PRESSEMITTEILUNG

Halbjährlicher Kurzbericht zu Entwicklungen im Zusammenhang mit Euro-Fälschungen

13. Januar 2005

Im zweiten Halbjahr 2004 wurden in Ländern innerhalb und außerhalb des Euro-Währungsgebiets insgesamt 287 000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Umlauf genommen. Dem stehen rund 307 000 angehaltene Fälschungen im ersten Halbjahr 2004 gegenüber, sodass sich für das Jahr 2004 insgesamt etwa 594 000 Fälschungen ergeben. Zwar bedeutet dies einen Anstieg von rund 8 % gegenüber dem Vorjahr, doch ist hier in letzter Zeit eine rückläufige Entwicklung zu beobachten.

Die Fälschungen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Stückelungen:

5 € 10 € 20 € 50 € 100 € 200 € 500 € Summe
Anteil an den Stückelungen (in %) 1 5 24 48 17 4 1 100 %

Diese Zahlen sollten im Verhältnis zur Anzahl der echten Banknoten, die in Umlauf sind (rund neun Milliarden), gesehen werden.

Die Bevölkerung kann auf die Qualität der Euro-Banknoten und ihrer Sicherheitsmerkmale vertrauen. Allerdings rät das Eurosystem, d. h. die Europäische Zentralbank (EZB) und die zwölf nationalen Zentralbanken des Eurogebiets, der Bevölkerung weiterhin zu Wachsamkeit in Bezug auf den möglichen Erhalt gefälschter Banknoten. Die überwiegende Mehrzahl der gefälschten Euro-Banknoten lässt sich durch den einfachen, im Informationsmaterial des Eurosystems beschriebenen FÜHLEN-SEHEN-KIPPEN-Test leicht von den echten Banknoten unterscheiden. Auf der Website der EZB[1] wird dieser Test erläutert. Selbst gute Fälschungen lassen sich durch eine sorgfältige Anwendung dieser Methode erkennen. Im Zweifelsfall sollte eine verdächtige Banknote mit einer Banknote verglichen werden, von der man sicher weiß, dass sie echt ist.

Das Eurosystem arbeitet bei der Falschgeldbekämpfung sehr eng mit Europol, Interpol, der Europäischen Kommission (die für die Verbreitung von Informationen über gefälschte Euro-Münzen verantwortlich ist) und den nationalen Polizeibehörden zusammen. Wer Falschgeld erhält, wird dringend gebeten, es entweder bei der Polizei oder – soweit im Einklang mit nationalen Praktiken – bei der entsprechenden nationalen Zentralbank abzugeben und möglichst genaue Angaben zu seiner Herkunft zu machen.

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