Vorwort

Angesichts der drängenden Herausforderungen des Klimawandels und der Notwendigkeit eines umfangreichen Aktionsplans zum Klimaschutz arbeitet die EZB zusammen mit anderen europäischen und internationalen Institutionen sowie den nationalen Zentralbanken (NZBen) weiter daran, eine der größten Aufgaben unserer Zeit zu bewältigen. Unser Beitrag beschränkt sich nicht nur auf den politischen Bereich. Auch in unserem Alltag unternehmen wir ernsthafte Anstrengungen, indem wir unsere eigenen Tätigkeiten umweltgerechter gestalten.

Seit neun Jahren ist die EZB EMAS-registriert (European Eco-Management and Audit Scheme), und ich bin stolz, einer Organisation anzugehören, die in Sachen Umweltschutz Eigenverantwortung übernimmt und strategische Ziele und Maßnahmen festlegt, um zur Erreichung der EU-Umweltziele beizutragen. Wir werden nach weiteren Möglichkeiten suchen, unser Umweltprogramm zu erweitern, dabei aber einen noch umfassenderen Ansatz verfolgen, der alle Dimensionen der Nachhaltigkeit einschließt und unseren Beitrag zur Verwirklichung der Nachhaltigkeitsziele weiter stärkt.

Die vorliegende Umwelterklärung gibt einen Überblick über unsere gezielten Umweltaktivitäten im letzten Jahr und gewährt einen Einblick in die innovative Arbeit der zahlreichen engagierten Teams und Einzelpersonen bei der EZB, die sich für positive Veränderungen in der Zukunft einsetzen.

Auch im vergangenen Jahr haben wir weiter daran gearbeitet, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und auch unsere Zulieferer – noch mehr für den Umweltschutz zu sensibilisieren und ihr Engagement zu stärken. Ein positiver Wandel im Sinne unserer Umwelt ist nur möglich, wenn alle innerhalb und außerhalb der Organisation gemeinsam handeln und sich kontinuierlich darum bemühen. Mein ausdrücklicher Dank gilt all denen, die diesen Wandel zugunsten unseres Planeten und der jüngeren Generationen entschieden vorangetrieben haben, indem sie nicht nur aktiv Gespräche geführt und neue Vorschläge zur Verbesserung der Umweltleistung der EZB eingebracht, sondern es in die eigene Hand genommen haben, die Veränderungen innerhalb der Organisation einzuleiten und in ihrem Einflussbereich eine Vorbildrolle zu übernehmen.

Jahr für Jahr setzen wir uns noch engagierter dafür ein, Lösungen für die durch den Klimawandel verursachten Probleme zu finden. Wir werden uns auch weiterhin im Rahmen unserer interinstitutionellen Partnerschaften über bewährte Praktiken austauschen und uns ambitionierte Ziele für die kommenden Jahre setzen, um den Nachhaltigkeitsaspekt noch fester in unserer Arbeit zu verankern. Nur so können wir Vorbild sein und den notwendigen Kurswechsel in Richtung Nachhaltigkeit vollziehen.

Michael Diemer
Chief Services Officer


1 Die EZB auf einen Blick

Die Europäische Zentralbank und die nationalen Zentralbanken bilden zusammen das Eurosystem, das Zentralbankensystem des Euro-Währungsgebiets. Das vorrangige Ziel des Eurosystems besteht darin, Preisstabilität zu gewährleisten und so den Wert des Euro zu wahren.

Im Rahmen des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism – SSM), der auch die nationalen zuständigen Behörden (National Competent Authorities – NCAs) umfasst, ist die Europäische Zentralbank für die Aufsicht über Kreditinstitute verantwortlich, die im Euro-Währungsgebiet und in den teilnehmenden nicht dem Euro-Währungsgebiet angehörenden Mitgliedstaaten ansässig sind. Sie trägt so zur Sicherheit und Solidität des Bankensystems und zur Stabilität des Finanzsystems auf Unionsebene und in den teilnehmenden Mitgliedstaaten bei.

Weitere Informationen zur EZB, zum Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) und zum Eurosystem finden Sie hier.

Quelle: Europäische Zentralbank und Europäische Kommission


1.1 Für das Umweltmanagementsystem (EMS) relevante Veränderungen

Die vorliegende Umwelterklärung berücksichtigt die Daten für die Gebäude, die von der EZB im Jahr 2018 genutzt wurden, d. h. Hauptgebäude, Eurotower und Japan Center. Seit 2018 belegt die EZB das gesamte Japan Center, wodurch die Anzahl der Arbeitsplätze insgesamt um etwa 7,4 % gestiegen ist. Anders als in den Vorjahren wurden im gesamten Kalenderjahr die vollständigen Büroflächen aller drei Gebäude genutzt.

Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, sind die Umweltdaten für die im Stadtzentrum gelegenen Gebäude (d. h. Eurotower und Japan Center) wie in den Vorjahren zusammen ausgewiesen und die Daten für das Hauptgebäude separat angegeben.

Bei einem Vergleich mit den Vorjahren ist zu berücksichtigen, dass die EZB in den vorangegangenen Berichtsjahren mehrmals umgezogen ist. Beispielsweise wurden das Japan Center und der Eurotower im Jahr 2016 nur einen Teil des Jahres genutzt. Zudem unterscheiden sich die EZB-Gebäude hinsichtlich ihres Alters und ihrer Baustandards, da sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten über die letzten drei Jahrzehnte hinweg gebaut wurden, sodass ein genauer Vergleich und die Bewertung der Entwicklung bestimmter Umweltaspekte schwierig sind.

Vor diesem Hintergrund wurde entschieden, das Jahr 2018 anstatt wie bisher 2015 als neue Ausgangsbasis heranzuziehen. Diese Umstellung hat Folgen für die langfristigen Energieeffizienz- und Emissionsziele, für die bisher 2015 als Referenzjahr galt. Jedoch bildet die neue Ausgangsbasis die aktuellen wie auch die zukünftigen organisatorischen Zusammenhänge besser ab und leistet so einen positiven Beitrag zum Engagement der EZB, ihre Umweltauswirkungen zu verringern.


1.2 EZB-Gebäude

Der folgende Abschnitt gibt einen Überblick über die drei wichtigsten Standorte der EZB[1].

Hauptgebäude

Das Hauptgebäude der EZB befindet sich im Frankfurter Ostend. Eigentümerin ist die EZB selbst. Etwas mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze befinden sich dort. Im November 2014 wurde es offiziell eingeweiht.

Aufgrund der Bauweise und der damit verbundenen Nachhaltigkeitsmerkmale des Gebäudes werden die Vorgaben der Energieeinsparverordnung von 2007 um 29 % übertroffen. Das Hauptgebäude weist die folgenden wesentlichen Merkmale auf:

  • eine energieeffiziente dreischichtige Fassade des neuen Büroturms sowie eine energieeffiziente Isolierung der Fassaden und des Dachs der Großmarkthalle
  • natürliche Belüftung durch bedienbare Fassadenelemente, einen elektrisch betriebenen Sonnenschutz und eine energieeffiziente Beleuchtung, die optimale Arbeitsplatzbedingungen bei maximalem Tageslichteinfall schafft
  • Sammlung von Regenwasser für die Bewässerung der Grünanlagen und zur Nutzung im Sanitärbereich
  • Wärmerückgewinnung vom Rechenzentrum und vom Atrium
  • Nutzung von Geothermie für die Beheizung und Kühlung des Gebäudes

Für die umliegenden Grünanlagen wurde ein spezielles Landschaftskonzept umgesetzt. Damit ist nicht nur eine angenehme Arbeitsumgebung für die Belegschaft entstanden – die Grünanlagen tragen zusammen mit den Parks in der Umgebung und dem GrünGürtel auch zur Schaffung einer „grünen Lunge“ für die Stadt Frankfurt am Main bei.

Hier finden Sie weitere Informationen zum EZB-Hauptgebäude und seinen Nachhaltigkeitsmerkmalen.

Stadtzentrum (Eurotower und Japan Center)

Knapp die Hälfte der Arbeitsplätze der EZB befinden sich im Eurotower und im Japan Center. Beide Gebäude sind von der EZB angemietet und befinden sich im Frankfurter Stadtzentrum.

Die EZB mietet seit 2014 Büroflächen im Japan Center an und bringt dort vorübergehend Personal unter, das für die europäische Bankenaufsicht tätig ist.

Der Eurotower wurde von Januar 2015 bis Februar 2016 renoviert, und im März 2016 zog das in der Bankenaufsicht beschäftigte Personal der EZB dort ein. Ökologische Erwägungen spielten bei der Renovierung eine wichtige Rolle. Zudem wurde eine Vielzahl von Verbesserungen an der technischen Infrastruktur des Eurotowers vorgenommen. Dazu gehören:

  • die Installation von energieeffizienten Sonnenschutzsystemen
  • die Dämmung des Betonkerns
  • die Installation neuer Blockheizkraftwerke
  • die Modernisierung der Klimaanlagen zur Verbesserung der Energieeffizienz
  • die Verbesserung der Energieeffizienz der Aufzüge
  • die Installation eines LED-Beleuchtungssystems in den Büroräumen

Alle diese Maßnahmen zielen darauf ab, durch eine Senkung des Ressourcenverbrauchs und der CO2-Emissionen des Gebäudes dessen Energieeffizienz zu verbessern. Angesichts der Effizienzsteigerungen beabsichtigt der Eigentümer des Gebäudes, eine Umweltzertifizierung zu beantragen.

Nach dem Einzug der für die europäische Bankenaufsicht tätigen EZB-Mitarbeiterinnen und ‑Mitarbeiter in den Eurotower wurden Ende 2016 auch im Japan Center Renovierungsmaßnahmen durchgeführt, damit die bis dahin im Alten Commerzbankgebäude untergebrachten EZB-Beschäftigen dorthin umziehen konnten. Nach dem Umzug wurde das Alte Commerzbankgebäude an den Eigentümer zurückgegeben und wird daher in den EMS-Berichten der EZB nicht mehr berücksichtigt.


