Der Euro außerhalb Europas

Für rund 339 Millionen Menschen im Euro-Währungsgebiet sind die Euro-Banknoten und ‑Münzen Teil ihres Alltags. Aber wussten Sie schon, dass die Gemeinschaftswährung auch außerhalb der Europäischen Union (EU) und des europäischen Kontinents verwendet wird? Wir zeigen Ihnen, wo!

Der Euro außerhalb Europas
Eurogebiet
Andere EU-Mitgliedstaaten

Kanarische Inseln (Spanien)

Die Kanaren sind eine Inselgruppe im Atlantik. Diese autonome Gemeinschaft Spaniens ist ein sogenanntes Gebiet in äußerster Randlage der EU. Die Inseln gehören zwar geografisch nicht zu Europa, sind aber Teil des Euro-Währungsgebiets.


Ceuta und Melilla (Spanien)

Ceuta und Melilla sind zwei autonome spanische Städte an der Nordküste Afrikas, die durch das Mittelmeer vom spanischen Festland getrennt sind. Da sie zu Spanien gehören, sind sie Teil der EU und haben den Euro als Währung.


Azoren und Madeira (Portugal)

Die im Atlantik gelegenen Azoren und Madeira sind autonome Regionen Portugals. Wie die Kanarischen Inseln sind sie „Gebiete in äußerster Randlage“ der EU und somit Teil des Euro-Währungsgebiets.


Mayotte und Réunion (Frankreich)

Mayotte und Réunion sind zwei Inseln im Indischen Ozean westlich bzw. östlich von Madagaskar. Beide sind französische Übersee-Departements und „Gebiete in äußerster Randlage“ der EU. Ihre Währung ist daher der Euro.


St. Pierre und Miquelon (Frankreich)

Die östlich der kanadischen Küste gelegene Inselgruppe ist ein französisches Überseegebiet, d. h. St. Pierre und Miquelon gehören zu Frankreich, aber nicht zur Europäischen Union. Aufgrund einer Vereinbarung mit der EU dürfen sie den Euro verwenden.


Französisch-Guayana

Französisch-Guayana ist ein französisches Übersee-Departement an der nördlichen Atlantikküste Südamerikas. Als Teil Frankeichs ist Französisch-Guayana ein „Gebiet in äußerster Randlage“ der EU und damit Teil des Euroraums.


Französische Inseln in der Karibik

Die karibischen Inseln Guadeloupe und Martinique sind französische Übersee-Departements und damit Teil der EU. Saint Martin ist seit 2007 ein französisches Überseegebiet, jedoch weiterhin Teil der Europäischen Union. Die Übersee-Gebietskörperschaft St. Barthélemy gehört nicht zur Europäischen Union, hat mit ihr aber eine Währungsvereinbarung über die Verwendung des Euro unterzeichnet.


Mikrostaaten in Europa

Die europäischen Mikrostaaten Andorra, Monaco, San Marino und Vatikanstadt gehören nicht zur EU. Da sie aber Währungsvereinbarungen mit der EU unterzeichnet haben, dürfen sie den Euro als offizielle Währung verwenden. Sie haben auch das Recht, eine begrenzte Anzahl von Euro-Münzen mit länderspezifischem Motiv auszugeben.


Kosovo und Montenegro

Die Balkanstaaten Kosovo und Montenegro gehören nicht zur EU. Seitdem die beiden Länder den Euro im Jahr 2002 einseitig eingeführt haben, ist er dort de facto Landeswährung. Das bedeutet, dass der Euro dort zwar kein gesetzliches Zahlungsmittel ist, die Bevölkerung ihn aber so behandelt. Vor 2002 wurde in den beiden Ländern die D-Mark verwendet.