PRESSEMITTEILUNG

Halbjährlicher Kurzbericht über die Fälschung von Euro-Banknoten

12. Januar 2007

Im zweiten Halbjahr 2006 sind insgesamt 265 000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen worden. Das angehaltene Falschgeld verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Stückelungen:

5 € 10 € 20 € 50 € 100 € 200 € 500 €
Anteil an den Stückelungen (in %) 1 3 36 31 24 3 2

Nach wie vor wird die 20-€-Banknote am häufigsten gefälscht, gefolgt von den Noten zu 50 € und 100 €. Damit entfallen mehr als 90 % des zwischen Juli und Dezember 2006 aufgedeckten Falschgeldumlaufs auf diese drei Stückelungen.

Das Falschgeldaufkommen schwankte in den letzten drei Jahren nur geringfügig, wie die folgenden halbjährlichen Angaben zeigen:

Zeitraum 2003/1 2003/2 2004/1 2004/2 2005/1 2005/2 2006/1 2006/2
Anzahl der Fälschungen 231 000 312 000 307 000 287 000 293 000 286 000 300 000 265 000

Diese Zahlen sollten im Kontext eines allmählich steigenden Umlaufs an echten Banknoten (durchschnittlich 10,6 Mrd im zweiten Halbjahr 2006) gesehen werden. Wie in früheren Berichten erwähnt, wurde die überwiegende Mehrzahl (98 %) der sichergestellten Fälschungen in Ländern des Euro-Währungsgebiets entdeckt. In der zweiten Jahreshälfte 2006 stammte rund 1 % aus EU‑Mitgliedstaaten, die nicht dem Euroraum angehören, und 1 % aus der übrigen Welt.

Die Bevölkerung kann auf die Qualität der Euro-Banknoten und ihrer Sicherheitsmerkmale vertrauen. Allerdings rät das Eurosystem, d. h. die Europäische Zentralbank (EZB) und die 13 nationalen Zentralbanken des Eurogebiets, der Bevölkerung weiterhin zur Wachsamkeit und dazu, erhaltene Banknoten auf ihre Echtheit zu überprüfen. Alle Arten von Fälschungen lassen sich nach dem einfachen, in Veröffentlichungen des Eurosystems und auf der Website der EZB sowie den Websites der nationalen Zentralbanken des Eurosystems beschriebenen Prinzip FÜHLEN-SEHEN-KIPPEN leicht von echten Banknoten unterscheiden. Im Zweifelsfall sollte eine verdächtige Banknote mit einer Banknote verglichen werden, deren Echtheit feststeht.

Bei der Falschgeldbekämpfung kooperiert das Eurosystem sehr eng mit Europol (das Informationen über vor der Inverkehrgabe beschlagnahmte gefälschte Euro-Banknoten und -Münzen veröffentlicht) und mit der Europäischen Kommission (die für die Bereitstellung von Informationen über gefälschte Euro-Münzen verantwortlich ist). In Bezug auf Fragen der Strafverfolgung verfügt das Eurosystem auch über gute Arbeitsbeziehungen zu Interpol und den nationalen Polizeibehörden. Wer den Verdacht hegt, Falschgeld erhalten zu haben, sollte sich entweder mit der Polizei oder – soweit im Einklang mit nationalen Praktiken – mit der jeweiligen nationalen Zentralbank in Verbindung setzen und dabei möglichst genaue Angaben zur Herkunft der Banknote machen.

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