2 Umweltmanagement bei der EZB

2.1 Umweltpolitik

In der Umweltpolitik der EZB werden die allgemeinen Absichten und Ausrichtungen der EZB in Bezug auf ihre Umweltleistung und -ziele dargelegt. Die Ziele der Umweltpolitik sind so definiert, dass alle aus ihr resultierenden Aktivitäten einen unmittelbaren und positiven Effekt auf die gesamte Umweltleistung der EZB haben sollten. Die jüngste Fassung dieser Politik wurde 2013 verabschiedet. In ihrem Fokus stehen gezielte Aktionen, die das Umweltbewusstsein der Belegschaft stärken und Verhaltensänderungen bewirken sollen.

Alle in den EZB-Gebäuden tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aufgefordert, die Umweltpolitik in ihre tägliche Arbeit einzubeziehen und einen aktiven Beitrag zum Erreichen der entsprechenden Ziele zu leisten. Dies geschieht, indem Maßnahmen getroffen und umgesetzt werden, die sich (direkt oder indirekt) positiv auf die Umweltleistung der EZB auswirken.


2.2 Aufbau des Umweltmanagements

Das Green ECB-Team behält alle EMS-relevanten Aspekte im Blick und koordiniert mit verschiedenen Interessengruppen die entsprechenden Aktivitäten in allen Geschäftsbereichen der EZB. Das Team besteht aus einem Umweltkoordinator und einem Umweltbeauftragten, die jeweils vom EZB-Direktorium ernannt werden, sowie der Gruppe der Environmental Representatives und ihrer Stellvertreter, die von den jeweiligen Geschäftsbereichsleitern ernannt werden. Experten für Umweltfragen unterstützen den Umweltbeauftragten und die Environmental Representatives in ihren Aufgaben.

Die Rollen und Verantwortlichkeiten des Green-ECB-Teams sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.

Die EZB wurde 2010 zum ersten Mal beim Europäischen System für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung (European Eco-Management and Audit Scheme – EMAS) registriert.[2] Im selben Jahr erhielt das EMS die Zertifizierung nach EN ISO 14001.

Das EMS ist, wie im Umweltmanagementhandbuch (Environmental Management Handbook – EMH) ausführlich beschrieben, in den allgemeinen Corporate-Governance-Rahmen der EZB integriert. Das EMH enthält verbindliche Regeln, Prozesse und operationelle Verfahren, die die Pflege des EMS im Einklang mit den Standards und dessen adäquate Umsetzung in den relevanten Bereichen sicherstellen sollen. Darüber hinaus werden bestimmte Aspekte behandelt, die erhebliche Umweltauswirkungen haben (z. B. Einrichtungen und Anlagen, IT-Infrastruktur und -Ausrüstung, Reisen usw.), und es werden Empfehlungen gegeben, wie durch die Einbeziehung der Umweltschutzanforderungen die Umweltbelastungen insgesamt verringert werden können.

Diesen Standards gemäß unterliegt das EMS internen und externen Umweltprüfungen. Um Abweichungen von ihrem Umweltmanagementrahmen zu vermeiden, hat die EZB spezielle Instrumente zur Überwachung und Messung ihrer Umweltleistung eingeführt. Einmal im Jahr führt der Environmental Officer mit der Unterstützung externer Experten interne Umweltprüfungen durch. Die EZB stellt durch die Definition und Durchführung von Verfahren und Prozessen im EMS die Einhaltung der Zertifizierungsanforderungen sicher.

Das EMS erfasst alle Aktivitäten im Hauptgebäude, im Japan Center und im Eurotower.


2.3 Einhaltung von Verpflichtungen

Die Anforderungen, die von der EZB und ihrem EMS einzuhalten sind, ergeben sich aus den EMAS-Vorgaben, dem einschlägigen deutschen Umweltrecht und den für die Stadt Frankfurt am Main geltenden Umweltvorschriften. Aus diesem Grund führt die EZB für ihre Gebäude in Frankfurt am Main ein Rechtsregister, das sämtliche ermittelten und einzuhaltenden rechtlichen Verpflichtungen erfasst. Um deren Einhaltung zu gewährleisten, wird das Rechtsregister von Rechtsexperten regelmäßig überprüft und aktualisiert. Relevante Änderungen am rechtlichen Rahmen werden direkt an die betroffenen Geschäftsbereiche weitergeleitet, die dann die notwendigen Schritte unternehmen. Der Großteil der von der EZB einzuhaltenden Umweltverpflichtungen bezieht sich auf die Nutzung und Instandhaltung ihrer Gebäude sowie auf Dienstleistungen wie Catering und Reinigungsarbeiten. Bislang wurden keine Abweichungen von den gesetzlichen Anforderungen festgestellt.

Tabelle 1

Teilbereiche des Umweltrechts und betroffene Einrichtungen/Aktivitäten

Die EZB berücksichtigt darüber hinaus weitere umweltbezogene Verpflichtungen, die über den rechtlichen Rahmen hinausgehen und zu deren Einhaltung sie sich auf freiwilliger Basis bereit erklärt hat. Hier sind unter anderem die Ausarbeitung von Leitlinien für eine nachhaltige Beschaffung, umweltfreundliche Geschäftsziele und die Sensibilisierung für Umweltthemen zu nennen. Die EZB ist sich der Herausforderungen des Klimawandels bewusst und trägt im Rahmen ihres Mandats zu deren Bewältigung bei, indem sie z. B. Marktteilnehmer, Gesetzgeber und Standardsetzer unterstützt, die an der Identifizierung der mit dem Klimawandel verbundenen Risiken arbeiten.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Klimawandel und die EZB.

Im Rahmen ihrer Teilnahme an interinstitutionellen Arbeitsgruppen und Netzwerken wie die GIME (Groupe inter-institutionnel de management environnemental) und das ENCB (European Network of Central Banks) beschäftigt sich die EZB über ihre Organisationsgrenzen hinweg aktiv mit Themen des Umweltmanagements.


2.4 Umfeld der EZB

Um das organisatorische Umfeld für das EMS der EZB sowie die Anforderungen und Erwartungen der Interessengruppen nachvollziehen zu können, haben das Green-ECB-Team und die jeweiligen Parteien bestimmte interne und externe Themen herausgefiltert und untersucht. Insbesondere sollten die Bereiche ermittelt werden, die die Umweltleistung der EZB beeinflussen und im EMS berücksichtigt werden müssen. Die EZB analysiert regelmäßig ihr ökologisches Umfeld und ihre Interessengruppen, wobei auch die jeweiligen Risiken und Chancen beleuchtet werden. Diese Überprüfung fließt in die Umsetzung und Pflege des EMS mit ein und wird bei der Festlegung der Umweltziele und -maßnahmen der EZB berücksichtigt. Den Direktoriumsmitgliedern Benoît Coeuré und Sabine Lautenschläger zufolge[3] wurden der Klimawandel und seine Auswirkungen im Jahr 2018 wiederholt als Risikofaktor für die Geldpolitik hervorgehoben. Darum widmet auch die EZB den mit dem Klimawandel verbundenen Risiken immer größere Aufmerksamkeit, was in ihrer Teilnahme am Network for Greening the Financial System (NGFS) zum Ausdruck kommt.


2.5 Kommunikation, Aktivitäten zur Einbeziehung und Bewusstseinsbildung in Sachen Umweltschutz

abgeschlossen = Maßnahme wurde abgeschlossen; in Arbeit = Maßnahme ist in Arbeit; Vorschlag/neu = neue, im Rahmen des nächsten Programms umzusetzende Maßnahme.

2018 war für die EZB ein weiteres aktives und erfolgreiches Jahr, was die Kommunikation zu Umweltthemen und Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung betrifft. Im Rahmen interner und externer Veranstaltungen, interinstitutioneller Kooperationsnetzwerke, Schulungen und Informationsveranstaltungen beschäftigt sich die EZB zusammen mit zahlreichen unterschiedlichen Interessengruppen aktiv mit Umweltthemen. Diese Interessengruppen sind unter anderem das Personal der EZB, Auftragnehmer, andere europäische Institutionen und Gremien, NZBen des ESZB sowie sonstige interessierte, externe Parteien.

Im Jahresverlauf erarbeitete das Green-ECB-Team unterschiedliche Aktivitäten bzw. nahm an Initiativen teil, die die Interessengruppen sensibilisieren und zum aktiven Handeln anregen und damit letztendlich zur Reduzierung der Umweltauswirkungen der EZB beitragen sollten. Beispielsweise nahm das Green-ECB-Team an Town-Hall-Meetings und Geschäftsbereichstreffen teil, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die angebotenen Aktivitäten, Tools und Dienstleistungen, die sich günstig auf die EZB-Umweltbilanz auswirken, zu informieren und sie dafür zu gewinnen.

Im Januar 2018 hielt das Green-ECB-Team während eines Town-Hall-Meetings eine Präsentation, die sich mit den für Dienstleistungen zuständigen Geschäftsbereichen befasste. Den Teilnehmern wurden Möglichkeiten vorgestellt, die Förderung der Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit bei der EZB zu fördern, ohne dabei das strategische Ziel der Organisation, ihren Ruf als Institution von Weltrang zu stärken, aus den Augen zu verlieren. Anhand von drei Beispielen aus der Praxis wurde aufgezeigt, wie und in welchen Bereichen Mitarbeiterteams als Vorbild agieren und dazu beitragen können, die EZB zu einer umweltfreundlicheren Institution zu machen.

Die drei zentralen Themen der Veranstaltung waren:

Auch konnten sich Teilnehmer über eine App live zuschalten, um neue Ideen einzubringen und sich zu einem zukünftigen Engagement zu verpflichten.

Im März 2018 nahm die EZB zum siebten Mal in Folge an der Earth Hour des WWF teil. Gemeinsam mit Millionen von Menschen und zahlreichen Organisationen weltweit, darunter 182 Unternehmen und Institutionen in Frankfurt am Main, setzte die EZB ein Zeichen und schaltete sämtliche nicht unbedingt notwendigen Beleuchtungen in ihren Gebäuden aus, um ihr Engagement für eine stärkere Wahrnehmung der Auswirkungen des Klimawandels und der Notwendigkeit sinnvoller Maßnahmen zu unterstreichen.

