsoptionen sortiert nach den geschätzten CO2- Emissionen anzuzeigen | In Arbeit Das neue Buchungstool für Dienstreisen wurde ab 2026 eingeführt, weitere Funktionen sollen bis zum Ende des Umweltmanagementprogramm-Zyklus geprüft werden. |
Aufnahme von praktischen Tipps in künftige Kommunikationsaktivitäten, um bei Mitarbeitenden der EZB weiter auf Verhaltensänderung hinzuwirken | In Arbeit In die Kommunikationskampagnen des Green-ECB-Teams wurden praktische Tipps aufgenommen, und für zukünftige Kommunikationsaktivitäten werden weitere Tipps für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwartet. |
Prüfung der Möglichkeit, einen Abo-Newsletter mit Informationen zu umweltrelevanten Themen für alle Mitarbeitenden zu entwickeln | In Arbeit Die Erstellung eines internen Newsletters zu Umweltfragen wird derzeit geprüft. |
Prüfung, ob Leistungskennzahlen eingeführt werden können, mit denen sich die Umweltleistung von Verpflegungsdienstleistungen nachverfolgen lässt | In Arbeit In Zusammenarbeit mit Eaternity kann die Umweltleistung durch die Berechnung des CO2-Fußabdrucks verfolgt werden. Eaternity stellt Berichte bereit, die regelmäßig im Intranet veröffentlicht werden. |
Aufrechterhaltung des Umweltbewusstseins bei Personal des Catering-Dienstleisters | In Arbeit Den Beschäftigten der EZB steht eine App zur Verfügung, über die detaillierte Umweltinformationen im Zusammenhang mit Catering abgerufen werden können. Auch vor Ort in den Kantinen werden Informationen angezeigt, um auf die Nachhaltigkeit verschiedener Mahlzeiten aufmerksam zu machen. |
Durchführung einer jährlichen Analyse der innerhalb des ENCB ausgetauschten Umweltdaten und interne Bekanntgabe der Erkenntnisse bei den Plenarsitzungen des Netzwerks | In Arbeit Die jährliche Datenerhebung des ENCB ist im Gange, und die ENCB-Daten werden im Laufe des Jahres bewertet. |
Gesamte Belegschaft durch Teilnahme des Green-ECB-Teams an Sitzungen der Geschäftsbereiche stärker für dessen Aktivitäten sensibilisieren | In Arbeit Das Green-ECB-Team nimmt regelmäßig an Sitzungen auf der Ebene der Geschäftsbereiche teil, um das Bewusstsein und die Verantwortung für die Umwelt bei der EZB zu fördern. |
Weitere Förderung des interinstitutionellen Austauschs zu Umweltthemen zwischen der EZB und internationalen Institutionen bzw. Organisationen | In Arbeit Im Laufe des Jahres 2025 gab es mehrere Kontakte mit internationalen Institutionen und Organisationen, und für die Zukunft sind weitere geplant. |
Sicherstellen, dass die Zahl der EZB-Beschäftigten, die an Schulungen zum Klima- und Umweltmanagement teilnehmen, überwacht und gesteigert wird | In Arbeit Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden automatisch für den Kurs „Umweltmanagement bei der EZB“ in EUREKA angemeldet und erhalten Erinnerungen, damit sie diesen auf jeden Fall absolvieren. Das Green-ECB-Team wird die künftigen Schulungen daraufhin überprüfen, dass alle umweltbezogenen Schulungen, die es den Beschäftigten der EZB anbietet, aufeinander abgestimmt sind. |
Prüfung, wie die Funktionen des Buchungstools für Dienstreisen durch die Aufnahme von Gamification-Elementen, die umweltfreundliche Entscheidungen fördern, verbessert werden können | In Arbeit Das neue Buchungstool für Dienstreisen wurde ab 2026 eingeführt, weitere Funktionen sollen bis zum Ende des Umweltmanagementprogramm-Zyklus geprüft werden. |
Schaffung eines „Digital Workplace Emission Footprint Dashboard“, das den Mitarbeitenden der EZB hilft, eine Vorstellung von den Umweltauswirkungen ihrer Hard- und Softwarenutzung zu bekommen | Ausstehend |
Befragung von Vielreisenden, um Erkenntnisse zu deren Bedürfnissen zu gewinnen und Möglichkeiten zu finden, wie sich Umweltkriterien bei Dienstreisen besser berücksichtigen lassen | Ausstehend |
Prüfung von Möglichkeiten zur Entwicklung eines E-Learning-Kurses für das EZB-Personal zum Thema umweltfreundliche Dienstreisen | Ausstehend |
Prüfung von Möglichkeiten, den aktiven Austausch und die Zusammenarbeit zwischen der Generaldirektion Informationssysteme und dem Green-ECB-Team zu intensivieren; im Mittelpunkt sollen die Sensibilisierung für IT-bezogene Themen und deren Umweltauswirkungen stehen, im Einklang mit der Initiative „Digital-Sobriety“ und dem Ziel, den Fußabdruck zu verkleinern | Ausstehend |
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Informationen zur Fachterminologie finden sich im EZB-Glossar (nur auf Englisch verfügbar).
