PRESSEMITTEILUNG

Halbjährlicher Kurzbericht zu Entwicklungen im Zusammenhang mit Euro-Fälschungen

22. Juli 2004

Im ersten Halbjahr 2004 wurden insgesamt 307 223 gefälschte Euro-Banknoten und damit etwa so viele wie im zweiten Halbjahr 2003 (knapp 312 000) aus dem Umlauf genommen.

Die Fälschungen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Stückelungen:

5 € 10 € 20 € 50 € 100 € 200 € 500 € Summe
Menge 3 258 7 955 86 671 133 921 65 393 8 889 1 136 307 223
Anteil an den Stückelungen (in %) 1,0 2,6 28,2 43,6 21,3 2,9 0,4 100

Diese Zahlen sind im Verhältnis zur Anzahl der echten Banknoten, die in Umlauf sind (rund neun Milliarden), zu sehen. Ein Vergleich des Falschgeldanfalls bei Euro-Banknoten mit dem anderer Währungen kann irreführend sein, da diese Währungen andere Nominale sowie andere Strukturen und Volumina des Banknotenumlaufs haben (oder hatten). Da die Euro-Banknoten nun seit mehr als zwei Jahren in Umlauf sind, ist ein historischer Vergleich viel aussagekräftiger.

Die Bevölkerung kann auf die Qualität der Euro-Banknoten und ihrer Sicherheitsmerkmale vertrauen. Allerdings rät die EZB der Bevölkerung weiterhin zu Wachsamkeit in Bezug auf den möglichen Erhalt gefälschter Banknoten. Die überwiegende Mehrzahl der gefälschten Euro-Banknoten lässt sich durch den einfachen, im Informationsmaterial des Eurosystems beschriebenen FÜHLEN-SEHEN-KIPPEN-Test leicht von den echten Banknoten unterscheiden.[1] Selbst gute Fälschungen lassen sich durch eine sorgfältige Anwendung dieser Methode erkennen. Im Zweifelsfall sollte eine verdächtige Banknote mit einer Banknote verglichen werden, von der man sicher weiß, dass sie echt ist.

Das Eurosystem arbeitet bei der Falschgeldbekämpfung sehr eng mit Europol, Interpol, der Europäischen Kommission und den nationalen Polizeibehörden zusammen. Wer eine gefälschte Banknote erhält, sollte sie bei der örtlichen Polizei abgeben und möglichst genaue Angaben zu ihrer Herkunft machen.

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