Im Sommer 2018 lud das Green-ECB-Team den Frankfurter Ortsverband der deutschen gemeinnützigen Organisation Naturschutzjugend (NAJU) dazu ein, Aktivitäten zu organisieren, die die Wichtigkeit von Biodiversität stärker ins Bewusstsein rücken.

Im September 2018 nahm die EZB zum sechsten Mal in Folge an der Europäischen Mobilitätswoche teil. Im Laufe dieser Woche organisierte das Green-ECB-Team autofreie Tage und andere Aktivitäten, um auf umweltfreundliche Transportarten aufmerksam zu machen. Unter dem Motto „Mix and Move“ wurden das Konzept und die Vorteile der Multimodalität und nachhaltiger Transportarten hervorgehoben. Die EZB rührte die Werbetrommel für umweltneutrale Mobilitätsoptionen in der Region Frankfurt und informierte die Belegschaft über die CO2-Emissionen der unterschiedlichen Mobilitätsformen. An einem Infostand wurden zusätzliche Informationen über Mobilitätsoptionen für den Weg zur Arbeit und Geschäftsreisen angeboten. Weitere Highlights waren Fahrrad-Sicherheitschecks und eine Vielzahl anderer Aktivitäten.

Quelle: EZB.

Zusätzlich zum Green-ECB-Team werden EMS-bezogene Aktivitäten innerhalb der EZB auch von den Environmental Representatives unterstützt, die von den einzelnen Geschäftsbereichen ernannt werden. Sie tragen aktiv zur internen Kommunikation zu Umweltthemen und Umweltinitiativen innerhalb der EZB bei und verstärken so das Umweltbewusstsein und die Wirkung der internen Aktivitäten. Die Environmental Representatives waren in lokale Projekte wie z. B. umweltbezogene Fotowettbewerbe involviert und haben für ihre Kollegen Präsentationen über wichtigen Themen gehalten. Sie stehen als offene Ansprechpartner zur Verfügung, und indem sie die Aktivitäten des Green-Teams bekannt machen, können sie auch andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermutigen, umweltbezogene Verbesserungsmaßnahmen vorzuschlagen. Darüber hinaus leisten sie Hilfestellung in Bezug auf Umweltinformationen.

Zu den Aktivitäten der EZB gehören der Ausbau und Austausch von Fachkenntnissen über bewährte Praktiken im Bereich Umweltmanagement. Die interinstitutionelle Zusammenarbeit mit anderen europäischen Institutionen zu diesem Thema findet über das Netzwerk ENCB sowie über die Arbeitsgruppe GIME statt. Der GIME gehört eine steigende Zahl von europäischen Institutionen und Organen an. Sie will den Austausch von Informationen und bewährten Praktiken zu Umweltthemen fördern und erleichtern, wobei insbesondere die Vorteile und Ergebnisse des EMAS vermittelt werden sollen.

Mehr Informationen zu EMAS in den europäischen Institutionen finden Sie hier.

Das ENCB besteht aktuell aus 13 NZBen des ESZB und verfolgt das Ziel, eine konstruktive Zusammenarbeit aufzubauen, um Erfahrungen und bewährte Praktiken zum Umweltmanagement auszutauschen sowie gemeinsame Aktionen wie die Teilnahme an der Earth Hour des WWF durchzuführen.


3 Das Jahr in Zahlen

Abbildung 1

Highlights 2018

Quelle: EZB.

Abbildung 2

2018 in Zahlen (und prozentuale Veränderung von 2017 bis 2018)

Quelle: EZB.

Die vorstehenden Zahlen geben einen Überblick über die Umweltleistung der EZB im Jahr 2018. Sofern nicht anders angegeben beziehen sich die Prozentangaben auf die Differenz zwischen den Daten für 2017 und den Daten für 2018. Die Gesamtzahl der Arbeitsplätze[4] ist von 4 981 im Jahr 2017 auf 5 348 im Jahr 2018 gestiegen. Dieser Zuwachs ist bei einem Vergleich der EZB-Umweltleistung von 2018 mit dem Vorjahr zu berücksichtigen.

Der Stromverbrauch (zu 100 % aus erneuerbaren Quellen) ist gestiegen, während der Heiz- und Kühlenergieverbrauch in allen EZB-Gebäuden gleich geblieben ist. Im Hauptgebäude wurde mit der geothermischen Energiegewinnung begonnen, was dazu geführt hat, dass der Anteil des durch erneuerbare Energien gedeckten Gesamtenergieverbrauchs der EZB auf 57 % gestiegen ist. Alles in allem ist der Gesamtenergieverbrauch 2018 leicht gestiegen. Im Hinblick auf mehrere Umweltaspekte sank jedoch der Verbrauch pro Arbeitsplatz, so zum Beispiel der Gesamtenergieverbrauch (-3,4 %), der Heiz- und Kühlenergieverbrauch (-9,2 %) und die insgesamt anfallende Abfallmenge (-2,5 %). Diese Entwicklungen sind jeweils ausführlicher in Abschnitt 4 erläutert.

Grafik 1

Übersicht über Arbeitsplätze

(Anzahl der Arbeitsplätze)

Quelle: EZB.


4 Umweltaspekte und -auswirkungen von Aktivitäten der EZB

Die EZB behält die Umweltaspekte ihrer Aktivitäten im Blick und bewertet deren Entwicklung im Zeitverlauf. Vierteljährliche Meldungen von relevanten Daten der Gebäude im Stadtzentrum und ein enger Austausch mit Geschäftsbereichen gewährleisten die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, vermeiden Umweltrisiken und mindern die Umweltauswirkungen der EZB. Die Daten zu den Gebäuden im Stadtzentrum geben auch Aufschluss über Aspekte, die unmittelbar mit der Funktionsweise der Gebäude und dem Verhalten der Mitarbeiter im Zusammenhang stehen, wie z. B. Energieverbrauch, Emissionen, Abfallaufkommen und Wasserverbrauch. Hiermit werden auch diejenigen Aspekte erfasst, bei denen davon auszugehen ist, dass sie die Folge von EZB-Aktivitäten sind oder indirekt mit diesen zusammenhängen, wie etwa die Umweltleistung von Dienstleistern und erworbenen Waren, Geschäftsreisen, Fahrten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Arbeitsstätte und deren jeweilige CO2-Emissionen.

Die der Bewertung der EZB-Aktivitäten zugrunde liegenden Daten werden in einer Umweltdatenbank gesammelt, die einmal jährlich aktualisiert wird. Die Auswertung von Umweltdaten und deren Entwicklung im Zeitverlauf ist von zentraler Bedeutung, wenn es um die Ermittlung der geeigneten Maßnahmen für das Umweltprogramm geht. Zusammen mit den Teams, die die umweltrelevanten Aktivitäten koordinieren, untersucht das Green-ECB-Team Möglichkeiten, diese Aspekte zu beeinflussen, und legt neue Ziele und Verbesserungsmaßnahmen fest.

Die Umweltaspekte der EZB wurden erstmals im Jahr 2007 ermittelt. Sie werden jährlich überprüft, um allen möglichen Veränderungen innerhalb der Bank oder ihres Umfelds und ihrer Tätigkeit Rechnung zu tragen. Diejenigen Aspekte der Aktivitäten der EZB, die mit erheblichen direkten oder indirekten Umweltauswirkungen verbunden sind, werden fortlaufend überprüft, um sicherzustellen, dass der Mitarbeiterzuwachs und die neuen Anforderungen der Standards berücksichtigt werden. Auf Grundlage der jüngsten Überprüfung und der Entwicklungen der letzten Jahre haben wir entschieden, die Schätzung und Berichterstattung zu denjenigen Emissionen einzustellen, die durch externe Besucher hochrangiger Konferenzen, Veranstaltungen oder Seminaren bei der EZB verursacht wurden. Stichproben haben gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die jeweiligen Emissionen auch im Rahmen der von Delegierten getätigten Geschäftsreisen und damit doppelt erfasst werden. Die Berechnung der Emissionen beruht außerdem in erheblichem Maß auf Schätzwerten, und die Entscheidung, ob und wie Delegierte zur EZB reisen, ist nur schwer zu beeinflussen. Wir werden jedoch weiterhin Maßnahmen treffen, die darauf abzielen, die Umweltauswirkungen genau dieses Aspekts zu reduzieren.

Beurteilung der Umweltaspekte

Ab diesem Jahr sollen die verschiedenen Umweltaspekte in einer Abbildung (siehe unten) dargestellt werden und nicht wie in den Vorjahren in einer Tabelle. Als Ergebnis der regelmäßigen Beurteilung sind die direkten und indirekten Umweltaspekte verschiedenen Kategorien zugeordnet, je nachdem, wie groß die Möglichkeit ist, auf sie Einfluss zu nehmen (X-Achse), und wie bedeutend sie für die Umweltleistung der EZB sind (Y-Achse).

Abbildung 3

Beurteilung der direkten Umweltaspekte der EZB

Quelle: EZB.

Abbildung 4

Beurteilung der indirekten Umweltaspekte der EZB

Quelle: EZB.
Anmerkung: *Die bisherige Bezeichnung „Umweltleistung von Reinigungsfirmen“ wurde zur besseren Verständlichkeit geändert.
**Die bisherige Bezeichnung „Umweltleistung beschaffter Waren und Dienstleistungen“ wurde zur besseren Verständlichkeit geändert.


4.1 Energieeffizienz

Anmerkung: * Die unten aufgeführten Maßnahmen wurden dahingehend angepasst, dass keine Effizienzmaßnahmen für die Gebäude im Stadtzentrum mehr aufgeführt sind, da die aktuelle Budgetplanung keine Ressourcen hierfür vorsieht. Da das Hauptgebäude ein Neubau ist, ist es unwahrscheinlich, dass die erwarteten zusätzlichen Effizienzsteigerungen auch für die Gebäude im Stadtzentrum ausreichen. Der Energieverbrauch in den Gebäuden im Stadtzentrum hat außerdem Einfluss auf die CO2-Gesamtemissionen der EZB (z. B. durch den Verbrauch von Erdgas) und die entsprechenden Ziele.

abgeschlossen = Maßnahme wurde abgeschlossen; in Arbeit = Maßnahme ist in Arbeit; Vorschlag/neu = neue, im Rahmen des nächsten Programms umzusetzende Maßnahme.