PDF ISBN 978-92-899-7424-0, ISSN 2811-6941, doi:10.2866/8131321, QB-01-25-197-DE-N
HTML ISBN 978-92-899-7407-3, ISSN 2811-6941, doi:10.2866/4424291, QB-01-25-197-DE-Q
Die prozentualen Veränderungen in der Abbildung beziehen sich auf die direkten Verbrauchseinheiten im Jahr 2025.
Gemäß dem Zertifikat der Deutschen Bahn werden direkte Emissionen von Zertifikaten für erneuerbare Energien abgedeckt und daher mit dem Wert null erfasst. Vorgelagerte Emissionen (Well-to-Tank-Emissionen) werden zu 100 % kompensiert. Mangels Daten zum vorgelagerten Energieverbrauch pro Kilometer und den zugehörigen Emissionsfaktoren werden diese Emissionen derzeit nicht unter Scope 3 erfasst. Kompensierte Emissionen aus Papier werden unter Scope 3 erfasst und zusätzlich außerhalb dieser Scopes ausgewiesen.
Well-to-Tank-Emissionen (WTT-Emissionen) entstehen bei der Gewinnung, Herstellung, Verarbeitung und Beförderung von Kraftstoffen oder Energieträgern bis zur Anlieferung am Ort ihrer Verwendung, ohne Emissionen aus dem tatsächlichen Verbrauch.
Mit dem Radiative Forcing Index (RFI-Index) lassen sich die Klimaauswirkungen des Flugverkehrs messen. Dabei wird der gesamte Strahlungsantrieb, auch nicht-CO2-Effekte wie Kondensstreifen und Stickoxid, mit den allein durch Strahlungsantrieb verursachten CO2-Emissionen ins Verhältnis gesetzt.
Für den CO2-Fußabdruck 2025 wurde eine Änderung beim Emissionsfaktor für Haushaltsabfälle (Restmüll) vorgenommen. In den vorangegangenen Jahren war ein Emissionsfaktor von DEFRA verwendet worden, 2025 wurde ein Emissionsfaktor von EBeV verwendet. Weitere Informationen finden sich in Kapitel 5 – Technische Informationen.
Siehe Artikel 130 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV): „Bei der Wahrnehmung der ihnen durch die Verträge und die Satzung des ESZB und der EZB übertragenen Befugnisse, Aufgaben und Pflichten darf weder die Europäische Zentralbank noch eine nationale Zentralbank noch ein Mitglied ihrer Beschlussorgane Weisungen von Organen, Einrichtungen oder sonstigen Stellen der Union, Regierungen der Mitgliedstaaten oder anderen Stellen einholen oder entgegennehmen. Die Organe, Einrichtungen oder sonstigen Stellen der Union sowie die Regierungen der Mitgliedstaaten verpflichten sich, diesen Grundsatz zu beachten und nicht zu versuchen, die Mitglieder der Beschlussorgane der Europäischen Zentralbank oder der nationalen Zentralbanken bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu beeinflussen.“
Die 2025 veröffentlichte Umwelterklärung der EZB enthielt die Angabe, dass alle Beschäftigten 2024 insgesamt 26 025 997 Kilometer zurückgelegt haben. Korrekt wären aber 25 974 740 Kilometer.
Zu den Emissionen aus der An- und Abreise von an Konferenzen teilnehmenden Personen zählen nur die Emissionen von Personen, die von der EZB zur Teilnahme an Sitzungen, Veranstaltungen oder Konferenzen vor Ort eingeladen werden. Externe, die das Besucherzentrum der EZB aus freien Stücken aufsuchen, sind in dieser Berechnung nicht berücksichtigt.
Für in Präsenz abgehaltene EZB-Sitzungen und ‑Konferenzen mit externen Teilnehmenden wurde während eines Zweijahreszyklus (2023-2024) eine Obergrenze von 50 % festgelegt.
Well-to-Tank-Emissionen (WTT-Emissionen) entstehen bei der Gewinnung, Herstellung, Verarbeitung und Beförderung von Kraftstoffen oder Energieträgern bis zur Anlieferung am Ort ihrer Verwendung, ohne Emissionen aus dem tatsächlichen Verbrauch.

