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Ansprache anlässlich der Eröffnung der Euro-Ausstellung in der Banque centrale du Luxembourg

Gertrude Tumpel-Gugerell, Mitglied des Direktoriums der EZB
Luxemburg, 19. April 2010

Sehr verehrter Herr Präsident Mersch,

sehr verehrte Exzellenzen,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich freue mich sehr, heute gemeinsam mit Ihnen hier im Espace Numismatique der Banque centrale du Luxembourg zu sein und eine Ausstellung eröffnen zu dürfen, in deren Mittelpunkt der Euro steht – eine noch junge, aber dennoch bereits wichtige Währung.

Mittlerweile verwenden die meisten Bürgerinnen und Bürger des Euroraums die neue Währung, den Euro, schon seit acht Jahren. Im Jahr 2001, das heißt vor der Euro‑Bargeldumstellung, wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Öffentlichkeit mit den verschiedenen Stückelungen, der Gestaltung und den Sicherheitsmerkmalen der Euro-Banknoten und ‑Münzen vertraut zu machen. In der Zwischenzeit ist der Euro zum greifbarsten Symbol der europäischen Integration geworden und hat uns viele Vorteile beschert. So hat er beispielsweise für die Menschen in Luxemburg und seinen Nachbarländern, von denen viele jeden Tag grenzüberschreitend pendeln, das Leben erheblich vereinfacht, da sie dank der gemeinsamen Währung nun kein Geld mehr umtauschen müssen. Somit kann man heute seine Einkäufe in Luxemburg mit Euro‑Banknoten bezahlen, die man an einem Geldautomaten in Belgien abgehoben hat, und wenn man in Frankreich im Café etwas isst oder trinkt, kann man die Rechnung mit Euro-Münzen begleichen, die von einer Reise nach Deutschland stammen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Euro zur Vollendung des Binnenmarkts beigetragen und das Risiko von Wechselkursschwankungen zwischen den Währungen der EU‑Mitgliedstaaten, die dem Euroraum angehören, beseitigt hat.

Dieses Jahr hat die Europäische Zentralbank in Zusammenarbeit mit den nationalen Zentralbanken von Belgien, Frankreich, Deutschland und Luxemburg erfolgreich ein grenzüberschreitendes pädagogisches Projekt für Schüler im Alter zwischen neun und zwölf Jahren gestartet. Diese Kinder gehören der „Generation Euro“ an, was heißt, dass sie höchstwahrscheinlich niemals eine der alten nationalen Währungen benutzt haben und daher die Vorteile des Euro als selbstverständlich empfinden. Im Rahmen des eben genannten Projekts haben die Zentralbanken in einer Reihe von Schulen Präsentationen gehalten, bei denen die Schüler ermuntert wurden, beim „Euro-Lauf“-Wettbewerb auf der EZB-Website mitzumachen. Anschließend wurden die Klassen der Gewinner aus jedem Land eingeladen, am Wettbewerbsfinale teilzunehmen, das heute Nachmittag hier ausgetragen wurde. Wie ich gehört habe, ging es beim Wettbewerb sehr lebhaft zu, und es freut mich, dass die Spieler und ihre Klassenkameraden, die zur Unterstützung dabei waren, so viel Spaß hatten.

Das Hauptziel der Euro-Ausstellung, die auf ihrer Reise durch Europa mittlerweile am sechsten Ort Station macht, besteht darin, den Bürgerinnen und Bürgern aller Altersgruppen die Möglichkeit zu bieten, mehr über unsere gemeinsame Währung zu erfahren, beispielsweise über die Gestaltung der Euro-Banknoten und ‑Münzen. Die sieben verschiedenen Stückelungen der Euro-Banknoten zeugen von unserem gemeinsamen Erbe, da auf ihnen verschiedene europäische Baustile aus unterschiedlichen Epochen abgebildet sind, und die Brücken auf unseren Geldscheinen symbolisieren die Verbindung zwischen den Völkern Europas.

In der Ausstellung kann man außerdem die Geschichte des Geldes nachvollziehen und die Sicherheitsmerkmale der Euro‑Banknoten besser kennenlernen. Diese Merkmale, dank derer es sehr schwierig ist, Banknoten zu fälschen, jedoch leicht, Fälschungen zu erkennen, entsprechen den höchsten technologischen Standards. Es werden echte und gefälschte Banknoten gezeigt, darüber hinaus umfasst die Ausstellung auch interaktive Elemente und Filme. Zudem gibt es eine Kinderecke, in der man auf unterhaltsame Weise mehr über den Euro erfahren kann, die aber trotz dieses Namens keineswegs nur für die junge Generation gedacht ist!

Sehr geehrter Herr Präsident Mersch, verehrte Exzellenzen, meine sehr geehrten Damen und Herren, ich wünsche Ihnen einen anregenden Rundgang und erkläre die Euro-Ausstellung hiermit für eröffnet.

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