Trotz der gestiegenen Anzahl von Arbeitsplätzen ist der Gesamtenergieverbrauch im Hauptgebäude seit 2015 konstant zurückgegangen und hat sich 2018 stabilisiert. Diese Entwicklung stand mit der verbesserten Überwachung des Energieverbrauchs in Zusammenhang, dank der wir einen umfassenderen Einblick in die Energieflüsse erhielten sowie weitere Bereiche mit Optimierungsbedarf in Sachen Energieeffizienz erkennen und neue Verbesserungsmaßnahmen festlegen konnten. In der Folge wurden Maßnahmen umgesetzt, um den Energieverbrauch allgemein und insbesondere den Stromverbrauch zu reduzieren. Hierzu gehören:

  • Anpassung der Betriebszeiten im Büroturm des Hauptgebäudes
  • Änderung des Beleuchtungskonzepts in den oberen Technikflächen
  • Regulierung der Temperaturgrenze für das Entfrosten der Rampe zur Tiefgarage

Da das Ziel, den Stromverbrauch im Vergleich zu 2015 um 5 % zu reduzieren, bis Ende 2018 nicht erreicht wurde, wurde ein neues kurzfristiges Ziel festgelegt. Der Stromverbrauch im Hauptgebäude soll nun bis 2023 um 3 % reduziert werden, wobei der Verbrauch im Jahr 2018 als neue Ausgangsbasis gilt. Die Ausgangsbasis wurde geändert, um für alle Gebäude und Maßnahmen der EZB Einheitlichkeit herzustellen.

Trotz des außergewöhnlich heißen Sommers sank der Heiz- und Kühlenergieverbrauch im Vergleich zum Vorjahr im Hauptgebäude um 9,3 %. Die 2018 eingeführte Nutzung von Geothermie trug unmittelbar zur Reduzierung der über das Jahr zugekauften Energie bei.

Das Energiemanagement wurde weiterentwickelt und das bestehende Zählererfassungssystem nachgerüstet. So können Experten in den unterschiedlichen Bereichen des Hauptgebäudes die Energieflüsse genau analysieren und weitere Einsparmöglichkeiten ausfindig machen.

In den Gebäuden im Stadtzentrum schwankte der Energieverbrauch seit 2015 stark, da Nutzungsdauer und Auslastung der Gebäude während der Renovierung variierten. 2018 wurde das Japan Center von der EZB zum ersten Mal voll genutzt. Die Anzahl der Arbeitsplätze stieg damit um 24,2 %[5]. Deshalb und aufgrund des langen und heißen Sommers ist der um 24,3 % höhere Gesamtstromverbrauch in den Gebäuden im Stadtzentrum direkt mit dem Zuwachs an Arbeitsplätzen in Verbindung zu bringen. Technische Probleme bei der Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen führten zudem zu einem Rückgang der Stromproduktion. Infolgedessen nahm der Anteil des zugekauften Stroms zu.

Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf das langfristige Ziel, den Energieverbrauch pro Arbeitsplatz bis 2030 um 20 % zu reduzieren, wurde die Ausgangsbasis aktualisiert (2018 anstatt wie bisher 2015) und das Engagement zur Verbesserung der Energieeffizienz in allen Gebäuden verstärkt. Da das Jahr 2018 das Umfeld und die Aktivitäten der EZB besser wiedergibt als 2015, wurde zur Steigerung der Energieeffizienz für alle Gebäude eine Reduzierung des Energieverbrauchs pro Arbeitsplatz um 20 % als Ziel festgelegt. Als Referenzwert gelten 12,153 kWh pro Arbeitsplatz im Jahr 2018 statt 11,905 kWh pro Arbeitsplatz im Jahr 2015.

Grafik 2

Energieverbrauch

MWh

Quelle: EZB.

Aus der Analyse der Entwicklung des Energieverbrauchs pro Arbeitsplatz geht hervor, dass die Effizienzmaßnahmen im Hauptgebäude Wirkung gezeigt haben: Der Verbrauch pro Arbeitsplatz ist im Vergleich zu 2017 gesunken.

Abbildung 5

Indikatoren zur Energieeffizienz

Quelle: EZB.


4.2 Materialeffizienz

Anmerkung: * Das Ziel lautete: „Reduzierung der Anzahl der Drucker in den Büroräumen auf höchstens einen Drucker pro 20 Arbeitsplätze“. 2018 wurde der objektive Nenner angepasst, um ihn mit dem parallelen mittelfristigen Ziel in Einklang zu bringen.

abgeschlossen = Maßnahme wurde abgeschlossen; in Arbeit = Maßnahme ist in Arbeit; Vorschlag/neu = neue, im Rahmen des nächsten Programms umzusetzende Maßnahme.

Veröffentlichungen

Die für EZB-Publikationen verwendete Papiermenge ist Schwankungen unterworfen. Seit 2013 ist ein allgemeiner Rückgang zu verzeichnen, wobei es 2017 einen sprunghaften Anstieg gab. Dieser war auf die Informationskampagnen zu den 2016 und 2017 eingeführten neuen Euro-Banknoten zurückzuführen. Die Schwankungen beim Papierverbrauch für Veröffentlichungen sind auf die nicht regelmäßige Durchführung externer Kommunikationskampagnen zurückzuführen, die den Großteil des Papierverbrauchs ausmachen. Im Jahr 2018 ist der Papierverbrauch der EZB für Veröffentlichungen auf 2,38 Tonnen gefallen. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der Berichterstattung. Hierbei ist zu betonen, dass die Digitalisierung der Kommunikation ebenso wie das Ausbleiben konkreter Kampagnen, die ein gewisses Druckvolumen mit sich brächten, einen starken Beitrag zu diesem Ergebnis geleistet hat. Angesichts der Einführung der neuen 100-€- und 200-€-Banknoten im Jahr 2019 erwarten wir einen Anstieg des Papierverbrauchs für externe Kommunikationszwecke.

Grafik 3

Papierverbrauch für offizielle Publikationen

(in Tonnen)

Quelle: EZB.

Büropapier

Im Jahr 2018 gab es auch positive Entwicklungen in Bezug auf den Büropapierverbrauch. Der interne Papierverbrauch der EZB ging im Vergleich zum Vorjahr um 35,3 % zurück, was auf einen umfassenderen Digitalisierungsprozess, der von vielen verschiedenen Geschäftsbereichen übernommen wurde, sowie auf die weitere Zentralisierung von Druckern und die Verfügbarkeit eines kostenlosen drahtlosen Internetzugangs für Gäste und Beschäftigte in allen Gebäuden zurückzuführen ist.

Der Papierverbrauch pro Arbeitsplatz ging gegenüber 2017 um fast 40 % zurück, und der Anteil von Recyclingpapier belief sich 2018 auf etwa 90 %. Für hochwertige Druckerzeugnisse, deren Herstellung inzwischen intern erfolgt, wird nach wie vor nicht recyceltes Papier verwendet. Im Allgemeinen ist der stetige Rückgang Beleg für ein stärkeres Bewusstsein dafür, wie wichtig es ist, das Druckvolumen zu verringern und den Schwerpunkt zunehmend auf die Digitalisierung von Verfahren zu legen, damit das Drucken von Dokumenten nach Möglichkeit vermieden wird. Eine solche Initiative war die Einführung eines neuen elektronischen papierlosen Systems für die Einreichung und Bearbeitung von Lieferantenrechnungen, bei dem Rechnungen automatisch in das System hochgeladen und mittels optischer Zeichenerkennung verarbeitet werden. Darüber hinaus verringert die Einführung von e-Tendering für größere Vergabeverfahren den Papierverbrauch sowohl aufseiten der EZB als auch bei den Anbietern erheblich, da die Einreichung aller Unterlagen und Mitteilungen über die Online-Plattform erfolgt.

Weitere Informationen siehe Abschnitt 4.7 Umweltfreundliche Beschaffung.

Grafik 4

Büropapierverbrauch

(in Tausend Blättern (DIN A4))

Quelle: EZB.

Ein weiterer Aspekt der Materialeffizienz, der hervorgehoben werden sollte, ist die im Gang befindliche Abschaffung von Pappbechern in den Gebäuden der EZB, ebenso wie das Programm, in dessen Rahmen außer Betrieb genommene IT-Geräte (etwa Laptops und entsprechendes Zubehör) an eine Reihe verschiedener sozialer Einrichtungen gespendet werden. Im Rahmen der Verpflichtung der EZB, den Verbrauch von Einwegartikeln in ihren Gebäuden zu reduzieren, wurden 2018 zudem Kaffeekapseln aus den Büroküchen und Getränkestationen des Hauptgebäudes verbannt.

Reinigungsmittel

Im Juli 2018 hat sich die EZB dazu verpflichtet, nichtchemische Reinigungsverfahren anzuwenden. Zu diesem Zweck wurde in allen Gebäuden auf mikrobiologische Reinigungsmittel umgestellt, und soweit möglich werden mechanische Reinigungsmethoden angewandt, bei denen ausschließlich Wasser zum Einsatz kommt. Traditionelle chemische oder sogar gefährliche Reinigungsmittel werden nicht mehr verwendet.

Die verwendeten mikrobiologischen Detergenzien sind zu 99,9 % biologisch abbaubar, und das Dosierungsverfahren ermöglicht es der EZB, dieselben Sprühflaschen immer wieder zu verwenden und so Verpackungsabfälle zu vermeiden. Eine Bodenreinigungsmaschine mit selbstreinigendem Wassertank sorgt dafür, dass das Wasser teilweise für die Bodenreinigung wiederverwendet werden kann. Dank der Anstrengungen seitens der internen Reinigungsdienste der EZB, den Einsatz chemischer Reinigungsmittel drastisch zu reduzieren, ging deren Verbrauch im Hauptgebäude von 2017 auf 2018 um 10,9 % zurück.

In den Gebäuden im Stadtzentrum stieg der Verbrauch von Reinigungsmitteln um 21,8 % an, da die EZB 2018 zusätzliche Stockwerke im Japan Center anmietete. Im Anschluss an deren Renovierung waren umfangreiche Reinigungsarbeiten erforderlich. Auch ein Anstieg der Zahl der Kantinenbesucher im Eurotower führte zu einem höheren Reinigungsmittelverbrauch.

Dass die Bürobereiche seit 2018 tagsüber gereinigt werden, hatte eine Reihe positiver Auswirkungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit. So wurde durch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Reinigungskräfte ein Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit geleistet, da diese nun nicht nur von Vollzeitverträgen profitieren, sondern auch im Wesentlichen während der Geschäftszeiten der EZB arbeiten. Die neue Maßnahme wurde zudem durch eine Reihe von Umweltschutzmaßnahmen ergänzt. Hierzu zählen die Verbesserung der Dosierungstechnik, die Reduzierung von Wasserverbrauch und chemischen Abfällen sowie die Einführung von Recyclingpapier in den sanitären Einrichtungen. Durch die Reinigung der Büroflächen bei Tageslicht ist es nicht mehr nötig, hierfür das Licht einzuschalten. Vielmehr können die Reinigungskräfte aufgrund der besseren Lichtverhältnisse den Reinigungsbedarf besser beurteilen und so eine erhebliche Menge an Reinigungsmaterialien einsparen.

Grafik 5

Reinigungsmittelverbrauch

(in Tonnen)

Quelle: EZB.

Bürobedarf

Der Anteil umweltfreundlicher Büroartikel im EZB-Katalog, der 2017 bei 37 % lag, blieb 2018 unverändert. Solche Produkte können anhand ihrer Umweltsiegel und positiven ökologischen Eigenschaften, die in der Beschreibung im Katalog aufgeführt sind, leicht identifiziert und herausgefiltert werden, auch dank des Schlagwortes „eco“ in ihrer Beschreibung.

Darüber hinaus wird der interne Katalog für wiederverwendete Büroartikel innerhalb der Bank immer häufiger genutzt und hat ebenfalls zu einem Rückgang der Neubestellungen bei externen Anbietern beigetragen. Nach wie vor werden Büroartikel zurückgegeben und stehen daher für Neubestellungen über den internen Katalog zur Verfügung. Zudem wurde bankintern Informationsmaterial darüber verbreitet, wie die Umweltauswirkungen, die durch die Bestellung von Büroartikeln entstehen, reduziert werden können.

Chemikalien zur Wasseraufbereitung und Kältemittel

Zur Wasseraufbereitung verwendete Chemikalien und Kältemittelverluste stellen wesentliche Umweltaspekte dar, die die EZB ständig überwacht. 2018 wurden in den technischen Anlagen im Hauptgebäude insgesamt 9,9 Tonnen Chemikalien, vor allem Salze, zur Wasserenthärtung eingesetzt. Dies entspricht einer Reduzierung um 13,5 % im Vergleich zu 2017.

In den Gebäuden im Stadtzentrum war eine Senkung um 13,2 % zu verzeichnen. Grund hierfür waren die Anstrengungen des technischen Facility Managements, den Einsatz von Chemikalien für die Wasseraufbereitung zu reduzieren.

Bei den Kühlsystemen der Gebäude im Stadtzentrum wurden 2018 aufgrund der technischen Anforderungen der Klimaanlagen sowie wegen durchgeführter Wartungsarbeiten 2,5 kg Kältemittel nachgefüllt. Dieser Wert ist höher als 2017, was auf außerordentliche Wartungsarbeiten zurückzuführen ist.

Grafik 6

Zur Wasseraufbereitung verwendete Chemikalien

(in Tonnen)

Quelle: EZB.

Grafik 7

Kältemittelverluste*

(in Kilogramm)

Quelle: EZB.
Anmerkung: * Seit 2018 wird ausschließlich der Kältemittelverlust erfasst und nicht wie in früheren Jahren der Austausch von Kältemitteln. Dementsprechend wurden 2016 und 2017 für das Hauptgebäude keine Verluste verzeichnet.


4.3 Wasser und Abwasser

Die nachstehenden Grafiken enthalten die Daten zum Verbrauch an Frischwasser für alle technischen und sonstigen Zwecke in den EZB-Gebäuden. Wasser für sonstige Zwecke umfasst das Wasser für die Sanitäreinrichtungen und Büroküchen sowie für die Kantine. Der Wasserverbrauch der einzelnen EZB-Gebäude kann aufgrund struktureller und baulicher Unterschiede, der Anzahl der Arbeitsplätze und den dazugehörenden Grünanlagen sehr unterschiedlich ausfallen.

Der Frischwasserverbrauch im Hauptgebäude ging im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 % zurück. Dieser Rückgang dürfte mit der Umsetzung eines effizienteren Bewässerungsplans in Zusammenhang stehen. Der Wasserverbrauch für sonstige Zwecke sank um 11,4 %, während die Verdunstung durch die Kühltürme, die dem Wasserverbrauch für technische Zwecke entspricht, um 37,9 % anstieg. Dieser starke Anstieg steht in direktem Zusammenhang mit dem langen heißen Sommer 2018 in Frankfurt, der für einen erhöhten Kühlungsbedarf sorgte.

Bei beiden Gebäuden im Stadtzentrum war ein höherer Frischwasserverbrauch zu konstatieren. Konkret stieg der Wasserverbrauch für sonstige Zwecke um 7 %, und der Wasserverbrauch für technische Zwecke erhöhte sich um 15 %. Aufgrund der gestiegenen Zahl von Arbeitsplätzen im Japan Center sank der dortige Wasserverbrauch pro Arbeitsplatz gegenüber dem Vorjahr um 2 %.

Beim Vergleich der Zahlen zum Wasserverbrauch der einzelnen Gebäude ist zu berücksichtigen, dass die weitläufigen Grünflächen auf dem Gelände des Hauptgebäudes und der mit ihnen verbundene Bewässerungsbedarf zu einem höheren Wasserverbrauch führen, als dies bei den Gebäuden im Stadtzentrum der Fall ist.

Grafik 8

Wasserverbrauch

(in m³)

Quelle: EZB.

Abbildung 6

Indikatoren zum Wasserverbrauch

Quelle: EZB.


4.4 Abfall und Recycling

abgeschlossen = Maßnahme wurde abgeschlossen; in Arbeit = Maßnahme ist in Arbeit; Vorschlag/neu = neue, im Rahmen des nächsten Programms umzusetzende Maßnahme.

Verglichen mit 2017 stieg die Gesamtabfallmenge 2018 um 4,7 %, was teilweise auf die wachsende Zahl von Arbeitsplätzen zurückzuführen ist. 98 % der Abfälle der EZB wurden als nicht gefährlich eingestuft. Die übrigen 2 % bestanden aus 2,9 Tonnen gefährlichen Abfällen, hauptsächlich Batterien und Leuchtstoffröhren, sowie 12,2 Tonnen Elektromüll. Da ein erheblicher Anteil der derzeit benutzten elektronischen Endgeräte das Ende ihres Lebenszyklus erreicht, dürfte bei dieser Art von Abfällen in den nächsten Jahren ein Anstieg zu verzeichnen sein. Bei den nicht gefährlichen Abfällen hat sich die Menge an aus vertraulichen Dokumenten bestehendem Papiermüll im Hauptgebäude um 17,1 % und im Stadtzentrum um 22,2 % erhöht. Dies steht in direktem Zusammenhang mit der großen Zahl 2018 durchgeführter interner Versetzungen, die von einer aktiven Kommunikationskampagne begleitet wurden, welche zur vorherigen Entsorgung nicht mehr benötigter Unterlagen ermunterte. Bioabfälle sind ein weiterer wichtiger Bestandteil der nicht gefährlichen Abfälle. Hierzu zählen Fettabscheiderabfälle, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der täglichen Zubereitung von frischen Mahlzeiten in der Kantine stehen.

Die Anteile einzelner Abfallarten im Hauptgebäude und in den im Stadtzentrum gelegenen Gebäuden entwickelten sich unterschiedlich, wie nachstehend beschrieben.

Die Gesamtmenge der im Hauptgebäude angefallenen Abfälle stieg gegenüber 2017 um 9 %. Abfallreduzierung und -trennung sind für die EZB nach wie vor wichtige Themen, für die sie ihre Belegschaft und Dienstleister weiterhin sensibilisiert. Die Verringerung bei Verpackungsmüll und Restmüll ist zum Teil möglicherweise darauf zurückzuführen, dass 2018 einzeln portionierter Kaffee durch Kaffeebohnen ersetzt wurde. Diese Maßnahme hat die Menge an Verpackungsmüll reduziert. Da jedoch Regelungen für die getrennte Sammlung und Weiterverwertung des dabei entstehenden Kaffeesatzes fehlen, wurde der betreffende Anteil als Restmüll erfasst. Ein für 2019 geplantes neues Ausschreibungsverfahren in Bezug auf Entsorgungsdienstleistungen dürfte derartige Regelungen umfassen.

In den Gebäuden im Stadtzentrum ging die Gesamtabfallmenge um 1,7 % zurück. Die Menge an Papier und Kartonagen sank um fast 31 %, während die Abfälle aus vertraulichen Dokumenten um rund 19 % zunahmen. Die Zunahme beim Restmüll und der Rückgang der Verpackungsabfälle im Stadtzentrum stehen in direktem Zusammenhang mit der seit 2018 verbesserten Qualität der umweltbezogenen Daten. In den beiden nachstehenden Grafiken sind wesentliche Abfallarten und deren Entwicklung bei der EZB dargestellt.

Grafik 9

Abfall und Recycling

(in Tonnen)

Quelle: EZB.

Abbildung 7

Indikatoren zur Abfalleffizienz

Quelle: EZB.


4.5 Biodiversität

abgeschlossen = Maßnahme wurde abgeschlossen; in Arbeit = Maßnahme ist in Arbeit; Vorschlag/neu = neue, im Rahmen des nächsten Programms umzusetzende Maßnahme.

Das Areal des Hauptgebäudes ist insgesamt rund 11,9 Hektar groß, davon sind etwa 4,6 Hektar (39 %) versiegelt und 7,3 Hektar (61 %) unversiegelt. Aufgrund von weitläufigen Grünflächen und wasserdurchlässigen Wegen kann Regenwasser in den Boden einsickern. Auf diese Weise wird die in die Kanalisation abfließende Regenwassermenge minimiert. 6,5 Hektar sind von Rasenflächen, Wiesen und Wildblumen bedeckt.

Die Vegetation auf dem Gelände wertet das Bild einer Flusslandschaft durch eine Kombination aus typischen Flusspflanzen und exotischen Pflanzen auf. Die meisten Bäume sind laubabwerfend und passen sich so an den Verlauf der Jahreszeiten an. Rasenflächen mit einzelnen Bäumen in großem Abstand wechseln sich mit dichten Wäldchen, natürlichen Hecken, typischen Uferformationen und Baumreihen ab, die die Form von Flusstälern widerspiegeln.

Was die befestigten Flächen anbelangt, so sind manche Bereiche gepflastert, wobei das Pflaster nicht scharf abgegrenzt ist, sondern allmählich in die Asphalt- oder Grasflächen übergeht. Einige Pflastersteine stammen aus der Zeit, als die Großmarkthalle noch für den Großhandel genutzt wurde. Zudem finden sich in einigen der modellierten Flusstäler die für diese Gebiete typischen Gesteinsarten.

Hier finden Sie weitere Informationen über die Landschaftsarchitektur am Hauptgebäude.

Das Regenwasser wird vom Dach der Großmarkthalle in einem Speicherbehälter gesammelt und zur Bewässerung der Grünflächen sowie für einige Toiletten verwendet. Somit verringert sich die Fläche, auf der das Regenwasser direkt in die Kanalisation geleitet wird, auf rund 3 Hektar (d. h. 26 % der Gesamtfläche). Die gemieteten Gebäude der EZB im Stadtzentrum bedecken eine Fläche von rund 0,7 Hektar, wovon 0,5 Hektar als versiegelt und 0,2 Hektar als Grünfläche gelten. Da die Frankfurter Innenstadt dicht bebaut ist, besteht keine Möglichkeit, Versickerungsflächen um die dort angemieteten EZB-Gebäude herum anzulegen.

Die EZB setzte auch 2018 ihre Anstrengungen zur weiteren Integration der Biodiversität in ihre Umweltaspekte fort. Um für die Bedeutung der Biodiversität zu sensibilisieren, führte das Green-ECB-Team während einer öffentlichen Veranstaltung, zu der Vertreter der Naturschutzjugend Frankfurt (NAJU) eingeladen waren, eine bewusstseinsschärfende Maßnahme mit dem Schwerpunkt auf Biodiversität durch. Die Experten organisierten verschiedene Bildungsveranstaltungen für Kinder und Erwachsene. Darüber hinaus informierten sie über lokale Naturschutzinitiativen und -möglichkeiten im Raum Frankfurt und zeigten auf, wie man sich direkt an diesen Aktivitäten beteiligen kann.

Die 2017 zur Förderung der Biodiversität am Hauptgebäude aufgestellten Nistkästen für Vögel und Fledermäuse sowie Insektenhotels werden weiterhin regelmäßig gepflegt. Die Belegschaft wurde über deren Aufstellung informiert, um sie für den Schutz der biologischen Vielfalt zu sensibilisieren. Außerdem wurden in den Grünflächen um das Hauptgebäude rund 750 Bäume sowie verschiedene Wildblumen und Narzissen gepflanzt.


4.6 Banknoten

Die EZB besitzt das ausschließliche Recht, die Ausgabe von Banknoten innerhalb des Euroraums zu genehmigen. Ende 2018 befanden sich 22,6 Milliarden Euro-Geldscheine in Umlauf.

Seit dem Jahr 2002 werden die Euro-Banknoten von den NZBen der Euro-Länder gemeinsam hergestellt. Jede NZB ist für einen Teil der jährlichen Gesamtproduktion einer oder mehrerer Stückelungen verantwortlich.

Die EZB ist bemüht, ein gutes Umweltmanagement zu fördern und die Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für die Öffentlichkeit und alle an der Herstellung der Euro-Banknoten beteiligten Personen zu minimieren. Bewirbt sich ein Unternehmen um die Herstellung von Euro-Banknoten, so muss es der EZB Kopien der von der jeweils zuständigen Zertifizierungsstelle ausgestellten Zertifikate ISO 9001, ISO 14001 und OHSAS 1800/ISO 45001 vorlegen. Diese Zertifikate belegen, dass die Systeme des Herstellers an der Fertigungsstätte, an der die Produktion der Euro-Banknoten stattfinden soll, den geltenden Standards entsprechen.

Die Direktion Banknoten der EZB ergreift Maßnahmen, um die Umweltauswirkungen der Euro-Banknotenproduktion zu minimieren. Sie prüft, ob die Hersteller den ISO-Standard 14001 einhalten, und überwacht die Auswirkungen der Produktionsprozesse der Euro-Banknoten und ihrer wichtigsten Rohstoffe. Zu weiteren wichtigen Aufgaben der Direktion Banknoten zählen die Förderung von Initiativen zur Verringerung der Umweltauswirkungen der Herstellung von Euro-Banknoten und die Berücksichtigung neuer, von der Bevölkerung aufgeworfener Umweltanliegen.

Baumwollkämmlinge – ein Nebenprodukt der Baumwollspinnerei – sind der wichtigste Rohstoff bei der Herstellung von Euro-Banknotenpapier. 2018 wurden etwa 5 990 Tonnen Baumwollkämmlinge zur Banknotenherstellung eingesetzt; 15 % davon stammten aus einer mit Blick auf Umwelt- und soziale Aspekte nachhaltigen und entsprechend zertifizierten Produktion. Die EZB setzt sich nachdrücklich dafür ein, die Umweltverträglichkeit der Euro-Banknoten zu wahren und weiter zu verbessern, indem sie den Anteil der nachhaltigen Baumwolle im Papier für die Euro-Geldscheine sukzessiv erhöht.

Ausführliche Informationen zu den Umweltauswirkungen von Euro-Banknoten finden sich auf der EZB-Website (unter „The €uro“).


4.7 Umweltfreundliche Beschaffung

abgeschlossen = Maßnahme wurde abgeschlossen; Vorschlag/neu = neue, im Rahmen des nächsten Programms umzusetzende Maßnahme.

Für 2018 hatte sich die EZB das Umweltziel gesetzt, die Anzahl der Ausschreibungen, die Umweltauswirkungen berücksichtigen, gegenüber 2013 um 25 % zu steigern. Dieses Ziel wurde 2018 übertroffen: Insgesamt wurden 46 Ausschreibungen unter Berücksichtigung von Umweltaspekten abgeschlossen, gegenüber 19 im Jahr 2013. Dies entspricht einer Steigerung von 142 %.

Um den Papierverbrauch von Lieferanten für die Übermittlung von Unterlagen per Post oder Kurier zu reduzieren, führte die EZB elektronische Ausschreibungsverfahren ein, in denen Angebote und bestimmte Unterlagen auf elektronischem Weg einzureichen sind.

Umweltrelevante Kriterien werden zunehmend auch in Ausschreibungen für Dienstleister einbezogen. So wurden beispielsweise bei der Ausschreibung für einen neuen Cateringdienstleister im Hauptgebäude Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt. Dazu zählte das Angebot von Bio-Zutaten sowie vegetarischen und veganen Menüs.

Bei anderen Dienstleistungsausschreibungen, etwa für Schulungen und Seminare, wurden Schulungsunterlagen nicht in Papierform, sondern in elektronischer Form verlangt. Darüber hinaus sollen externe Dienstleister ihre Beratungsleistungen verstärkt off-site erbringen, um die mit Reisen von Dienstleistern zur EZB verbundenen Umweltauswirkungen zu verringern.

Außerdem fanden 2018 Schulungen zur umweltfreundlichen Beschaffung statt, an denen insgesamt 182 EZB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter teilnahmen.

Um umweltfreundliche Beschaffungspraktiken zu fördern, tauscht das Beschaffungsteam der EZB regelmäßig Erfahrungen und Ansätze zur umweltfreundlichen Beschaffung in Netzwerken und verschiedenen Foren von Beschaffungsexperten, z. B. aus den NZBen, aus.


4.8 Dienstreiseverkehr

Der direkte Austausch von Informationen und die Zusammenarbeit mit NZBen, nationalen zuständigen Behörden und sonstigen Parteien sind für das Kerngeschäft der EZB sehr wichtig. Die Teilnahme an internationalen Sitzungen und Konferenzen erfordert ein gewisses Maß an Dienstreisen, die durch Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen zu den Umweltauswirkungen der EZB beitragen. Im Gegensatz zur zunehmenden Reisetätigkeit der letzten Jahre und trotz der wachsenden Zahl von Arbeitsplätzen in der EZB hat sich 2018 die per Flugzeug zurückgelegte Strecke gegenüber 2017 und 2016 leicht verringert.

Um die Belegschaft weiter zu motivieren und in die Lage zu versetzen, Dienstreisen nach Möglichkeit zu reduzieren, wurde Anfang 2018 ein neues Tool für Videokonferenzen und die Online-Zusammenarbeit eingeführt. Es ermöglicht eine Zusammenarbeit mit externen wie auch internen Parteien. Durch Kommunikation und Aufklärung über interne Kanäle und während der Europäischen Mobilitätswoche wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Umweltauswirkungen von Dienstreisen sensibilisiert und über mögliche Alternativen informiert.

Für die interne Kommunikation stehen seit Anfang 2015 Lösungen für Videokonferenzen mit kleinem Teilnehmerkreis sowie Tools für Instant-Messaging und sichere Telekonferenzen zur Verfügung. Um den Einsatz neuer Kommunikationstechnologien zu erleichtern, bieten IT-Teams interessierten Teams Tutorials an. Ferner empfehlen die Reiserichtlinien der EZB, dass Flüge (in der Regel in der Economy Class) nur dann eine Option sind, wenn die Reise zum Zielort mit einem anderen Verkehrsmittel mehr als vier Stunden dauern würde. Die mit dem Arbeitsweg von externen Dienstleistern verbundenen Emissionen wurden ebenfalls berücksichtigt, indem entsprechende Kriterien zur Förderung der externen Erbringung von Dienstleistungen in die Ausschreibungen aufgenommen wurden.

Die Fahrzeugflotte der EZB darf nur von Mitgliedern des Direktoriums, dem Vorsitzenden des Aufsichtsgremiums und dem Chief Services Officer genutzt werden. Für bestimmte Veranstaltungen und besondere Umstände wird sie durch Poolfahrzeuge ergänzt. Möglichkeiten des Einsatzes umweltfreundlicher Alternativen in der bestehenden Fahrzeugflotte werden laufend entsprechend der Marktentwicklung bewertet.


5 Senkung der CO2-Emissionen

* Dies entspricht dem Stand des CO2-Ziels auf der Grundlage des Berichtsumfangs der vergangenen Jahre, d. h. Ausgangsbasis 2015, einschließlich der CO2-Emissionen von Konferenzteilnehmern und unter Ausschluss der ausgeglichenen CO2-Emissionen aus Erdgas. Aufgrund von Änderungen des organisatorischen Rahmens der EZB und einer Neubewertung von Umweltaspekten und -auswirkungen wurde beschlossen, 2018 als neues Referenzjahr für Ziele und Maßnahmen zu verwenden. Die Umstellung wird im nachstehenden Text näher erläutert.
** Die Umstellung des Referenzjahrs auf 2018 erfordert eine Anpassung des Emissionsreduktionsziels, um die bei der Einführung des Ziels im Jahr 2015 eingegangene Selbstverpflichtung beizubehalten. Daraus ergibt sich bezogen auf die Gesamtemissionen ein Reduktionsziel von 11,3 %.

*** Neue Ausgangsbasis (einschließlich Emissionen aus Erdgas und ohne Reisen von Konferenzteilnehmern).

abgeschlossen = Maßnahme wurde abgeschlossen; in Arbeit = Maßnahme ist in Arbeit; Vorschlag/neu = neue, im Rahmen des nächsten Programms umzusetzende Maßnahme.

Die CO2-Emissionen der EZB werden auf Grundlage der Umweltkennzahlen berechnet, die jährlich erhoben und aufbereitet werden, und gemäß dem Greenhouse Gas Protocol[6] in Scope 1, 2 oder 3 unterteilt.

2018 wurden viele Umrechnungsfaktoren für CO2-Emissionen aktualisiert. Nach einem Vergleich mit den Zahlen von 2017 anhand ihrer jeweiligen Quellen wurde eine Tabelle erstellt, in der diese Veränderungen hervorgehoben sind. Weitere Einzelheiten finden sich in Kapitel 7 Technische Informationen.

Die folgende Grafik vermittelt einen Überblick über die Entwicklung der Emissionen im Zusammenhang mit der Tätigkeit der EZB.

Grafik 10

CO2-Gesamtemissionen: Scope 1, 2 und 3

(in Tonnen)

Quelle: EZB.

Die von der EZB im Jahr 2018 verursachten CO2-Gesamtemissionen blieben gegenüber 2017 relativ stabil. Angesichts der Entwicklung der Emissionen und der allgemeinen Stabilisierung des Umfelds und der Tätigkeiten der EZB wurde beschlossen, das Referenzjahr für das Ziel der Reduzierung der Emissionen um 10 % bis 2030 von 2015 auf 2018 umzustellen. Die im Jahr 2015 eingegangene Verpflichtung, die Gesamtemissionen um 1 227,5 Tonnen CO2-Äquivalente zu reduzieren, wird jedoch für die neue Ausgangsbasis beibehalten. Damit steigt das Ziel von 10 % auf 11,3 %. Das aktualisierte Reduktionsziel bezieht sich daher auf den 2018 verzeichneten Wert von 10 878,6 Tonnen CO2. Wie in Abschnitt 1.1 Für das EMS relevante Veränderungen erläutert, ist das Jahr 2018 für das Umfeld und die Tätigkeit der EZB repräsentativer als 2015.

Es wurde ein Anstieg der durch den Arbeitsweg der Belegschaft entstandenen Emissionen verzeichnet. Grund hierfür ist wahrscheinlich der Anstieg der Zahl der Arbeitsplätze im Jahr 2018. Betrachtet man die CO2-Emissionen pro Arbeitsplatz, so ist gegenüber 2017 ein Rückgang um etwa 9 % zu beobachten. Das Green-ECB-Team arbeitet aktiv mit den wichtigsten Interessengruppen zusammen, um Einblicke in die Ursachen dieser Entwicklungen zu gewinnen und wirksame Wege zur Verringerung der reisebedingten Emissionen zu finden. So wurde 2018 eine neue Reisebuchungsplattform eingerichtet, die nun im Traveller Dashboard einen CO2-Companion enthält, der den Nutzern die mit ihrer Reise verbundenen Umweltauswirkungen verdeutlicht. Das Dashboard zeigt die entsprechenden CO2-Emissionen und leicht nachvollziehbare Äquivalente an, um das Bewusstsein für das Ausmaß der Umweltauswirkungen von Reisen zu schärfen. Der technische Aufbau des Dashboards wird derzeit optimiert und soll zusätzliche Erkenntnisse zu Reisen auf Geschäftsbereichsebene liefern, die in Zukunft genutzt werden können, um in Zusammenarbeit mit den Environmental Representatives lokale Sensibilisierungsmaßnahmen zu entwickeln.

In Scope 1 und 2 entfällt der größte Anteil der Emissionen auf Fernwärme und Erdgas, die für rund 48 % der gesamten CO2-Emissionen der EZB verantwortlich sind. Da der Strom der EZB seit 2016 zu 100 % aus erneuerbaren Quellen stammt, sind die Emissionen aus dem Stromverbrauch gleich Null.

Wie bereits in früheren Umwelterklärungen für die Jahre 2016 und 2017 dargelegt, hat der Vermieter der EZB auch 2018 die aus dem Erdgasverbrauch resultierenden CO2-Emissionen ausgeglichen. Diese werden in der nachstehenden Grafik dargestellt.

Grafik 11

CO2-Emissionen: Scope 1 und 2

(in Tonnen)

Quelle: EZB.

Die EZB hat eine interinstitutionelle Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament aufgenommen, um die verbleibenden CO2-Emissionen gemeinsam auszugleichen. Im Jahr 2018 wurde eine gemeinsame öffentliche Ausschreibung für unvermeidbare CO2-Emissionen eingeleitet, die bis Ende 2019 abgeschlossen sein soll. Dennoch ist die Vermeidung und Reduzierung von CO2-Emissionen auch weiterhin eine strategische Priorität des EMS der EZB.

Scope-3-Emissionen entstehen in erster Linie durch Reiseaktivitäten wie Dienstreisen und Arbeitswege der Belegschaft. Die geschätzten CO2-Emissionen aus der Pendlertätigkeit der Belegschaft beruhen weitgehend auf Annahmen zu den verwendeten Verkehrsmitteln. Daher sind die Entwicklungen dieser Emissionen mit Vorsicht zu interpretieren. Was die durch Dienstreisen verursachten Emissionen betrifft, so führte ein Wechsel des Reisedienstleisters im Jahr 2018 dazu, dass den jeweiligen Emissionsberechnungen nun auch eine andere Datenbasis zugrunde liegt. Dadurch hat sich die Datenqualität im Zusammenhang mit Zugfahrten innerhalb Deutschlands verbessert. Allerdings waren die Daten für die gesamten Zugfahrten im Jahr 2018, einschließlich Zugfahrten außerhalb Deutschlands, unvollständig. Daher wurden zur Berechnung der CO2-Emissionen für 2018 die 2017 erfassten Zugfahrten herangezogen und entsprechend dem prozentualen Anstieg der Zahl der Arbeitsplätze um 7,4 % angepasst. Der größte Teil der CO2-Emissionen aus Dienstreisen wird durch Flüge verursacht. Im Jahr 2018 war jedoch insofern eine positive Entwicklung zu verzeichnen, als die 2018 per Flugzeug zurückgelegte Reisestrecke geringer war als 2017 und 2016. Diese Entwicklung ist zum Teil auf die Einführung eines neuen Tools für die Online-Zusammenarbeit zurückzuführen, das erstmals auch von externen Parteien genutzt werden kann.

Die Bemühungen zur Verbesserung der Datenqualität und -granularität im Zusammenhang mit Reiseaktivitäten werden in den kommenden Jahren fortgesetzt, um die Berichterstattung zu verbessern und Erkenntnisse über weitere Möglichkeiten zur Emissionsreduzierung zu gewinnen.

Aufgrund der Entwicklungen der Vergangenheit wurde beschlossen, die Emissionen, die durch Reisen Dritter zur EZB zwecks Teilnahme an hochrangigen Konferenzen, Veranstaltungen oder Seminaren entstehen, nicht mehr zu schätzen und zu melden.

Diese Entscheidung wurde getroffen, weil Stichprobenkontrollen ergeben haben, dass die jeweiligen Emissionen als Dienstreiseverkehr der Teilnehmer mit hoher Wahrscheinlichkeit doppelt gezählt werden, die Berechnung der Emissionen in erheblichem Maß auf Schätzungen beruht und sich nur schwer beeinflussen lässt, ob und wie die Teilnehmer zur EZB reisen. Dennoch werden wir uns weiterhin darum bemühen, Maßnahmen zu verfolgen, die darauf abzielen, die Umweltauswirkungen genau dieses Aspekts zu reduzieren.

Grafik 12

CO2-Emissionen: Scope 3

(in Tonnen)

Quelle: EZB.

Grafik 13

Anteile an CO2-Emissionen:

(in Tonnen)

Quelle: EZB.

Schließlich sind die durch den Verbrauch von Büropapier und Papier für Publikationen verursachten CO2-Emissionen entsprechend dem geringeren Papierverbrauch drastisch gesunken (siehe Kapitel 4.2 Materialeffizienz). Seit 2013 stammt der für das externe Rechenzentrum verwendete Strom zu 100 % aus erneuerbaren Quellen, hier wurden die entsprechenden Emissionen also vermieden.

Neben den oben dargestellten Emissionen werden auch die Ausstoßmengen von Schwefeldioxid (SO2), Stickoxid (NOx) und Feinstaub überwacht und gemeldet. Diese spezifischen Emissionen fallen bei der Nutzung der EZB-Poolfahrzeuge, bei Testläufen der Notstromaggregate und beim Verbrauch von Erdgas direkt an. Die konkreten Emissionswerte finden sich in Kapitel 7 Technische Informationen.


6 Schlussbemerkungen

Insgesamt hat sich das Umweltmanagementsystem bei der Europäischen Zentralbank im Jahr 2018 weiterhin bewährt. Die kontinuierliche Verbesserung sowohl der Umweltleistung als auch der damit verbundenen Kommunikation spiegelt sich in den oben genannten Ergebnissen wider. Die aufgeführten wesentlichen Umweltaspekte haben sich grundsätzlich positiv entwickelt, wobei einige Aspekte besser abschneiden als andere. Trotz dieser unterschiedlichen Entwicklung wesentlicher Aspekte in den letzten Jahren ist der ökologische Fußabdruck der EZB geschrumpft. Das bedeutet, dass weniger Energie und/oder Energie aus besseren Quellen verbraucht wurde und weniger Ressourcen zur Gewährleistung des Betriebs der Standorte eingesetzt wurden.

Mithilfe eines systematischen Umweltmanagementansatzes konnte die EZB ihren CO2-Fußabdruck in den letzten Jahren schrittweise verringern. Darüber hinaus wurden im Vorfeld eines neuen Zyklus des Umweltmanagementprogramms die zuvor festgelegten Umweltziele überprüft, neue Ziele definiert und im Einklang mit dem Engagement der EZB für anhaltende Verbesserungen beim Umweltschutz entsprechende Maßnahmen festgelegt.

Die interne Kommunikation scheint der Schlüsselfaktor für die Erreichung der Ziele und die Umsetzung der damit verbundenen Maßnahmen zu sein. Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass alle Ebenen des Personals und die EZB als Ganzes ihr Bekenntnis zum Umweltschutz und ihr aktives Engagement aufrechterhalten und Umweltaspekte in alle Verwaltungstätigkeiten der EZB einbeziehen.

Daher besteht auch in Anbetracht der Veränderungen an den Arbeitsplätzen und der Gebäudeperformance eine Verpflichtung zu einer kontinuierlichen Verbesserung, wie sie in der EMAS-Verordnung vorgesehen ist. Das Green-ECB-Team und alle Environmental Representatives müssen ihre Anstrengungen weiter intensivieren – mit der entschiedenen und nachhaltigen Unterstützung der höheren Führungsebene. Die EZB muss zudem eng mit Auftragnehmern zusammenarbeiten, die für Catering- und Reinigungsdienste, die Renovierung von Gebäuden und IT-Systeme zuständig sind.


7 Technische Informationen

In den vorangegangenen Kapiteln wurden die Entwicklungen und Veränderungen der wichtigsten Umweltaspekte der EZB beschrieben und erläutert. Im Einklang mit den Anforderungen der EMAS-Verordnung enthält dieses Kapitel eine Zusammenfassung weiterer Daten und Erkenntnisse zur Umweltleistung der EZB.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Veränderungen der Umrechnungsfaktoren für CO2-Emissionen dargestellt, die zur Berechnung der in den vorangegangenen Kapiteln angegebenen Emissionen verwendet werden. Die Veränderung im Jahr 2018 gegenüber 2017 beruht auf den neuesten Zahlen der entsprechenden Quellen[7].

Aktualisierung der Umrechnungsfaktoren

Indikatoren zur Umweltleistung (Arbeitsplatzindikatoren) 2016-2018

* Die Gesamtmenge der 2017 angefallenen ungefährlichen Abfälle wurde nach einer Verbesserung des Überwachungs- und Berichterstattungsprozesses angepasst. Daher ist die Menge ungefährlicher Abfälle pro Arbeitsplatz für 2017 nun mit 162,6 kg statt 202,9 kg angegeben.

* Nach einer Neuanpassung der Messungen wurden die Zahlen zur Gesamtflächennutzung und damit zum jeweiligen Verhältnis von versiegelter und unversiegelter Fläche gegenüber den bisherigen Berichten angepasst.


7.1 Umweltmanagementprogramm


8 Erklärung des Umweltgutachters

Erklärung des Umweltgutachters zu den Begutachtungs- und Validierungstätigkeiten

Die Unterzeichnete, BSI Group Deutschland GmbH, Umweltbegutachtungsstelle mit der Registrierungsnummer DE-V-0228, akkreditiert und zugelassen für den Bereich „Erbringung von Finanzdienstleistungen“ (NACE Rev. 2, NACE 64), bestätigt, begutachtet zu haben, ob die Umwelterklärung der Europäischen Zentralbank (EZB), Registrierungsnummer D-125-00045, an ihren Standorten Sonnemannstraße 20, 60314 Frankfurt am Main (Hauptgebäude) sowie Kaiserstraße 29, 60311 Frankfurt am Main und Taunustor 2, 60311 Frankfurt am Main (Stadtzentrum) alle Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2009 über die freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung (EMAS) in der durch die Verordnung (EU) 2017/1505 der Kommission vom 28. August 2017 geänderten Fassung erfüllt.

Mit der Unterzeichnung dieser Erklärung wird bestätigt, dass

  • die Begutachtung und Validierung in voller Übereinstimmung mit den Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 in der durch die Verordnung (EU) 2017/1505 der Kommission geänderten Fassung durchgeführt wurden,
  • das Ergebnis der Begutachtung und Validierung bekräftigt, dass keine Belege für die Nichteinhaltung geltender Umweltvorschriften vorliegen,
  • die Daten und Angaben der Umwelterklärung der EZB ein verlässliches, glaubhaftes und wahrheitsgetreues Bild der Tätigkeiten der Organisation innerhalb des in der Umwelterklärung angegebenen Bereichs ergeben.

Diese Erklärung kann nicht mit einer EMAS-Registrierung gleichgesetzt werden. Die EMAS-Registrierung kann nur durch eine zuständige Stelle gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 erfolgen.

Diese Erklärung darf nicht als eigenständiges Dokument im Rahmen der öffentlichen Kommunikation verwendet werden.

Frankfurt am Main, den 25. Juni 2019

Dr. Rainer Feld
BSI Group Deutschland GmbH
Umweltbegutachtungsstelle
(DE – V – 0228)

HaftungsausschlussAnhand des vorliegenden Dokuments können sich Mitglieder der Öffentlichkeit und weitere interessierte Personen ein Bild der Umweltleistung und -aktivitäten der Europäischen Zentralbank (EZB) im Jahr 2018 machen. Das Dokument ist auf der Website der EZB unter Umweltschutz in der EZB abrufbar.Die EZB wurde 2010 erstmals nach dem System für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung (EMAS) der EU validiert. Diese Umwelterklärung, die zehnte innerhalb des EMAS-Validierungszyklus, ist nach 2010, 2013 und 2016 die vierte konsolidierte Umwelterklärung.Die vorliegende Umwelterklärung wurde entsprechend den EMAS-Standards gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 und den aktualisierten Anhängen der EMAS-Verordnung gemäß der Verordnung (EU) 2017/1505 erstellt.

© Europäische Zentralbank, 2019

Postanschrift 60640 Frankfurt am Main, Deutschland
Telefon +49 69 1344 0
Website www.ecb.europa.eu

Alle Rechte vorbehalten. Die Anfertigung von Kopien für Ausbildungszwecke und nichtkommerzielle Zwecke ist mit Quellenangabe gestattet.

Informationen zur Fachterminologie finden sich im EZB-Glossar (nur auf Englisch verfügbar).


[1]Nicht erfasste Standorte: Vertretungen der EZB in Brüssel und Washington D.C.
[2]Die Anhänge I, II, III der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 wurden 2017 angepasst, um Änderungen in Zusammenhang mit der novellierten Fassung der Norm ISO 14001:2015 aufzunehmen. Die Verordnung (EU) 2017/1505 der Kommission trat im September 2017 in Kraft. Gemäß der Verordnung (EU) 2018/2026 der Kommission ist seit Januar 2019 zudem eine neue Fassung des Anhangs IV in Kraft.
[3]Rede von Benoît Coeuré bei der Konferenz „Scaling up Green Finance: The Role of Central Banks“ Berlin, 8. November 2018; Beitrag zur Podiumsdiskussion von Sabine Lautenschläger bei der Network for Greening the Financial System Conference, Paris, 17. April 2019.
[4]Das Konzept der „Arbeitsplätze“ wird im EMS der EZB verwendet, um die Anzahl der Beschäftigten darzustellen, die in EZB-Gebäuden tätig sind. Vertragsstatus oder vertragliche Vereinbarungen sind dabei nicht relevant. Daher werden auch Nicht-EZB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter wie Berater, Auftragnehmer usw. mit berücksichtigt. Das EMAS hingegen verwendet die Zahl der Angestellten oder Vollzeitäquivalente.
[5]Die Zunahme bezieht sich ausschließlich auf das Japan Center.
[6]Das Greenhouse Gas Protocol ist das meistgenutzte internationale Erfassungsinstrument für Staaten und Unternehmen, die Treibhausgasemissionen verstehen, quantifizieren und steuern möchten.
[7]Die Umrechnungsfaktoren werden vom Department for Environment, Food & Rural Affairs (DEFRA) und dem Department of Energy & Climate Change (DECC) des Vereinigten Königreichs, dem Umweltbundesamt, dem Energieversorger der EZB (Mainova), der Deutschen Bahn AG, dem Globalen Emissions-Modell integrierter Systeme (GEMIS) und dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) zur Verfügung gestellt.